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Der neue Film des VDI stellt digitalisierte Prozesse in zwei Unternehmen vor. Foto: VDI ZRE

Feinwerktechnik 2017-11-28T00:00:00Z Nachrichten aus der Branche - November 2017

Neuer Film zu Industrie 4.0, Terminfestlegung für die Moulding Expo 2019, Baustart für Roboterfabrik, transparente Werkzeugdaten per App, Entwicklungszentrum für Präzisionswerkzeuge eingeweiht.

Neuer Film zu Industrie 4.0

Wie digitalisierte Entwicklungsprozesse und Produktionsdaten zu mehr Materialeffizienz führen, zeigt der neue und zweite Film des VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) zum Thema Industrie 4.0. Ein Unternehmen, das auf Schaumstoffverarbeitung spezialisiert ist, und ein Produzent von Vakuumgreifern stellen darin ihre digitalisierten Prozesse vor.
Individuelle Kundenwünsche und kleine Losgrößen stellen besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) des produzierenden Gewerbes vor Herausforderungen. Eine flexible Produktion ist erforderlich, um speziellen Kundenanforderungen wirtschaftlich begegnen zu können. Der neue Film „Industrie 4.0 – Material sparen bei Entwicklung und Produktion“ des VDI ZRE beleuchtet hier die Chancen der Digitalisierung anhand zweier Unternehmensbeispiele. Wird die Produktentwicklung und der Produktionsablauf mit Hilfe von Industrie 4.0 optimiert, kann ein erheblicher Teil des Materials eingespart werden.
Der Film „Industrie 4.0 – Material sparen bei Entwicklung und Produktion“ ist auf dem YouTube-Kanal des VDI ZRE Ressource Deutschland TV oder im Web-Videomagazin abrufbar.



Termin der Moulding Expo 2019 steht


Expo
Vom 21. bis zum 24. Mai 2019 präsentieren sich die wichtigsten Vertreter des internationalen Werkzeug-, Modell- und Formenbaus auf der Moulding Expo. Schon jetzt haben rund siebzig Aussteller ihre Teilnahme zugesagt. Foto: Messe Stuttgart

Der Termin für die dritte Auflage der Internationalen Fachmesse des Werkzeug-, Modell- und Formenbaus steht: Vom 21. bis zum 24. Mai 2019 präsentieren sich die wichtigsten Vertreter der Branche auf dem Stuttgarter Messegelände. Aussteller, Vertreter der Partnerverbände BVMF, VDMA, VDW und VDWF, sowie der Messe Stuttgart legten gemeinsam das Zeitfenster im Frühjahr 2019 fest. Gabriele Urhahn, Leiterin Marketing/Kommunikation, GF Machining Solutions, Schorndorf: „Die Moulding Expo 2019 geht mit einem aus unserer Sicht optimalen Termin ins Rennen. Es freut uns, dass es für 2019 gelungen ist, den Termin mit Abstand zu den Pfingstfeiertagen zu platzieren, was in 2017 noch nicht gegeben war.“
Der Termin ermöglicht den Ausstellern und Besuchern der Moulding Expo 2019 neue Anknüpfungspunkte zu einer Branche, die viele Schnittmengen mit dem Werkzeug-, Modell- und Formenbau hat. Parallel zur dritten Auflage der Moulding Expo werden bei der Messe Stuttgart zwischen dem 21. und 23. Mai 2019 die Automotive Shows des britischen Veranstalters UKi Media & Events stattfinden.
Einer erfolgreichen Moulding Expo 2019 steht somit nichts im Wege – schon jetzt haben rund siebzig Aussteller ihre Teilnahme zugesagt. „Der vorteilhafte Termin sowie das Zusammenwirken mit den Automotive Shows werden sich auch positiv auf die Besucherzahlen auswirken“, war sich der Messebeirat einig. Zuletzt hatte die Moulding Expo 2017 an vier Tagen insgesamt 14.000 Besucher aus 52 Ländern.



Neue Roboterfabrik in Europa


Spatenstich Yaskawa
Spatenstich in Slowenien für die erste europäische Roboterfabrik von Yaskawa. Foto: Yaskawa.

