Metallkongress 2026: Knapp 300 Teilnehmer, aktuelle Fachthemen, neue Austauschformate und eine Gala voller Emotionen: Der Metallkongress 2026 in Würzburg zeigte, was die Branche bewegt – und was sie gemeinsam auf die Beine stellen kann.

Wie verändert sich das Metallhandwerk? Welche Chancen bieten neue Technologien? Und wie lassen sich die Herausforderungen im betrieblichen Alltag meistern? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gab es beim Metallkongress am 23. und 24. Oktober im Vogel Convention Center (VCC) in Würzburg. Knapp 300 Teilnehmer nutzten die Veranstaltung, um sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren, neue Impulse für ihre Betriebe mitzunehmen und sich mit Kollegen, Experten und Zulieferern auszutauschen.
Veranstaltet vom Bundesverband Metall (BVM) und der Medienmarke M&T, bot der Kongress ein vielseitiges Programm mit Fachvorträgen, Workshops und einer begleitenden Fachschau. Dabei standen sowohl technische und rechtliche Fragen als auch unternehmerische Herausforderungen im Mittelpunkt. Das Ziel: Wissen vermitteln, neue Perspektiven eröffnen und den Austausch innerhalb der Branche stärken.
Von neuen Märkten bis zur intelligenten Fertigung
Das Programm griff zahlreiche Themen auf, die Metallhandwerksbetriebe aktuell beschäftigen. Wie können Unternehmen neue Geschäftsfelder erschließen? Welche Rolle spielen Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Automatisierung für die betriebliche Praxis? Und welche Anforderungen kommen auf Betriebe durch neue Regelwerke und rechtliche Entwicklungen zu?
Die Vorträge beleuchteten unter anderem die Chancen eines Einstiegs in die Verteidigungswirtschaft, den digitalen Produktpass und den Einsatz moderner CAD-Systeme. Weitere Beiträge widmeten sich dem Umgang mit Nachhaltigkeitsanforderungen, der Fachkräftesicherung und der Mitarbeitergesundheit. Auch technische Fragen kamen nicht zu kurz: von der neuen Schweißerprüfung nach ISO 9606 über die europäische Maschinenverordnung bis hin zu Schadensfällen, bei denen die Ursache nicht immer dort liegt, wo man sie zunächst vermutet.
Die Bandbreite machte deutlich, wie vielfältig die Aufgaben im Metallhandwerk sind. Neben handwerklichem Können und technischer Kompetenz sind zunehmend auch strategische Entscheidungen, effiziente Prozesse und qualifizierte Mitarbeiter gefragt.
Metall Talk: Austausch auf Augenhöhe
Nicht nur zuhören, sondern selbst mitreden – das war die Idee hinter dem neuen Format Metall Talk. An thematisch ausgerichteten Tischen kamen Teilnehmer und Aussteller miteinander ins Gespräch. Statt langer Vorträge standen hier Fragen aus dem Betriebsalltag, unterschiedliche Erfahrungen und konkrete Lösungsansätze im Mittelpunkt.

Das Format wurde von den Teilnehmern intensiv genutzt. Die Gespräche boten Gelegenheit, Perspektiven zu vergleichen, eigene Erfahrungen einzubringen und Kontakte über den unmittelbaren Gesprächskreis hinaus zu knüpfen. Gerade weil viele Herausforderungen in den Betrieben ähnlich sind, kann der Blick auf die Erfahrungen anderer wertvolle Impulse liefern.
Der Metall Talk ergänzte damit das klassische Vortragsprogramm um eine andere Form des Wissenstransfers: direkt, praxisnah und auf Augenhöhe. Die positive Resonanz zeigte, wie groß der Bedarf an Gelegenheiten ist, bei denen sich die Branche nicht nur informiert, sondern aktiv miteinander austauscht.
Schweißen mit Cobots: Automatisierung zum Ausprobieren
Einen besonders praxisorientierten Zugang zu einem Zukunftsthema bot der Workshop „Smarte Automatisierung für jeden Betrieb – Effizienter arbeiten mit Cobots“. Unter Anleitung von Jürgen Bunghard, Vertriebsspezialist für Cobot-Schweißlösungen bei Lorch Schweißtechnik, erhielten die Teilnehmer Einblicke in die Programmierung eines Schweiß-Cobots.
Am Beispiel des Lorch-Systems zeigte der Workshop, wie sich einfache Schweißaufgaben ohne klassische Programmierkenntnisse anlegen lassen. Die Teilnehmer konnten nachvollziehen, wie intuitiv die Bedienung gestaltet ist und welche Möglichkeiten kollaborierende Robotersysteme für die Fertigung eröffnen.

