GS-Zeichen
Das GS-Zeichen, das unter anderem die Praktikant GSD auszeichnet, steht für höchstmögliche, von unabhängiger Stelle geprüfte und bestätigte Sicherheitsstandards. Foto: Weiler

Feinwerktechnik 2017-03-23T00:00:00Z Nachrichten aus der Branche - März 2017

Moulding Expo Messe wächst mit Qualität, DMG Mori stärkt seine Zukunftstechnologien, Wenzel bietet hundertprozentige Herstellergarantie, Geprüfte Sicherheit für Drehmaschinen.

Geprüfte Sicherheit für Drehmaschinen

Fünf verschiedene Modelle konventioneller Präzisions-Drehmaschinen von Weiler sind jetzt mit dem GS-Zeichen für „Geprüfte Sicherheit“ zertifiziert. Neben der im vergangenen Frühjahr ausgezeichneten Praktikant GSD dürfen nun die Primus VCD, die Praktikant VCD, die Praktikant VCplus und die Condor VCplus die Plakette tragen. Damit bestätigt die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) als Prüfinstitut die hohen Sicherheitsstandards der Präzisions-Drehmaschinen. Das GS-Zeichen ist bundesweit das einzig gesetzlich verankerte Sicherheitszertifikat und steht für eine sehr strenge Produktkontrolle.
Mit dem GS-Zeichen zertifizierte Maschinen sind vor allem für Lehrwerkstätten, Schulen und andere Aus- und Weiterbildungseinrichtungen interessant. Denn wenn eine Maschine nicht hinreichend sicher ist und es zum Unfall kommt, können auf die Verantwortlichen in der Ausbildungsstätte Regressansprüche wegen grober Fahrlässigkeit zukommen. Hiervor schützen die hohen Sicherheitsstandards, die das GS-Zertifikat bestätigt. Sach- und Personenschäden durch unerfahrene oder unkonzentrierte Nutzer werden so weitestgehend vermieden.
Zahlreiche Merkmale tragen zur großen Sicherheit der Präzisions-Drehmaschinen bei: Alle elektronischen Bauteile sind mit einer durchgängig zweikanaligen Sicherheitstechnik versehen, ein besonders stabiler, neu entwickelter Futterschutz hält Spannbacken zurück, sollten sich diese bei unkorrekter Befestigung und hoher Krafteinwirkung lösen. Eine automatische Handausrückung, entschärfte Quetschstellen an der Spindelbremse und eine Abdeckung der Leit- und Zugspindel schützen den Bediener zusätzlich.

Moulding Expo Messe wächst mit Qualität

Eine Fachmesse „von der Branche für die Branche“ – diese Idee hat die Messe Stuttgart inzwischen weiterentwickelt. „Vor der ersten Messe stand nur diese Idee. Jetzt sind wir voll im Markt angekommen. Es macht großen Spaß zu sehen, wie die Moulding Expo (vom 30. Mai bis 2. Juni 2017 in Stuttgart) wächst und wie gut sie von den Werkzeug-, Modell- und Formenbauern angenommen wird“, sagt der verantwortliche Projektleiter Florian Niethammer. 2017 befindet sich die Messe Stuttgart auf dem besten Weg, das Premierenergebnis sogar zu toppen. Niethammer: „Aktuell ist bereits mehr Fläche als 2015 belegt und die Ausstellerliste mit derzeit über 550 Firmen kann sich wirklich sehen lassen.“
Im Fokus der Moulding Expo stehen der Werkzeug-, Modell- und Formenbau mit Spritzgieß-, Druckguss-, Gießerei-, Stanz- und Umformwerkzeugen sowie verschiedene Verfahren des Modell- und Prototypenbaus. Komponenten und Zubehör, Werkzeugmaschinen, Bearbeitungswerkzeuge, Messtechnik und Sondermaschinen, Software, Anlagen und Dienstleistungen für den Werkzeug, Modell- und Formenbau runden das Ausstellungsspektrum ab. Die Messe Stuttgart ist Veranstalter der Moulding Expo. Sie wird unterstützt vom Bundesverband Modell- und Formenbau (MF), dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), dem Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer (VDWF), dem Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) sowie dem Weltverband der Werkzeug- und Formenbauer ISTMA.
Die zweite Moulding Expo wird auch deutlich internationaler. Unternehmen aus nahezu allen europäischen Nationen finden sich unter den Ausstellern, dazu Firmen aus den USA, Kanada und dem Rest der Welt.

