(März 2017) Der Markt für Garagentore in den Ländern Deutschland, Schweiz und Italien wächst stark in Wert und Menge. In Deutschland könnte der Umsatz in diesem Jahr um 5,3 Prozent ansteigen. Der Absatz wird dabei um drei Prozent zulegen, wie eine Studie der Interconnection Consulting ergeben hat.
Noch stärker legt der Absatz in der Schweiz zu (+4,5%). Aber auch Italien kommt langsam aus der Krise (+1,0% in Menge). Während das Wachstum in der Schweiz in den kommenden leicht zurückgehen wird, prognostiziert Interconnection Consulting für Italien einen leichten Anstieg im Wachstum.
Schweiz: Nicht-Wohnbau springt für Wohnbau ein
In der Schweiz wird in den nächsten Jahren die Anzahl der Baugenehmigungen und der Baufertigstellungen nicht mehr so schnell wachsen wie in den vergangenen Jahren. „Die Stagnation im Bereich Neubau (Anmerkung: Wohnbaufertigstellungen beziehungsweise Wohnbaugenehmigungen) in den nächsten Jahren in der Schweiz, wird auch das Wachstum am Markt für Garagentore dämpfen“, erklärt Vito Graziano, Autor der Studie. Durch den Anstieg im Nicht-Wohnbau wird jedoch die Branche weiteren Rückenwind erhalten. Bis 2020 steigt der Absatz pro Jahr um durchschnittlich 3,4 Prozent.
Deutschland: Gleichförmiges Wachstum geht weiter

In Deutschland wird der Garagentormarkt in den nächsten Jahren relativ gleichförmig ansteigen. Bis 2020 liegt die durchschnittliche Wachstumsrate mengenmäßig bei plus 2,7 Prozent während das Umsatzwachstum durchschnittlich 5,4 Prozent beträgt. In Deutschland sind es vor allem Sektionaltore mit einem Marktanteil von siebzig Prozent die besonders nachgefragt werden. Das Segment der sektionalen Garagentore wird von den Deutschen geschätzt, da diese keinen Schwenkraum benötigen, erklärt Graziano.
Italien: Renovierung statt neue Garagen
Im Gegensatz dazu sind weniger als die Hälfte (45,3 Prozent) aller Garagentore in Italien sektional. Aufgrund von günstigeren Preisen entwickeln sich dort Schwing- und Flügeltore besser. In Italien macht der Anteil der Renovierung am Gesamtgaragenmarkt 82,4 Prozent aus. Der Grund ist eine niedrige Baugenehmigungsquote und ein weiteres Sinken des Neubausektors.
Marktkonzentration schreitet voran
In allen drei untersuchten Ländern lässt sich eine steigende Marktkonzentration beobachten. In Deutschland liegt der Anteil der Top-Ten-Unternehmen am Gesamtmarkt bei 93,1 Prozent. Wichtige Unternehmen sind dabei in alphabetischer Reihenfolge: Condoor, Hörmann, Novoferm. In Italien liegt dieser Anteil bei 69,6 Prozent. Wichtige Unternehmen am italienischen Markt sind Breda, Dierre und Go Italia. Der Anteil der Top-Ten-Unternehmen in der Schweiz liegt bei 81 Prozent.