Damit blieb Automatisierung nicht abstrakt, sondern wurde konkret erfahrbar. Gerade für kleinere und mittlere Betriebe ist es entscheidend, neue Technologien realistisch einschätzen zu können: Wo liegen die Einsatzmöglichkeiten? Welche Aufgaben lassen sich automatisieren? Und wie können solche Systeme die Mitarbeiter im Arbeitsalltag unterstützen? Der gut angenommene Workshop lieferte dazu praktische Einblicke.
Fachschau als Treffpunkt für die Praxis
Auch die begleitende Fachschau gehörte zum Kongresskonzept. Hier konnten sich die Teilnehmer über Produkte, Dienstleistungen und technische Lösungen informieren und direkt mit den Anbietern ins Gespräch kommen. Die Kombination aus Vorträgen, Fachschau und persönlichen Begegnungen schuf kurze Wege zwischen neuen Ideen und konkreten Anwendungen im Betrieb.
Denn viele Fragen lassen sich am besten im direkten Gespräch klären – ob es um neue Werkzeuge, digitale Lösungen, Fertigungstechnik oder die Zusammenarbeit mit Zulieferern geht. Die Pausen wurden so ebenfalls zu einem wichtigen Bestandteil des Kongresses.
Ein Galaabend, der das Können des Handwerks sichtbar machte
Der emotionale Höhepunkt des Metallkongresses war die festliche Abendveranstaltung am Freitag. In feierlichem Rahmen wurden die Gewinner des Deutschen Metallbaupreises und des Feinwerkmechanikpreises 2026 ausgezeichnet. Sieben Preisträger durften die begehrten Trophäen entgegennehmen – sechs Gewinner des Deutschen Metallbaupreises und ein Gewinner des Feinwerkmechanikpreises.
Die ausgezeichneten Projekte zeigten eindrucksvoll, wie viel Können, Kreativität und technische Präzision im Metallhandwerk stecken. Ob energieaktive Fassade, außergewöhnliche Treppenkonstruktion, kunstvoll gestalteter Klangbaum, individuelles Entrée, denkmalgerechter Brunnenpavillon, innovative Fuß- und Radwegbrücke oder eine ausgeklügelte Vakuum-Spannvorrichtung: Hinter jedem Projekt stehen Menschen, die Herausforderungen angenommen und mit ihrem Fachwissen überzeugende Lösungen geschaffen haben.
Die Preisverleihung machte diese Leistungen sichtbar. Stolz, Freude und bewegende Momente auf der Bühne zeigten, welche Bedeutung die Anerkennung für die ausgezeichneten Betriebe hat. Zugleich waren die prämierten Projekte Best-Practice-Beispiele für die gesamte Branche. Sie stehen für die Vielfalt des Metallhandwerks und dafür, was entsteht, wenn handwerkliche Erfahrung, innovative Ideen und der Wille zur Qualität zusammenkommen.

Der Abend war damit weit mehr als eine Preisverleihung. Er gab dem Metallhandwerk eine Bühne – und einen Anlass, die eigenen Leistungen selbstbewusst zu feiern. Denn herausragende Arbeit verdient Aufmerksamkeit, Anerkennung und Wertschätzung.
Impulse, die über Würzburg hinauswirken
Der Metallkongress 2026 verband fachliche Information mit praktischem Ausprobieren, persönlichen Begegnungen und der Würdigung herausragender handwerklicher Leistungen. Die Resonanz auf die neuen Formate Metall Talk und Cobot-Workshop zeigte, wie wichtig Angebote sind, die Wissen nicht nur vermitteln, sondern erlebbar machen und den Dialog fördern.
Knapp 300 Teilnehmer machten die Veranstaltung zu einem Treffpunkt für die Branche. Sie nahmen neue Ideen mit, teilten Erfahrungen und knüpften Kontakte. Und sie erlebten einen Abend, der eindrucksvoll vor Augen führte, wie viel Leistungsfähigkeit und Innovationskraft im Metallhandwerk steckt. Der Kongress in Würzburg zeigte: Das Metallhandwerk steht vor anspruchsvollen Aufgaben – und es hat gute Gründe, mit Kompetenz, Kreativität und Selbstbewusstsein in die Zukunft zu blicken.
Metallkongress 2026
Sponsoren und Partner

Die ISD Group legt mit ihrem branchenweit führenden 3D-CAD-System HiCAD einen besonderen Fokus auf den Stahl- und Metallbau und die Blechkonstruktion. Mit der leistungsstarken HiCAD-Lösung bietet das Unternehmen aus Deutschland modulare 3D-CAD-Funktionalität für Planung, Konstruktion und Fertigung – ideal für einfache Treppenkonstruktionen bis hin zu anspruchsvollen Stahl- und Metallbauprojekten. HiCAD integriert 2D/3D-CAD, Branchenwissen und effiziente Workflows in einem System und unterstützt Metallhandwerksbetriebe dabei, Projekte präzise und zukunftssicher umzusetzen.

Lorch ist der Premium-Anbieter für voll digitalisierte Lichtbogenschweißtechnik „Made in Germany“. Mit visionären Ideen und innovativer Technologie und Services eröffnen wir unseren Kunden die neue Welt des Schweißens: smart, beherrschbar, sauber, ressourcenschonend und wirtschaftlich. Unsere Schweißlösungen reichen dabei von Highend-Industrieanlagen bis hin zu mobilen Lösungen. Sie eröffnen anspruchsvollen Anwendern den perfekten Einstieg in die Digitalisierung und Robotik. Für unsere Kunden sind wir der Erfolgspartner in der Lichtbogenschweißtechnik und begeistern in mehr als 60 Ländern mit Qualitätsanlagen aus einer der modernsten Schweißanlagenfertigungen der Welt. Smart welding – smart ist, wenn es Zukunft hat.