Strukturbauteile
Strukturbauteile für Cockpits und Fronten waren auf der Messe beim Aussteller Elring Klinger zu sehen. Foto: Messe Stuttgart

Feinwerktechnik 2017-06-22T00:00:00Z Nachrichten aus der Branche - Juni 2017

Erfolgreiche Moulding Expo abgeschlossen, strategische Partnerschaft im Drückmaschinenbau besiegelt, Umweltmanagement-Zertifikat übergeben und Lösungen zum Schruppaufbohren präsentiert.

Moulding Expo mit erfolgreicher Neuauflage


Strukturbauteile
Strukturbauteile für Cockpits und Fronten waren auf der Messe beim Aussteller Elring Klinger zu sehen. Foto: Messe Stuttgart

Auch die zweite Auflage der internationalen Fachmesse für den Werkzeug-, Modell- und Formenbau auf dem Stuttgarter Messegelände überzeugte Ende Mai/Anfang Juni über 760 Aussteller und rund 15.000 Besucher aus Deutschland, Europa und vielen anderen Ländern der Welt.
„Ich habe noch keine Messe erlebt, die sich so rasch und auf solch hohem Niveau bei den Ausstellern etabliert hat. Ich hatte den Eindruck, dass die Besucher das Programmangebot regelrecht aufsaugen wollten. Wir haben dem Werkzeug-, Modell- und Formenbau ein Zuhause gegeben“, freut sich der Geschäftsführer der Messe Stuttgart, Ulrich Kromer von Baerle.
Die Aussteller der Moulding Expo 2017 lobten besonders die Qualität und die ungewöhnlich lange Dauer der geführten Gespräche - nicht selten über eine Stunde. Ein weiterer Pluspunkt: die Internationalität. Insgesamt kamen die Besucher aus 52 Ländern. Der Auslandsanteil ist dabei im Vergleich zur Erstauflage von elf auf 15 Prozent gestiegen.
Die rund 15.000 Fachbesucher vertraten alle bedeutenden Branchenzweige: die Automobil- und Automobilzuliefererindustrie (42 Prozent), den Werkzeug- und Formenbau (28 Prozent), den Maschinen- und Anlagenbau (23 Prozent), die Kunststoffbe- und -verarbeitende Industrie und Erzeugung (16 Prozent), den Modell- und Prototypenbau (elf Prozent) und darüber hinaus verschiedene Anwenderbranchen.


Strategische Partnerschaft besiegelt


Premo-1200-Gemini
Höchste Präzision und Flexibilität sind wesentliche Kennzeichen der Neuentwicklung Premo 1200 Gemini von Abacus. Die patentierte Schwenkachse und die Bearbeitung auf 16 Achsen sorgen für die Genauigkeit und Oberflächenqualität. Foto: Abacus Maschinenbau

Die Abacus Maschinenbau und WF Maschinenbau haben kürzlich ihre Kooperation im globalen Vertrieb und bei der Entwicklung von Drückmaschinen besiegelt. Die beiden Kooperationspartner gehören – mit unterschiedlichen Schwerpunkten – jeweils zu den Innovationsführern auf dem Gebiet der Drücktechnologie. Sie verfolgen mit dieser langfristig angelegten strategischen Zusammenarbeit das gemeinsame Ziel, ihre Marktposition kontinuierlich auszubauen.
Um Synergien zu nutzen und auf die Stärken des jeweils anderen Partners aufzubauen, haben WF und Abacus die Kooperation geschlossen. Zukünftig werden Projekte bei Neu- und Altkunden gemeinschaftlich angegangen. Während sich Abacus auf die Maschinen der Premo-Baureihe konzentriert, wird WF die Konstruktion und den Bau von „schweren“ Drückmaschinen für Sonderanwendungen übernehmen. Abgerundet wird dieses Konzept durch den konsequenten Einsatz der innovativen Abacus-Steuerung an allen Drückmaschinen.

Umweltmanagement-Zertifikat übergeben


Katrin Hummel
Katrin Hummel, Geschäftsführerin bei Hahn+Kolb, präsentiert stolz das Zertifikat für erfolgreiches Umweltmanagement. Foto: Hahn+Kolb

Hahn+Kolb wurde gemäß DIN EN ISO 14001:2015 zertifiziert. Damit bestätigt der TÜV dem Werkzeug-Dienstleister und Systemlieferanten ein effizientes Umweltmanagement und die Bestrebungen des Unternehmens, die eigene Leistung hinsichtlich Ressourcenverbrauch und Umweltbewusstsein kontinuierlich zu verbessern.
Für die erfolgreiche Zertifizierung nach DIN EN ISO 14001:2015 hat Hahn+Kolb die Themenbereiche Qualität, Umweltschutz, Arbeitsschutz, Sicherheit und Energie effektiv in ein integriertes Managementsystem zusammengefasst. So nutzt der Werkzeug-Dienstleister und Systemlieferant Synergien, um die eigenen Prozesse kontinuierlich unter Qualitäts- und Umweltaspekten zu verbessern. Der Dienstleister konzentriert sich dabei auf Themen wie die Reduktion von Emissionen und möglichst geringen Ressourcenverbrauch, die Weiterentwicklung des Umweltbewusstseins der Mitarbeiter, die Förderung der Biodiversität am Standort und natürlich die Einhaltung von Umweltgesetzen und Vorschriften. In verschiedenen Nachhaltigkeits- und Umweltprojekten setzt das Unternehmen diese Vorhaben um.




Herausforderungen beim Schruppaufbohren meistern


Sandvik Coromants Coro-Bore Schruppaufbohrwerkzeuge
Sandvik Coromants Coro-Bore Schruppaufbohrwerkzeuge der neuesten Generation minimieren Vibrationen und optimieren die Bearbeitungssicherheit. Foto: Sandvik Coromant

Sandvik Coromant hat jetzt die neueste Generation seiner Coro-Bore Schruppaufbohrwerkzeuge einschließlich innovativer Silent Tools Lösungen präsentiert. Die neuen Werkzeuge wurden konzipiert, um die für das Schruppaufbohren typischen Herausforderungen wie Vibrationen, Spanbruch und Prozesssicherheit zu bewältigen und gleichzeitig eine Spitzenproduktivität zu gewährleisten.
Die hinsichtlich einer hohen Zuverlässigkeit und Prozesssicherheit konstruierten Coro-Bore Werkzeuge bieten Fertigungsunternehmen eine interessante Lösung für die Schruppaufbohrbearbeitung. In Kombination mit den modularen Systemen Coromant Capto und Coromant EH ermöglichen sie eine sehr flexible Produktion; hierdurch können die Werkzeuginvestitionen und der Werkzeugbestand deutlich reduziert werden. Jede Werkzeuglösung ist einzeln oder als kompletter Montagesatz erhältlich.
Die neuen Schruppaufbohrwerkzeuge bieten sehr gute Leistungen bei der Zerspanung von ISO P (Stahl), ISO M (Rostfreier Stahl), ISO K (Gusseisen), ISO N (NE-Werkstoffe), ISO S (Hitzebeständige Superlegierungen und Titan) und ISO H (Gehärteter Stahl) Werkstoffen. Als Ergänzung zu den leistungsfähigen Werkzeugen ist ein für Schruppaufbohrprozesse geeignetes Wendeschneidplatten-Sortiment verfügbar; die vierschneidigen Coro-Bore 111 Wendeschneidplatten erleichtern die Sortenauswahl und verfügen über sehr gute Spanbildungsqualitäten; zusätzlich punkten sie mit einer erhöhten Standzeit.



zuletzt editiert am 26. April 2021
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