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VDWF-Präsident Prof. Dr. Thomas Seul gratuliert Prof. Dr. Sonja Pongratz zur Preisverleihung. Foto: VDWF

Feinwerktechnik 2017-01-17T00:00:00Z Nachrichten aus der Branche - Februar 2017

Onlinehandel mit Gebrauchtmaschinen boomt, Walter macht die Informationsflut mit der neuen Softwarelösung „my.Walter“ transparenter, Sandvik Coromant wird Premiumpartner von DMG MORI, Wenzel bündelt seine Softwarekompetenzen, Sonja Pongratz erhält Dr.-Richard-Escales-Preis.

Onlinehandel mit Gebrauchtmaschinen boomt

Das Online-Geschäft mit gebrauchten Maschinen floriert weltweit. Der deutsche Marktplatz maschinensucher.de ist zusammen mit seinem internationalen Ableger machineseeker.com die führende europäische Plattform für stationäre Gebrauchtmaschinen. Über 5.300 zahlende Händler inserieren weltweit mehr als 128.000 Maschinen.

„Der eher traditionell geprägte Maschinenhandel ist Online angekommen. Die Händler haben das globale Potenzial des Internets endlich erkannt“, erläutert Gründer und Geschäftsführer Thorsten Muschler. Allein in diesem Jahr wurden auf den Plattformen des Essener Unternehmens gebrauchte Maschinen im Wert von über fünf Milliarden Euro angefragt. Ein Wachstum von 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Speziell im Bereich der Werkzeug- und Metallbearbeitungsmaschinen sowie in den Kategorien Holzbearbeitung und Druck ist der Marktplatz führend.

Walter macht Informationsflut transparenter

Wo Kunden früher oft zu wenig Informationen bekamen, stehen sie heute vor einer Informationsflut, die es schwierig macht, die für sie relevanten Informationen herauszufiltern. Mit der neuen Softwarelösung „my.Walter“ will der Werkzeughersteller Walter dem entgegenwirken. Das individuell konfigurierbare Informationsportal stellt dem Benutzer genau diejenigen Informationen zusammen, die er wünscht. Kunden, Einkäufer, Händler und Anwender sollen so nur Informationen erhalten, die sie wirklich brauchen. Neuerungen, Produktportfolio, Auftragsstatus und andere Themen lassen sich anhand sogenannter „Cards“ zusammenstellen. Diese Cards können, je nach Relevanz, auf dem Desktop angeordnet werden: größer oder kleiner, mit mehr oder weniger Inhalt – und in individuell wählbarer Reihenfolge.

Außerdem steigt Walter beim langjährigen Software-Partner Comara ein. Es entsteht ein neues Unternehmen unter gemeinsamer Führung. Mirko Merlo, Vorstandsvorsitzender der Walter AG: „Dies ist ein wichtiger strategischer Schritt zur Erweiterung unseres digitalen Portfolios und zur Weiterentwicklung unseres Unternehmens in Richtung Industrie 4.0.“ Mit der mehrheitlichen Beteiligung setzt Walter seine Entwicklung vom reinen Werkzeughersteller zum Anbieter umfassender Fertigungslösungen konsequent fort.

Sandvik Coromant wird Premiumpartner von DMG MORI

Sandvik Coromant hat mit dem führenden Werkzeugmaschinenhersteller DMG MORI einen Vertrag geschlossen, wodurch der Weltmarktführer für Werkzeuge und Zerspanungslösungen als einziger Werkzeughersteller DMG MORI Premiumpartner wird. Die Vereinbarung stärkt die Beziehung zwischen beiden Unternehmen weltweit. Fertigungsunternehmen profitieren ab sofort vom gemeinsamen Wissen und der Erfahrung der zwei Marktführer.
Als Premiumpartner wird Sandvik Coromant mit DMG MORI bei Initiativen wie Open House Events, Messeauftritten, technischen Seminaren, Website-Kooperationen sowie dem DMG MORI Journal zusammenarbeiten. Zudem erhalten Anwender von DMG MORI Maschinen Zugriff auf Sandvik Coromant Werkzeuge zum Drehen, Fräsen, Bohren etc. sowie auf Werkzeugsysteme und das umfangreiche Unternehmensangebot an Fachwissen, Industrielösungen und Dienstleistungen.

