Material- und Energiesparen mit Apps, Verzahnungstechnologie zur Komplettierung, Aerospace-Sonderwerkzeug im Schnellverfahren, chinesische Berufsschullehrer weitergebildet, neue Qualifizierung für den Werkzeug- und Formenbauer.
Material- und Energiesparen mit Apps

Der neue Film der VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) „Industrie 4.0 leicht gemacht – Material- und Energiesparen durch Apps“ zeigt, wie Unternehmen vor dem Hintergrund der digitalen Transformation mithilfe von Apps auf Smartphones und Tablets die Ressourceneffizienz in ihren Produktionsabläufen steigern können. Vorgestellt wird eine Eisengießerei und ein Zulieferer der Automobilindustrie.
Apps auf Smartphones und Tablets lassen sich leicht in einen bestehenden Betriebsprozess integrieren und tragen erheblich zu Material- und Energieeinsparung bei. Das demonstriert der neue Film „Industrie 4.0 leicht gemacht – Material- und Energiesparen durch Apps“ des VDI Zentrums Ressourceneffizienz (VDI ZRE). Der Film zeigt die Produktionsabläufe in zwei Unternehmen, die digitalisierte Technologien einsetzen.
„Mit diesen zwei Beispielen zeigen wir, wie klassische KMU mit wenig Aufwand die Digitalisierung nutzen können, um ressourceneffizienter zu produzieren“, so Dr. Martin Vogt, Geschäftsführer des VDI ZRE.
Der Film „Industrie 4.0 leicht gemacht – Material- und Energiesparen durch Apps“ ist auf dem YouTube-Kanal des VDI Zentrums Ressourceneffizienz „Ressource Deutschland TV“ oder im WebVideomagazin abrufbar.
Emag übernimmt Verzahnungstechnologie

Kürzlich hat Emag die komplette Verzahnungstechnologie sowie die dazugehörigen Namensrechte von der Firma Richardon übernommen. Richardon ist führend auf dem Gebiet der Verzahnung von großen Modulen mithilfe der Verfahren Wälzfräsen und Wälzschälen – eine ideale Ergänzung zu bestehenden Technologien der Emag Gruppe.
Mit der Wälzschältechnologielassen sich Bauteile bis Modul fünf mit einem Werkstückdurchmesser von hundert bis 500 Millimeter bearbeiten. „Das Wälzschälen ist eine hochproduktive Alternative für die Verzahnungsproduktion – gerade bei der Bearbeitung von Innenverzahnungen ist es deutlich effektiver als Räumen und Wälzstoßen. Der Prozess ist schneller und die Stückkosten sinken“, erklärt Dr. Achim Feinauer, COO der Emag Gruppe. „Mit der Technologie steigern wir unsere Möglichkeiten, komplette Prozessketten anbieten zu können. Gerade im Bereich der Innenverzahnungen sowie Außenverzahnungen von Wellen erweitert sich unsere Palette an Lösungen entscheidend. Dies wirkt sich in einem noch attraktiveren Angebot für unsere Kunden aus“, erklärt Dr. Achim Feinauer abschließend.
Kurzfristig zum Aerospace-Sonderwerkzeug

Maximal drei Wochen Lieferzeit verspricht der Tübinger Spezialist für Präzisionswerkzeuge Walter jetzt auch für maßgeschneiderte Vollhartmetall-Werkzeuge aus dem Aerospace-Werkzeugprogramm zur Aluminium- und Titanbearbeitung in der Luft- und Raumfahrtindustrie. Mit dem Service „Walter Online Xpress Aerospace“ erhalten Kunden zudem spätestens eine Stunde nach Anfrage alle wichtigen Daten.
Das Programm umfasst momentan vor allem Walter Vollhartmetall-Fräswerkzeuge. Der Fokus liegt auf HPC/HDC (High Performance und High Dynamic Cutting) Anwendungen in der Aluminium- und Titanbearbeitung. Besonders der neue Walter Prototyp HPC TI40 Z5 für das dynamische Fräsen, das Schruppen, das Semischlichten und Schlichtoperationen sticht in den Titananwendungen hervor. Ein ungleicher Spiralwinkel reduziert die Neigung zum Rattern und sorgt für einen weichen Schnitt. Die Z5-Lösung ermöglicht das Vollnuten bis zu 1,5xD. Eine neuartige Beschichtung erhöht die Standzeit gegenüber herkömmlicher ACN-Beschichtung um bis zu hundert Prozent.
Eine regelbasierende Konstruktion reduziert die Fehler in der Werkzeugauslegung, die der Kunde auf Wunsch auch zusammen mit einem Experten von Walter durchführen kann. Mit Online Xpress Aerospace hat der Kunde bereits in weniger als einer Stunde nach Anfrage alle wesentlichen Daten auf dem Tisch. Möglich wird die schnelle Werkzeuglieferung durch auf die Aerospace-Branche zugeschnittene Werkzeugrohlinge. Dank der hohen Versorgungssicherheit kann der Kunde den eigenen Werkzeugbestand geringhalten.
Chinesische Berufsschullehrer

