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Das Museum legt den Fokus auf die besondere Verbindung zwischen der Geschichte des Unternehmens Mazak und der Entwicklung der Werkzeugmaschinentechnik.

Feinwerktechnik 2020-04-17T00:00:00Z Nachrichten aus der Branche - April 2020

Mazak eröffnet ein neues Museum für Werkzeugmaschinen, Iscar ist dem VDWF beigetreten, Verband kommt mit Online-Seminar ins Haus, Taiwans Werkzeugmaschinen-Industrie trotzt der Corona-Epidemie und ein neuer Präsident wurde gewählt.

Neues Werkzeugmaschinenmuseum eröffnet

Mit der Eröffnung des Yamazaki Mazak Museum of Machine Tools in der japanischen Stadt Minokamo möchte die Yamazaki Mazak Corporation der weitreichenden Bedeutung Rechnung tragen, die Werkzeugmaschinen für das Leben jedes Einzelnen von uns haben.

Das Ende 2019 anlässlich des hundertjährigen Firmenbestehens der Öffentlichkeit zugänglich gemachte Museum legt den Fokus auf die besondere Verbindung zwischen der Geschichte des Unternehmens Mazak und der Entwicklung der Werkzeugmaschinentechnik.

Es nimmt die Besucher mit auf eine Reise von den Werkzeugen und Gerätschaften des 18. Jahrhunderts bis zum heutigen Zeitalter der Konnektivität und Automatisierung. Unter anderem bekommen sie eine automatische Fertigungsstraße zu sehen, in der zur Herstellung von Maschinenteilen innovative IoT-Technik in den Fertigungsprozessen zum Einsatz kommt. Hiermit soll den Besuchern vor Augen geführt werden, welche riesigen technischen Fortschritte über die Zeit erzielt wurden. Gleichzeitig soll das Museum aber auch als Inspiration für die Ingenieure und industriellen Entscheidungsträger künftiger Generationen dienen.

Beim Museumsbau selbst stand der Nachhaltigkeitsgedanke im Vordergrund. Er wurde elf Meter unter der Erde in einer renovierten Montagehalle für Mazak-Laserschneidmaschinen errichtet und nutzt Erdwärme zur Regelung auf eine gleichmäßige Innentemperatur.

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Günter Szerencses, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Vertrieb Deutschland der Iscar Germany, ist der Vertreter der Firma beim VDWF.

Iscar tritt dem VDWF bei

Der Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer (VDWF) bündelt und vertritt seit 1992 die Interessen seiner Mitgliedsunternehmen. Kürzlich ist der Werkzeugspezialist Iscar dem VDWF beigetreten.

„Für uns war eine Mitgliedschaft beim VDWF der natürliche nächste Schritt in unserer Entwicklung im Werkzeug- und Formenbau“, erklärt Günter Szerencses, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Vertrieb Deutschland der Iscar Germany. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren große Erfahrung am Markt gesammelt und das Werkzeugportfolio für diese Branche stark erweitert.

Kürzlich trat Iscar dem VDWF bei und wird den Verband bei seinen Kernaufgaben unterstützen, etwa bei der Nachwuchsförderung, der Aus- und Weiterbildung seiner Mitglieder, beim Marketing, der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie bei gemeinsamen Messeauftritten. Dazu kommt die Mitarbeit bei segmentspezifischen Fachveranstaltungen, Schulungen, Seminaren, Arbeitskreisen und Workshops sowie bei Netzwerkterminen.

„Von einer Mitgliedschaft beim VDWF versprechen wir uns einen gebündelten Zugang zu den Unternehmen in dieser speziellen Branche“, führt Szerencses weiter aus. „Wir sind überzeugt davon, dass wir für die Werkzeug- und Formenbauer ein starker Technologiepartner sein können. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit und sind stolz darauf, den VDWF bei seiner Arbeit unterstützen zu können.“

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Tomek Kawala von Tebis Consulting sprach in seinem Vortrag über Standardisierung im Werkzeug- und Formenbau.

Verband kommt mit Online-Seminar ins Haus

Auch in Zeiten von Corona soll der Wissensdurst der Werkzeugmacher gestillt werden. Deshalb lädt der VDWF alle Interessierten ein, sich in seinem Online-Seminar „11-Uhr-Loch“ weiterzubilden und Austausch zu betreiben. „Wenn die Akteure der Branche nicht zu den VDWF-Veranstaltungen kommen können, kommt der Verband eben zu ihnen!“, erklärt VDWF-Geschäftsführer Ralf Dürrwächter. „Und das ganz ohne Kosten – alle Interessierten sollen sich in diesen Krisenzeiten eingeladen fühlen.“

Die Anmeldung erfolgt über die Website des VDWF (unter www.vdwf.de/bildung/seminare) – auch Nicht-Verbandsmitglieder sind herzlich willkommen. Im Internet ist außerdem das ständig aktualisierte Programm einsehbar, bevorstehende Webinare werden ebenfalls über den VDWF-Newsletter angekündigt.

Die „11-Uhr-Loch“-Webinare haben bereits am Montag, den 24. März 2020 begonnen und laufen bis auf weiteres jeden Werktag um 11 Uhr. In der ersten Woche fanden zum Beispiel die Webinare „Erfolg am Telefon“ von VDWF-Geschäftsführer Ralf Dürrwächter sowie „Standardisierung im Werkzeugbau“ (Tomek Kawala, Tebis Consulting) statt.

