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Musterbeispiel für eine zukünftige Gebäudeentwicklung: Das gemischt genutzte Wohn- und Gewerbegebäude ist Referenzprojekt im IBA-Präsentationsjahr 2013. Foto: Schüco

Gebäudehülle 2013-11-18T00:00:00Z Hybrid House: Vorbildlich flexibel - nachhaltig energieeffizient

Wohnen und Arbeiten mit flexibel anpassbarem Flächenbedarf, variablem Tageslichteinfall und nachhaltiger Energieeffizienz - mit diesem Profil ist das „Hybrid House" von KPE-Architekten Hamburg als diesjähriges IBA-Referenzprojekt angetreten. Ein Blick auf die zentralen Ideen und deren Umsetzung in einer transparenten und zugleich energieeffizienten Gebäudehülle eröffnet Perspektiven auf die Architektur der Zukunft. Systemtechnik von Schüco sorgt in Fassaden und Dächern für die intelligente und ästhetisch ansprechende Variation des zentralen Themas „Transparenz".

Die Grundidee besteht darin, flexibel nutzbare Einheiten zum Wohnen und Arbeiten anzubieten, die sich den verändernden Anforderungen der Nutzer anpassen können. Die Grundrisse erlauben es, dass der Flächenbedarf zwischen den jeweiligen Nutzungen dynamisch wachsen beziehungsweise schrumpfen kann, sodass den Bewohnern ein Höchstmaß an Flexibilität geboten wird. Insgesamt umfasst das Gebäude 16 Nutzungseinheiten mit Größen zwischen etwa siebzig und etwa 135 Quadratmeter. Die gebäudetechnischen Standards für die raumlufttechnische und elektrische Versorgung sind für alle Nutzungsarten vorgerüstet. Das Gebäude erfüllt zudem ein Höchstmaß an energetischen Anforderungen.

Die innovative Grundidee des aus zwei Baukörpern bestehenden Objektes wird durch eine durchdachte Architektur mit neuartigen Grundrissen umgesetzt. Insgesamt 16 Einheiten, größtenteils Maisonetten, sind durch die Kombination aus einem Ost-West- und einem Nord-Süd-Modul in alle vier Himmelsrichtungen ausgerichtet. Dank dieser Bauweise ergeben sich pro Wohneinheit Blicke in alle Richtungen und damit vier spezifische Tageslichtsituationen, wie sie sonst nur in einem freistehenden Haus möglich sind. Loggien und Gärten schaffen die Verbindungen zum Freien. Eine Dachterrasse für die oberen Maisonetten sorgt für zusätzliche Ausblicke - beispielsweise auf den angrenzenden Inselpark. Das Hybrid House geht damit speziell auf die Bedürfnisse von Menschen ein, die phasenweise und zu unterschiedlichen Tageszeiten auch zu Hause, vom eigenen Büro oder Atelier aus arbeiten.

Das Hybrid House nutzt baulich und anlagentechnisch durchgehend umweltschonende, nachhaltige Gebäudetechniken - es erfüllt damit den hohen Energieeffizienzhaus 70-Standard. Beiträge dazu leisten neben den baulichen Maßnahmen die zentrale Wärmeversorgung über einen Fernwärmeanschluss sowie eine kontrollierte Wohnungslüftung mit Wärme- und Feuchterückgewinnung.

Der Tageslichteintrag in das Innere der beiden Baukörper wird über unterschiedliche Formen von Lichtöffnungen in Fassaden und Dächern realisiert. Die dafür verwendete Systemtechnik von Schüco ist dabei sowohl gestalterisch als auch funktional und energetisch mit prägend für die Architektur des Objektes. Horizontal strukturierend wirken die von vorstehenden grauen Bleicheinfassungen gerahmten Aluminium-Fensterkonstruktionen, die geschossweise mit weiß verputzten, weitgehend geschlossenen Fassadenbereichen alternieren.

Die großen Fensterelemente, gefertigt aus dem System Schüco AWS 75.SI, sind durchgängig etwa 2,50 Meter hoch. In der Breite variieren sie je nach Fassadenausrichtung und Einbausituation in zwei Ausführungen zwischen etwa 2,80 und 4,80 Meter. Teile der Elemente sind mit öffenbaren Einsatzflügeln ausgestattet. Eine weitere Besonderheit stellen die sechs großen, horizontal arrangierten Lichtdächer aus dem System Schüco AWS 57 RO dar, die zu Belüftungszwecken motorisch betrieben werden können.

zuletzt editiert am 26. April 2021
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