Zukunftstechnologien gestärkt

Mit einer Mehrheitsbeteiligung von 50,1 Prozent an der Firma Realizer aus Borchen stärkt DMG MORI jetzt seine Zukunftstechnologien im Additive Manufacturing. Mit dem selektiven Laser-Schmelzen bündelt der Konzern die wichtigsten generativen Fertigungsverfahren für metallische Werkstoffe unter einem Dach. Durch die Firma Sauer verfügt DMG MORI bereits über umfassendes Know-how im Bereich des Laserauftragsschweißens mit der Pulverdüse (Laser Metal Deposition). Mit der Einbindung der Realizer-Produkte erschließt man sich den Zugang zum „Selective Laser Melting“ (SLM). Hierbei wird das pulverförmige Material Schicht für Schicht aufgetragen und per Laser geschmolzen. „Dies ist eine ideale Ergänzung unserer Hightech-Maschinen im Bereich der Advanced Technologies. Das selektive Laser-Schmelzen im Pulverbett ermöglicht unseren Kunden komplett neue Anwendungsgebiete“, sagt Christian Thönes, Vorstandsvorsitzender der DMG MORI.
Mit der Gründung des Startup Istos baut der Konzern außerdem seine Digitalisierungskompetenz aus. Das neue Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf entwickelt für DMG MORI und interessierte Partner Projekte für die digitale Produktion. Ziel ist es, durch vollständig vernetzte Produktionsprozesse die Kunden sowie Firmen außerhalb der Werkzeugmaschinenindustrie beim digitalen Wandel zu begleiten. Für die Kunden ist Istos das Bindeglied für eine offene, maschinenübergreifende Vernetzung zur ganzheitlichen digitalen Fabrik.
Der Konzern hat das Geschäftsjahr 2016 übrigens insgesamt erfolgreich abgeschlossen. Mit 2.369,9 Millionen Euro erreichte der Auftragseingang einen neuen Rekordwert (Vorjahr: 2.282,8 Millionen Euro).

Full Service 4.0 im Angebot

Mit dem Wenzel Full Service 4.0 bietet die Wenzel Group als Hersteller von Messmaschinen ab sofort ein interessantes rundum-sorglos Paket. Mit Abschluss des Full Service Vertrages sichern sich die Kunden eine hundertprozentige Herstellergarantie. Auf Basis einer festen vierteljährlichen Rate sind alle notwendigen Services und Komponenten für die vollständige Einsatzbereitschaft der Messmaschine abgedeckt.
Das Leistungsversprechen enthält alle Dienstleistungen, wie vorbeugende Wartungen, Kalibrierungen und Reparaturen. Die Full Service Herstellergarantie umfasst original Ersatz- und Verschleißteile, den Controller, den Mess-Computer, das Bedienpult sowie das Messsystem. Lediglich Taster sind davon ausgenommen. Außerdem ist die Installation des jeweils aktuellsten Releases der Messsoftware Metrosoft Quartis sowie ein Schulungstag pro Releaseupdate enthalten. Das Full Services Paket hat eine Laufzeit von drei bis sieben Jahren und bietet einen erweiterten Serviceumfang mit garantierter Reaktionszeit, erweiterter Rufbereitschaft und den Wenzel Online Service.




zuletzt editiert am 26. April 2021
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