„Die Beiträge der Experten zeichnen sich allesamt durch ihre hohe Qualität aus, sodass sich die Teilnehmerzahl in der Regel bei knapp hundert eingependelt hat“, berichtet Ralf Dürrwächter. Wichtig sei auch das Vorher und Nachher: „Wenn wir dreißig Minuten vor Beginn des Online-Vortrags das Meeting freischalten, findet unter den sich nach und nach anmeldenden Usern schon ein reger Austausch statt, etwa über den Umgang mit Corona im Unternehmen oder über die Verwendung der passenden Videokonferenz-Software. Am Ende folgt dann auch die Diskussion zum Vortrag – Fragen sind hier immer willkommen. Außerdem gibt es einen kurzen Ausblick auf den nächsten Tag. Und zu guter Letzt verabreden sich manche für Gespräche in kleinerer Runde.“ Der VDWF möchte mit diesem Format nicht nur die Not zur Tugend machen, sondern auch die Chance nutzen, mit digitalen Werkzeugen den Zusammenhalt der Branche zu stärken.

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Das Spannungswellengetriebe ist ein zentrales Teil in Robotern.

Taiwans Werkzeugmaschinen-Industrie trotzt der Corona-Epidemie

Taiwans Werkzeugmaschinen-Industrie bleibt erfolgreich. Laut der vorläufigen Zollhandelsstatistik belief sich der Export des Landes 2019 auf 3,064 Milliarden US-Dollar, wovon etwa 2,538 Milliarden US-Dollar auf spanende Werkzeugmaschinen und 52,6 Millionen US-Dollar auf metallverformende Werkzeugmaschinen entfielen. Damit behauptet Taiwan seinen Platz als der weltweit fünfgrößte Exporteur von Werkzeugmaschinen. Daran wird auch die Corona-Epidemie nichts ändern. Vielmehr wird sie die Automatisierung und intelligente Fertigungsprozesse noch beschleunigen, wo Taiwans Werkzeugmaschinenindustrie sehr gut aufgestellt ist.

Die Werkzeugmaschinen-Industrie Taiwans ist hauptsächlich im Umkreis von sechzig Kilometern um die Stadt Taichung angesiedelt. Von der Produktion von Komponenten und Teilen bis zur Montage von ganzen Maschinen hat sich in Zentral-Taiwan die gesamte Wertschöpfungskette angesiedelt. Damit ist die Region ein weltweit einzigartiges Zentrum für Werkzeugmaschinen und die Komponentenindustrie. Auch die Komponenten sind dank kontinuierlicher Qualitätsverbesserungen und wettbewerbsfähiger Preise für Werkzeugmaschinen-Hersteller in anderen Ländern unverzichtbar geworden. Dazu gehören unter anderem Kugelumlaufspindeln und Linearschienen. Taiwan ist mittlerweile der zweitgrößte Lieferant für Kugelumlaufspindeln.

Ein zentrales Teil vieler Antriebe, etwa in Robotern, ist das Harmonic-Drive, auch Spannungswellengetriebe genannt. Hiwin Technology, der Gewinner des Taiwan Excellence Gold Award 2020, gehört zu den wenigen Unternehmen weltweit, das solche Getriebe mit stabiler Wiederholbarkeit und Positionierung über 7.000 Stunden in großen Stückzahlen produzieren kann. Darüber hinaus stellt das Unternehmen weitere Schlüsselkomponenten für Roboter wie Servomotoren und Kreuzrollenlager komplett selbst her, was zu einer erheblichen Kostensenkung bei Industrierobotern beiträgt.

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Der International Federation of Robotics (IFR) hat Milton Guerry von Schunk USA zum neuen Präsidenten gewählt.

Neuer Präsident gewählt

Der Vorstand der International Federation of Robotics (IFR) hat Milton Guerry von Schunk USA zum neuen Präsidenten gewählt. Klaus König von Kuka Robotics ist neuer IFR-Vizepräsident.

„Ich fühle mich sehr geehrt, das Amt des IFR-Präsidenten zu übernehmen und freue mich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Klaus König und unseren IFR-Mitgliedern“, sagt Milton Guerry. Im Dezember 2019 war er bereits zum IFR-Vizepräsidenten gewählt worden. Milton Guerry folgt auf Steven Wyatt (ABB, Schweiz), der ABB verlässt und damit aus dem Amt ausscheidet.

Milton Guerry dankte Steven Wyatt für seine langjährige erfolgreiche Arbeit im Dienst der International Federation of Robotics: „Steven hat hervorragende Arbeit für die Robotik geleistet. Mit seinem Wirken hat er die gesamte Branche, insbesondere die Vertreter der nationalen Roboterverbände, der Roboterhersteller und Forschungsinstitute sowie der Medien inspiriert. Wir werden seine Mission fortsetzen, das Verständnis der sich stets wandelnden Robotik und Automation weiter zu verbessern.“

Milton Guerry leitet das Team von Schunk USA mit Sitz in Morrisville, North Carolina. Er kam im Jahr 2000 zu SCHUNK und hatte verschiedene Führungspositionen inne. 2007 übernahm er seine derzeitige Rolle als Geschäftsführer. Milton Guerry ist Mitglied des Vorstands der amerikanischen Robotic Industries Association (RIA). Er begann seine Karriere in der Automobilindustrie in verschiedenen technischen Funktionen.

Klaus König ist Chief Executive Officer (CEO) des Kuka-Geschäftsbereichs Robotics mit Sitz in Augsburg. Er trat im Juli 2017 als Chief Operating Officer (COO) in die Firma Kuka ein. Zuvor hatte er verschiedene Führungspositionen in der deutschen Automobilindustrie inne

zuletzt editiert am 26. April 2021
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