Wenzel bündelt seine Softwarekompetenzen

Unter dem Dach der Wenzel Group hat der Messtechnikhersteller aus Wiesthal jetzt die Wenzel Software Solutions gegründet. In dem neuen Unternehmen werden alle Softwareaktivitäten der Wenzel Gruppe koordiniert. Die Gründung des neuen Unternehmens reflektiert den steigenden Stellenwert von Softwarelösungen in den Bereichen Koordinaten- und Verzahnungsmesstechnik, Computertomographie, Optischem High Speed Scanning und Styling Solutions. Der Anspruch von Wenzel ist es, die digitale Transformation voranzutreiben und die Rolle seiner Messlösungen in der vernetzten Fertigung weiter auszubauen, um die intelligente Fabrik im Zeitalter von Industrie 4.0 Wirklichkeit werden zu lassen.

Sonja Pongratz erhält Dr.-Richard-Escales-Preis

Kürzlich wurde zum siebten Mal der Dr.-Richard-Escales-Preis verliehen – nun erstmals an eine Frau. Für ihre Verdienste „um die kontinuierliche Vermittlung von Fachwissen zur Beständigkeit von Kunststoffen“, wie es in der Begründung der Jury hieß, erhielt Prof. Dr. Sonja Pongratz den Preis.

Die Chemieingenieurin ist bei Volkswagen in Wolfsburg in leitender Position auf dem Gebiet der Werkstoff-, Emissions- und Schadensanalyse tätig. Ihre Dissertation aus dem Jahr 2000 mit dem Titel „Alterung von Kunststoffen während der Verarbeitung und im Gebrauch“ ist in der Datenbank auf www.kunststoffe.de ein Dauerbrenner. Ihre Promotion hat Pongratz im Jahr 2000 an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg mit Auszeichnung abgeschlossen und für ihre Habilitation 2005 mehrere Auszeichnungen erhalten.

Neu ist auch, dass der Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer an der Seite des Carl Hanser Verlags den Wettbewerb mitträgt.

Informative Dreh- und Spantage Südwest

Die DST, Dreh- und Spantage Südwest in Villingen-Schwenningen, gelten als Treffpunkt für Praktiker und Entscheider in Unternehmen. Der mittelständische ERP/PPS-Anbieter Planat mit Sitz in Stuttgart informiert auf den DST über die Optimierung von Fertigungsprozessen durch die Nutzung eines ERP/PPS-Werkzeugs. Zwischen dem 25. und 27. Januar 2017 stehen die ERP-Experten für eine umfassende Beratung zur Verfügung. Weitere Infos unter www.dstsuedwest.de.

EMO 2017 auf Rekordkurs

Über 1 700 Firmen aus vierzig Ländern mit 152 000 Quadratmetern haben sich zum Ende des offiziellen Anmeldeschlusses zur weltweit wichtigsten Messe der Metallbearbeitung für die Zeit vom 18. bis 23. September 2017 in Hannover angemeldet. Damit liegt der aktuelle Anmeldestand deutlich über dem Vergleichsergebnis der Vorveranstaltung. „Vieles spricht dafür, dass die EMO Hannover 2017 auf eine Rekordbeteiligung hinausläuft“, erklärt EMO-Generalkommissar Carl Martin Welcker.
Unter dem Motto „Connecting systems for intelligent production“ rückt die kommende Weltleitmesse der Metallbearbeitung das Megathema Digitalisierung und Vernetzung im Sinne von Industrie 4.0 in den Fokus.

Deutsche Hersteller überzeugen vietnamesische Abnehmer

Auf großes Interesse trifft die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie in Vietnam. Zum ersten Mal hatte der VDW gemeinsam mit der Deutsch-Vietnamesischen Industrie- und Handelskammer Ende 2016 ein eintägiges Symposium in Ho Chi Minh Stadt organisiert. Zwölf namhafte Unternehmen wie Chiron, DMG Mori, Heller, Hermle, Klingelnberg, Mauser, Open Mind, Peiseler, Siemens, SW Schwäbische Werkzeugmaschinen, Trumpf sowie Zimmer & Kreim stellten ihre Produkte, Lösungen und Dienstleistungen für die moderne Industrieproduktion vor. Rund 100 Kunden aus den relevanten Anwenderbereichen der Metallbearbeitung folgten der Einladung und besuchten das VDW-Symposium im kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum Vietnams.

„Durch seine junge und konsumfreudige Bevölkerung sowie ein jährliches Wirtschaftswachstum zwischen sechs und sieben Prozent gilt Vietnam als asiatischer Zukunftsmarkt. Zudem hat das Land keinen lokalen Maschinenbau. Deshalb setzt Vietnam stark auf Importe und Direktinvestitionen aus dem Ausland“, erklärt Klaus-Peter Kuhnmünch, beim Organisator VDW verantwortlich für die Technologiesymposien.



zuletzt editiert am 26. April 2021
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