161025 Feuerverzinkung Korrosionsschutz
„Initialzündung“: Dem fertiggestellten Pilotprojekt werden weitere feuerverzinkte Brücken folgen, die zu erheblichen Kosteneinsparungen im Brückenbau beitragen. Foto: Industrieverband Feuerverzinken

Oberflächentechnik 2016-10-25T00:00:00Z Korrosionsschutz: Erste feuerverzinkte Brücke fertiggestellt

Die erste feuerverzinkte Stahl-Verbundbrücke Brücke an der A44 ist ein Pilotprojekt in das aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen eingeflossen sind, die belegen, dass die Feuerverzinkung auch für den Einsatz an zyklisch belasteten Brückenbauteilen geeignet ist.

Dr. Gero Marzahn, Technischer Regierungsdirektor und Deutschlands oberster Brückenbauverantwortlicher im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, sprach bei seiner Eröffnungsrede von einer „Initialzündung“ für den Brückenbau und damit allen Anwesenden aus dem Herzen. Mehr als dreißig Projektbeteiligte aus Politik, Wissenschaft, Stahl- und Feuerverzinkungsindustrie, Bauplanung und -ausführung folgten der Einladung der Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau) zu einem gemeinsamen Ortstermin im September 2016 um Deutschlands erste fertiggestellte feuerverzinkte Stahl-Verbund-Brücke zu begutachten.

Vom Forschungsvorhaben zum Pilotprojekt

Die Brücke an der A44 ist ein Pilotprojekt in das aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen eingeflossen sind, die belegen, dass die Feuerverzinkung auch für den Einsatz an zyklisch belasteten Brückenbauteilen geeignet ist und eine Korrosionsschutzdauer von hundert Jahren ohne Wartung erreichen kann. Für Brückenbauwerke wird in der Regel eine Lebensdauer von mindestens hundert Jahren gefordert. Werden Stahl- und Verbundbrücken durch Beschichten vor Korrosion geschützt, dann ist die Beschichtung erfahrungsgemäß nach rund 25 bis dreißig Jahren zu erneuern. Bezogen auf hudert Jahre sind neben einer Erstbeschichtung mehrmals Erneuerungsbeschichtungen erforderlich, die nicht nur hohe Kosten, sondern oft erhebliche Verkehrsstörungen in Verbindung mit zusätzlichen Umweltbelastungen verursachen.

Weitere Brücken im Bau

Mark Huckshold, Geschäftsführer des Industrieverbandes Feuerverzinken, dankte in seiner Rede allen Projektbeteiligten, insbesondere Dr. Stefan Franz, als Verantwortlichen bei der Deges, für das außergewöhnliche Engagement um dieses Pilotprojekt in die Praxis zu überführen und berichtete nicht ohne Stolz, dass sich derzeit bereits weitere feuerverzinkte Verbundbrücken in der Planung, Ausschreibung beziehungsweise im Bau befinden. Das Feuerverzinken ist somit nicht nur dabei sich im Brückenbau zu etablieren, sondern auch hier zum Korrosionsschutz der ersten Wahl zu werden. Weitere Infos unter feuerverzinken.com/bruecken .

zuletzt editiert am 26. April 2021
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