Mit der richtigen Fertigungstechnik und der passenden Unterstützung auf dem Werkzeugsektor werden bei der Firma HMF Fertigungstechnik in Pölfing-Brunn in der Weststeiermark hochpräzise Prototypen aus Aluminium und Edelstahl gefertigt. Der Anwenderbericht zeigt, wie das funktioniert.
Die Firma HMF Fertigungstechnik ist eine junge Firma mit einer beeindruckenden Entwicklung. Erst im Dezember 1999 wurde das Unternehmen in Aibl in der Weststeiermark gegründet. Direkt im ersten Jahr wurden zwei CNC-Bearbeitungsmaschinen angeschafft. Die vorhandene Betriebsfläche von 220 Quadratmeter erwies sich durch den rasch einsetzenden Erfolg sehr bald als zu klein. Durch den Anbau einer neuen Halle nach etwa vier Jahren wurde die Betriebsfläche auf 500 Quadratmeter erweitert.
Als man im Jahre 2009 das zehnjährige Firmenjubiläum feiern konnte, waren einige CNC-Bearbeitungsmaschinen und eine moderne 3D-Messmaschine dazugekommen.
Man konnte mittlerweile auf einige erfolgreiche Jahre zurückblicken, war ISO-zertifiziert und hatte die Qualitätskontrolle stetig ausgebaut.
Die Erfolgsstory ging auch nach dem „Zehnjährigen“ munter weiter. Durch die Anschaffung weiterer Hochleistungs-Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren stand schon bald wieder die Frage einer Betriebserweiterung an.
Für Herrn Mandl, Geschäftsführer HMF Fertigungstechnik, stand fest, dass der nächste Ausbauschritt „zukunftsweisend“ sein muss.
Da am bisherigen Betriebsstandort in Aibl die Expansionsmöglichkeiten begrenzt waren, sah sich Christian Mandl nach einem alternativen Firmengelände um.
Dass seine Heimatgemeinde Pölfing-Brunn ihm ein Angebot über leerstehende, helle Fertigungshallen unterbreiten konnte, war eine mehr als positive Überraschung.
Die Hallen boten mit 1.000 Quadratmeter Grundfläche genau die richtige Größe für die junge Firma. Weiterhin besteht bei dem neuen Standort die Möglichkeit, weiter zu expandieren, aber auch der Materialfluss konnte in den neuen, größeren Hallen wesentlich effizienter geplant werden.
Ein flexibles Bearbeitungsspektrumg

Die Firma HM Fertigungstechnik hat sich in ihrer jungen Firmengeschichte spezialisiert auf Fräs- und Bohrbearbeitung in allerhöchster Präzision. Als Kunden hat man namhafte Firmen der Automobil- und Automobilzulieferindustrie gewinnen können. Aber auch Unternehmen der Elektronikindustrie sowie der Medizin- und Vakuumtechnik können zu den Kunden gezählt werden.
Verarbeitet werden Kunststoffe, Edelstähle, Nickel-Basislegierungen und Aluminium.
Vor allem die Edelstahl- und Aluminiumbearbeitung nimmt mittlerweile einen hohen Stellenwert in der Auslastung der Produktionskapazitäten ein.
Weiterhin hat sich die Firma HMF Fertigungstechnik einen Ruf als besonders flexibel und schnell in der Herstellung von Prototypen gemacht. Es sind schon unterschiedliche Prototypen in 24 Stunden bearbeitet worden und an den Kunden gegangen.
Die wechselnden Bearbeitungsaufgaben und die verschiedenen zu zerspanenden Materialien stellen eine hohe Anforderung an Produktionsleitung und Fertigungsplaner bei HMF.
Mit passender Anwenderunterstützung

Weiterhin ist ein moderner und erfolgreicher Lohnfertiger stets darauf angewiesen, mit den wirtschaftlichsten und produktivsten Werkzeugen zu zerspanen, denn er steht nicht nur im dauernden Vergleich zu seinen Mitbewerbern, er muss sich auch mit einer möglichen Eigenfertigung seines Kunden preislich messen lassen.
In diesem sehr wettbewerbsorientierten Umfeld erhalten Christian Mandl und Thomas Jammernegg, Produktionsleiter HMF Fertigungstechnik, seit etwa sieben Jahren Unterstützung von dem Unternehmen TCM Austria Tool Consulting und Management.
Die von TCM angebotenen Dienstleistungen sind sehr vielfältig, sie reichen von der projektbezogenen Werkzeugauslegung bis zum kompletten Tool Management mit Werkzeugverwaltung und Werkzeugausgabesystem.
Sebastian Suitner, TCM Verkauf und Technik, betreut den Kunden HMF mittlerweile seit dem Jahre 2010. Getreu seinem Motto: „Durch seriöse Arbeit das Vertrauen des Kunden gewinnen und mit ihm gemeinsam die technologisch beste und wirtschaftlichste Lösung finden.“
Seit Beginn seiner Zusammenarbeit mit HMF hat Suitner bei der Bearbeitung von rostfreien Produkten schon mehrfach unter Beweis stellen können, dass er es versteht, sein Motto auch in die Tat umzusetzen.
Bei der Wahl des geeigneten Zerspanungswerkzeuges und der Optimierung von bestehenden Fertigungsprozessen kann er zum einen auf die breite Palette von weichschneidenden, modernen Ingersoll Präzisionswerkzeugen, und zum anderen auf die Erfahrung und Unterstützung von Alexander Tammerl, Verkaufsleiter Gebiet Österreich, und seinem Team zurückgreifen.
Aluminiumbearbeitung mit hohen Anforderungen

