Das Geländer der Elbpromenade wurde mit „Coating Premium-System“ von Zinkpower-Neumünster veredelt. Foto: Zinkpower
Das Geländer der Elbpromenade wurde mit „Coating Premium-System“ von Zinkpower-Neumünster veredelt. Foto: Zinkpower

Oberflächentechnik

25. October 2021 | Teilen auf:

Korrosionsschutz: Renommierprojekt am Hamburger Hafengelände

(Oktober 2021) Auch wenn sie längst zu einem von einheimischen wie auswärtigen Besuchern hochfrequentierten „Public Place“ geworden ist:

Die Elbpromenade, die sich über knapp 1,3 Kilometer entlang der Hamburger Elbe zwischen den St. Pauli Landungsbrücken und Baumwall erstreckt, hat nach Fertigstellung gerade erst ihren zweiten Geburtstag gefeiert. Entworfen wurde sie von einer der weltweit wohl renommiertesten Architektinnen, der 2016 verstorbenen Zaha Hadid. Die Elbpromenade ist als eine Art natürliche Grenze zwischen Stadtkern und Flussufer konzipiert: Sie ist öffentlicher Treffpunkt und wichtiger Bestandteil der Hamburger Hochwasserschutzlinie zugleich. Als Maßnahme zur Hochwasserprävention sah die Planung eine Erhöhung des bestehenden Schutzdeichs um rund achtzig Zentimeter vor. Wasser- und Landseite sind über eine Reihe von Treppen, Rampen und Brücken miteinander verbunden. Mit einer Breite von mindestens zehn Metern wurde sie in einer Deichhöhe von 8,60 m (im östlichen Teil) und 8,90 m (im westlichen Teil) über dem Meeresspiegel angelegt. 

Eine zentrale Gestaltungsfunktion übernehmen die der Elbe zugewandten Treppenanlagen, die sich abschnittsweise stilistisch wie funktional an die Bauweise altertümlicher Amphitheater anlehnen. Foto: Zinkpower

Eine zentrale Gestaltungsfunktion übernehmen dabei die der Elbe zugewandten Treppenanlagen, die sich abschnittsweise stilistisch wie funktional an die Bauweise altertümlicher Amphitheater anlehnen. Gerade in den unterschiedlichen Treppenverbindungen „kommunizieren“ Land und Wasser und, wie von Hadid vorgesehen, auch Menschen jeglichen Alters. Wesentlicher Baubestandteil der neuen Promenade sind die weitläufigen Geländerelemente. Mit einer Länge von 1.600 Metern und einem geschätzten Gewicht von 90-100 Tonnen Stahl summiert sich deren Herstellung und Montage selbst für gestandene Metallbauer wie der Frank Krüger Stahl- und Anlagenbau GmbH zum Großauftrag der besonderen Güte. 

Hinzu kamen die Herausforderungen diverser Geländerverläufe, deren Füllstäbe sich teilweise von lotrechtem Flachstahl bis hin zu einer Bumerang-ähnlichen Form verändern. Die im Brennschneideverfahren gefertigten Teile wurden an ihren Kanten mit Fasen gebrochen, um im anschließenden Feuerverzinkungsprozess den optimalen Schichtaufbau sicherzustellen. 

Die Füllstäbe der Geländer verändern sich teilweise von lotrechtem Flachstahl bis hin zu einer Bumerang-ähnlichen Form. Foto: Zinkpower

Als gleichermaßen anspruchsvoll erwies sich die Montage der Geländer, insbesondere deren Bodenbefestigung. Wegen des verwendeten Natursteins wurden die Geländerpfosten in Köchern vergossen – was bedeutete, dass es im Anschluss der Befestigung keine Möglichkeit zum Nachjustieren gab. So hieß es im Vorfeld: Ausrichten, fixieren, untereinander verschrauben, nachjustieren und immer die horizontalen Ober- und Untergurte im Blick haben. Speziell in Bereichen von Treppenabgänge, wo Abzweigungen auf andere treffen, war Fingerspitzengefühl gefragt.

Für die ausschreibenden Architekten von Anfang an klar: Bei einer Uferbebauung benötigt der dafür verbaute Stahl allein schon wegen der Nähe zum Wasser einen überdurchschnittlich wirksamen, möglichst langfristigen Schutz vor Korrosion. In der Ausschreibung definiert mit C4 VH und einer Mindestschutzdauer von 15 Jahren. 

Gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt dabei die Kombination aus Feuerverzinkung und Pulverbeschichtung. Zusätzlich zur „klassischen“ Verzinkung als Schutzmaßnahme bewirkt die anschließende Pulverbeschichtung im 2-Schicht-System eine weitere, wirksame Erhöhung des Langzeitkorrosionsschutzes. Frank Krüger, Geschäftsführer der Frank Krüger Stahl- und Anlagenbau, hat jedenfalls durchweg positive Erfahrung mit den Coating-Systemen von Zinkpower/Neumünster gesammelt: „Meinen Kunden sage ich immer, mit Feuerverzinken und anschließendem Beschichten sind sie auf der sichereren Seite. Sollte es bei der Montage oder im Gebrauch des Stahls Beschädigungen geben, hält der Korrosionsschutz dennoch stand. Für uns als Metallbau-Unternehmen macht die Lösung als Duplex-System aus einer Hand eine große Zeitersparnis aus, einfach: Hinbringen – Abholen – fertig!

zuletzt editiert am 25.10.2021