Als Teil der im Jahr 2016 vereinbarten Ausbildungskooperation der LMT Group mit der Stadt Nanjing waren kürzlich sechs Berufsschullehrer in Schwarzenbek zu Gast. In einem zehntägigen Programm vermittelten ihnen erfahrene Ausbilder grundlegende Kenntnisse zu Aufbau und Inhalten einer dualen Ausbildung.
Olaf Müller, CEO der LMT Group, begrüßte die chinesischen Gäste in der LMT Group Academy und betonte dabei, warum ihm die Partnerschaft mit der Stadt Nanjing bei der Ausbildung junger Menschen besonders am Herzen liegt: „Nanjing ist schon heute einer der wichtigsten internationalen Standorte der LMT Group und China einer der bedeutendsten Zukunftsmärkte für unsere beiden Divisionen. Die Kooperation stärkt unsere lokale Verankerung und verändert, wie wir wahrgenommen werden. Daraus erwächst eine völlig neue Art der Kommunikation und Qualität der Beziehungen. Wir sind in Nanjing quasi ein chinesisches Unternehmen mit deutschen Wurzeln. So wie wir in Schwarzenbek, Oberkochen und Lahr ein internationales Unternehmen mit traditionell starker lokaler Bindung sind.“
Das Programm war als „Ausbildung der Ausbilder“ angelegt. Das heißt, die Inhalte sollen unmittelbar in die Ausbildung junger Arbeitskräfte in Nanjing einfließen. Neben tiefen Einblicken in die Berufsausbildung bei der LMT Group in Schwarzenbek waren deshalb unter anderem Besuche des Berufsbildungszentrums Mölln und der Fachhochschule Lübeck geplant. Im Mittelpunkt stehen dabei die Lehrkonzepte und die Formen der Zusammenarbeit mit Unternehmen.
Zwei neuen Studiengängen für den Werkzeug- und Formenbau
Zum Wintersemester 2017/18 startet das siebente Mal der Projektmanager-Studiengang für Werkzeug- und Formenbau an der Hochschule Schmalkalden. Zudem ist der VDWF Träger der beiden neu konzipierten berufsbegleitenden Master-Studiengänge „Informatik und IT-Management“ sowie „Elektrotechnik und Management“.
„Wenn man was bewegen will, muss man sich selbst bewegen“, sagt Ralf Dürrwächter, Geschäftsführer des Verbands Deutscher Werkzeug- und Formenbauer. Für den 42-jährigen Betriebswirt sind die sechs Studiengänge, die der VDWF in Kooperation mit der Hochschule Schmalkalden unterhält, daher mehr als nur eine Zahl, mit der man Marketing betreiben könnte. Vielmehr geht es dem VDWF darum, Menschen für kommende Aufgaben zu qualifizieren. „Über hundert Studentinnen und Studenten absolvierten bereits erfolgreich die Ausbildung ‚Projektmanager/-in für Werkzeug- und Formenbau‘“, erklärt Dürrwächter stolz. Und mit dem neuen zweisemestrigen Weiterbildungs-Studiengang „Anwendungstechniker/-in (FH) für Additive Verfahren/Rapid-Technologien“ ist dem VDWF zum laufenden Sommersemester ebenfalls ein „idealer Start“ geglückt. „Wir mussten die Studienplätze auf elf aufstocken und konnten dennoch leider nicht alle Bewerbungen berücksichtigen“, erklärt Dürrwächter.
Trotz seines erfolgreichen Studienangebots, zu dem auch die „Angewandte Kunststofftechnik“ und „Maschinenbau und Management“ gehören, erweitert der VDWF sein Engagement: Zum Wintersemester 2017/18 werden mit dem Verband als Träger und mit der Dualen Hochschule Gera-Eisenach (DHGE) als Kooperationspartner die berufsbegleitenden Master-Studiengänge „Elektrotechnik und Management“ sowie „Informatik und IT-Management“ in Schmalkalden angeboten.