Besonders die Aluminiumbearbeitung ist bei der HMF Fertigungstechnik stetig angestiegen und nimmt mittlerweile einen Anteil von siebzig Prozent ein.
Gerade bei diesem Fertigungsschwerpunkt bestehen hohe Anforderungen an die eingesetzten Zerspanungswerkzeuge.
Tiefe Kavitäten, hohe Auskragungen und dünnwandige Bauteile stellen maximale Ansprüche an eine schwingungs- und ratterfreie Fräs- und Bohrbearbeitung.
Ein typisches Bauteil, auf das diese zerspanungskritischen Eigenschaften zu hundert Prozent zutreffen, sind Kamerakomponenten im High-End-Bereich.
In einem ersten Gespräch zwischen Christian Mandl, Sebastian Suitner und Alexander Tammerl stellte Christian Mandl das zu bearbeitende Werkstück vor.
Von den TCM und Ingersoll Werkzeugspezialisten wurde ein Eckfräser der Hi-Pos-Alu-Werkzeugserie als besonders geeignet für diese Aufgabe ausgewählt.
Da es sich hierbei um ein Standardwerkzeug handelt, konnte eine Testbearbeitung im Hause HMF gemeinsam mit Thomas Jammernegg kurzfristig geplant werden.
Die geplante Bearbeitung der High-End-Kamerakomponenten mit den Hi-Pos-Alu- Werkzeugen verlief zur vollsten Zufriedenheit des Kunden. Es konnten Schnittgeschwindigkeiten bis 2.000 Meter pro Minute bei einem Zahnvorschub von 0,3 Millimeter realisiert werden.
Spezielle Wendeschneidplattengeometrie für extreme Tauchwinkel
Die Schaft- und Eckfräserserie Hi-Pos-Alu ist eine hochproduktive Werkzeugserie für die Bearbeitung von Aluminium und Nichteisenmetallen.
Herzstück der Serie ist die speziell entwickelte Wendeschneidplatte XECT16. Durch den V-förmig ausgebildeten Plattenboden ist die Wendeschneidplatte formschlüssig in den Plattensitz eingebettet. Die bei der Hochgeschwindigkeitszerspanung auftretenden großen Zentrifugalkräfte werden so prozesssicher beherrscht, und es sind rund fünfzig Prozent höhere Schnittgeschwindigkeiten als bei Werkzeugen herkömmlicher Bauart möglich. Weiterhin sind durch die spezielle Wendeschneidplattengeometrie extreme Tauchwinkel realisierbar. Die XECT 16 ist sowohl zum Schrupp- als auch zum Schlichtfräsen geeignet.
Ein großes Teilespektrum abgedeckt

Da der Kunde, wie erwähnt, fast siebzig Prozent Aluminium bearbeitet, hat der eingesetzte Hi-Pos-Alu-Fräser hohes Potential, ein oft eingesetztes Standardwerkzeug in der Produktion von der HMF Fertigungstechnik zu werden.
Das Werkzeug verfügt über eine maximale Schnitttiefe von 16 Millimeter. Für geringere Schnitttiefen und kleinere Durchmesser hatten sich in der Vergangenheit schon Schaftfräser der Hi-Pos-Plus-Serie mit BOCT-09 Wendeschneidplatten mit NE-Geometrie bewährt. Zumal in diese Werkzeuge auch Wendeschneidplatten der BOMT-09-Serie eingesetzt werden können, die schon hervorragende Ergebnisse bei der Bearbeitung von hochlegierten Stählen und Gusswerkstoffen bei der HMF Fertigungstechnik erreicht haben.
Mit den beschriebenen Werkzeugserien stehen den Produktionsverantwortlichen von HMF Fertigungstechnik zwei Werkzeugserien zur Verfügung, die einen wesentlichen Teil der Bearbeitung des bevorzugten Teilespektrums abdecken.