160323 Metallhandwerk BVM
Bei der Pressekonferenz standen der BVM-Geschäftsführer Berufsbildung Diether Hils, BVM-Präsident Erwin Kostyra, Richard Tauber, Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes Metall Bayern und BVM-Hauptgeschäftsführer Thomas Fleischmann (v.l.n.r.) den Journalisten Rede und Antwort. Foto: M&T

Betriebsführung 2016-03-23T00:00:00Z Metallhandwerk: Sehr gut aufgestellt

Der Bundesverband Metall (BVM) hatte am 25. Februar zur jährlichen Pressekonferenz auf der Internationalen Handwerksmesse München eingeladen. Im Zentrum der Messe stand in diesem Jahr der branchenweite Trend zur Digitalisierung – „Handwerk 4.0“. Inwieweit er ein Thema für das Metallhandwerk sei und welche weiteren Entwicklungen zur Zukunftssicherung der Branche beitragen können, erläuterten Hauptgeschäftsführer Thomas Fleischmann und Präsident Erwin Kostyra.

Zum Metallhandwerk gehören heute über 40.000 Metallbau- und Feinwerkmechanikbetriebe, die rund 58 Mrd. Umsatz erzielen und circa eine halbe Million Menschen beschäftigen, darunter 29.000 Auszubildende. Die Journalisten diskutierten mit Experten über Fragen der Zukunftssicherung im Handlungsfeld Digitalisierung.

Die Zahl der Unternehmen, die ihre Lage bei der aktuellen Umfrage als gut oder sehr gut beschrieben, ist im dritten Jahr hintereinander gestiegen, so die aktuellen Zahlen. Fast 89 Prozent (2015: 75 Prozent) der Unternehmen beschreiben Anfang 2015 ihre Lage als mindestens befriedigend und 67 Prozent als gut oder sehr gut. Sowohl die gute Baukonjunktur als auch die wachsende Konsum- und Investitionsneigung der privaten Haushalte machen sich im Metallbau bemerkbar. Handwerk sei zudem als im Alltag unverzichtbar, etwa gebe es zur Behebung von Elementarschäden keine Alternative.

Digitalisierung im Handwerk angekommen

Die Digitalisierung im Handwerk ist in weiten Bereichen des Metallhandwerks bereits angekommen, so der BVM. Und auch alle Arten von additiven Fertigungsverfahren (3-D-Druck) werden immer wichtiger, vor allem bei Zulieferern von Hightech-Branchen. Besonders wirtschaftlich interessant sei es heute bereits dort, wo die Teile von Anfang an für den 3-D-Druck konstruiert wurden. Angesichts der großen Geschwindigkeit, mit der die Digitalisierung der ganzen Wirtschaft – und nicht nur in der Industrie – Fahrt aufnimmt, hält der Bundesverband Metall es für sehr wichtig, diesen Trend als Chance zu nutzen. Das Unternehmen ConceptLaser GmbH, das auf der IHM vertreten war, weltweit führend bei der Entwicklung und Anwendung eines additiven Fertigungsverfahrens, das 3-D-Bauteile werkzeuglos herstellen kann, bildet Mitarbeiter dual aus.

Aur der Suche nach Fachkräften

Die Sorge um die Fachkräfte der Zukunft stand und steht weiterhin sehr weit oben auf der Agenda des Bundesverbandes Metall, seiner Landesverbände und der Unternehmer. Auch das Metallhandwerk ist bereit, seinen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen zu leisten, und bereitet sich auf eine wachsende Zahl an Auszubildenden aus Syrien und anderen Krisenländern vor. 

zuletzt editiert am 26. April 2021
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