Die Zusammenführung und die kontinuierliche Bereitstellung von Isolierglaseinheiten in Versandreihenfolge steht im Mittelpunkt eines Sortiersystems, das Hegla/Beverungen erstmals zur Glasstec vorgestellt hat. Als eine Leistung des neuen Konzepts wird das Einschleusen und die Nachproduktion von fehlenden oder beschädigten Einheiten vereinfacht. Zusätzlich wird die strenge Abhängigkeit zwischen dem Versand und der Fertigung gelöst. Dabei kommt ein bisheriger Grundsatz der Produktion an seine Grenzen und eröffnet zusätzliche Optimierungsmöglichkeiten: Nicht länger ist die Versandreihenfolge der dominierende Faktor für die Iso-Fertigung.
Durch Zwischenspeicherung der gefertigten Isoliergläser entkoppelt das neue Sortiersystem Sort-Jet-IG die Prozesse zwischen Fertigung und Versand und reduziert die direkte Abhängigkeit: Die Beschickung der Gestelle beginnt erst, wenn alle Einheiten eines Auftrags gefertigt sind. Um dies zu erreichen, werden bis zu vier Isoliergläser direkt nach ihrer Fertigstellung auf der Linie automatisch auf eine Transferplatte übergeben und in einem Trockenturm eingelagert. Je nach Konfiguration folgt nach ihrer Aushärtung die Abnahme und die Übergabe in einen horizontalen Sortierspeicher. Ist ein Kundenbatch schließlich vollständig und steht für den Versand an, wird vom Bediener oder von der Software die Bereitstellung ausgelöst und damit alle Scheiben in der benötigten Reihenfolge ausgeschleust. „Vor allem bei Nachproduktionen und bei gemischten Glassorten hat diese Verfahrensweise einen großen Vorteil“, so Geschäftsführer Bernhard Hötger. „Eine fehlende Einheit kann jederzeit gefertigt und einsortiert werden, ohne dass ein Stillstand der Iso-Linie oder ein höherer Personaleinsatz erzeugt wird“. Schließlich entsteht mit der Zwischenspeicherung und optimierten Zusammenführung auch eine verlässliche Glasübergabe in Reihenfolge, die als weiteren Ausbauschritt zur Entlastung des Personals einen Robotereinsatz möglich macht.
