Dr. Holger Rudzio, Geschäftsführer DMG Mori Software Solutions, Pfronten, sieht die EMO Hannover 2017 als einen Wendepunkt für seine Firma auf dem Weg zur „Digital Factory“. Im Zentrum steht das Thema der durchgängigen Integration der Produktionswelt der Kunden in digitale Lieferketten. Lesen Sie das Interview.
Sie wollen auf der EMO Hannover 2017 mit einem „Digitalisierungspfad“ den Weg in die Zukunft der digitalen Fabrik ebnen – wie soll das in der Praxis funktionieren?

Unserem „Path of Digitization“ von der Celos-Machine in Richtung Celos-Manufacturing folgend, präsentieren wir zur EMO Hannover 2017 durchgängige Softwarelösungen für die Digitalisierung von Workflows im Fertigungsumfeld – beispielsweise im Umfeld der Fertigungsplanung oder für das durchgängige Werkzeugmanagement in Arbeitsvorbereitung und Werkstatt.
(Anm. d. Red.: Die App-basierte Steuerungs- und Bediensoftware „Celos“ (Control Efficiency Lead Operation System) ist die einheitliche Benutzer-Oberfläche von DMG Mori für die netzwerk-integrierte Vorbereitung, Verwaltung und Abarbeitung von Fertigungsaufträgen direkt an der Maschine.)
Ein weiteres zentrales EMO-Thema ist die Connectivity. Unser Ziel ist es, „Celos“ dem gesamten Produktionsbereich verfügbar zu machen, um Kunden mittelfristig ein vollständiges Lösungsportfolio für die digital factory anbieten und eine durchgängige Transparenz vom ERP-System bis hinunter auf die Sensorebene gewährleisten zu können.
Was verstehen Sie unter „kundenindividuellen Softwarelösungen“ und „umfassenden digitalisierten Prozessketten“ – gemeinsame Prozessentwicklung mit dem Kunden?
Unsere Software- und App-Lösungen sind durchgängig kompatibel und lassen sich mit Blick auf individuelle Geschäftsprozesse maßgeschneidert für die Anforderungen des Kunden kombinieren. Bei Auswahl und Implementierung unterstützen wir unsere Kunden – sofern notwendig, auch mit individuellen Softwareanpassungen.
Was erwarten Sie vor diesem Hintergrund von der EMO Hannover 2017 – was werden Sie dort präsentieren?
Die EMO Hannover 2017 markiert für uns einen Wendepunkt auf dem Weg zur digital factory. Im Zentrum steht zum einen das Thema der durchgängigen Integration der Produktionswelt unserer Kunden in digitale Lieferketten. Zum anderen steht die Konnektivität unseres App-basierten Steuerungs- und Bediensystems Celos im Fokus. Ein Highlight ist das neue Celos-Tab, ein maßgeschneidertes Tablet als mobiles Bedieninterface für Celos. Zweite Top-Innovation ist die intelligente Celos-Netbox als offenes Gateway für den Werkzeugmaschinenbau. Sie lässt sich an alle führenden CNC-Steuerungssysteme andocken und öffnet einerseits die „Celos-Welt“ erstmals auch für Fremdmaschinen. Andererseits fungiert sie als IoT-Schnittstelle zur Adaption an beliebige Cloud-Infrastrukturen sowie zur Interaktion in unternehmensübergreifenden Produktionsnetzwerken der Zukunft.
(Quelle: VDW/Walter Frick, Weikersheim)