Yaskawa verstärkt seine Präsenz in Europa und baut die erste europäische Roboterfabrik in Slowenien. „Damit setzen wir unsere Strategie, einen Premium-Kunden-Service zu bieten, konsequent um“, so Bruno Schnekenburger, President Robotics Division Europe. Neben drei weiteren Bauprojekten in Europa wurde am 2. November in der slowenischen Stadt Kočevje der Spatenstich für dieses zukunftsweisende Projekt gesetzt.
Yaskawa – mit mehr als 380.000 installierten Einheiten einer der weltweit größten Akteure im Bereich Industrieroboter und darüber hinaus ein international führender Anbieter von Antriebs- und Automationstechnik – verfolgt in Europa eine ambitionierte Expansionsstrategie: Ziel ist es, mittelfristig in strategischen Zielmärkten auch in Europa zu den führenden Herstellern von Industrierobotern zu zählen.
Ab 2018 werden die ersten Motoman Roboter von Yaskawa aus rein europäischer Fertigung hergestellt werden. Dafür werden jetzt eine neue Roboterproduktion sowie ein neues europäisches Robotik-Entwicklungszentrum in Slowenien gebaut. Das Werk soll etwa achtzig Prozent des europäischen Bedarfs an Robotern decken. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 25 Millionen Euro. Außerdem sollen hierfür bei Yaskawa etwa zweihundert neue Arbeitsplätze entstehen und weitere bei den europäischen Zulieferern.



App für transparente Werkzeugdaten


App Werkzeugdaten
Das Handling der App wird durch eine neu aufgebaute Bedienoberfläche mit intuitiver Nutzerführung verbessert. Screenshot: Walter

Zuletzt entwickelten die Firma Walter und Comara gemeinsam die Software-Lösung „Walter appCom“ weiter. Ein Tool, das Maschinendaten in Echtzeit erfasst und damit die Basis liefert, um Bauteilbearbeitungen gezielt zu optimieren. Nun stellt Walter die neue „Tool Life App“ vor. Es handelt sich dabei um eine Lösung zur Visualisierung und Analyse von Werkzeugdaten. Diese lässt sich sehr gut in das „appCom“-Paket integrieren. Zudem kann die Browser-basierte Oberfläche universell über das Intranet des jeweiligen Kunden aufgerufen werden. Um die neue App komplett nutzen zu können, benötigt der Nutzer das „appCom“-Paket. Dieses besteht aus einem Industrie-PC sowie der von Comara entwickelten Standard-Software.
Bereits Standardanwendungen in „appCom“ ermöglichen einfache Auswertungen wie: Welches Werkzeug befindet sich gerade auf der Maschine? Welche Programme wurden für die Bearbeitung eingesetzt? usw. Die Analyse-Möglichkeiten der Tool Life App gehen darüber jedoch um einiges hinaus: Sowohl was die Detailtiefe der Auswertung angeht als auch hinsichtlich Leistungsumfang und Nutzerfreundlichkeit.


Neues Entwicklungszentrum für Präzisionswerkzeuge

Schulungszentrum
Neuer Maschinenpark, mondernste Prüftechnik: Das neue XP Center unterstützt das Entwicklerteam bei Tests und Produktentwicklung und dient gleichzeitig als moderes Schulungszentrum. Foto: Dormer Pramet

Kürzlich hat Präzisionswerkzeughersteller Dormer Pramet sein neues Experience Center, kurz XP Center, feierlich eröffnet. Das eigens für diesen Zweck errichtete Gebäude vereint über hundert Jahre Industrie-Knowhow und befindet sich innerhalb des Wendeschneidplattenwerks im Tschechischen Šumperk. Außer für Forschung und die Entwicklung neuer Materialien und Technologien soll es als modernes Schulungszentrum genutzt werden.
Mit dem neuen Entwicklungs- und Trainingszentrum hat der Präzisionswerkzeughersteller eine wichtige Investition in die Zukunft getätigt, um sein breites Produktportfolio an Schneidwerkzeugen noch leistungsfähiger zu machen und weiter auszubauen. Das XP Center verfügt über ein modernes Forschungslabor, das mit neuster Technologie ausgestattet ist, darunter Elektronen-Mikroskope, 3D-Scanner sowie einer Messmaschine zur Prüfung des Materialverschleißes unter konstanter Belastung. Den eigentlichen Kern bildet ein moderner Testraum mit Maschinen- und Messwerkzeugen zur Prüfung der funktionellen Eigenschaften von Produktprototypen. Dabei wird getestet, ob ein Schneidewerkzeug den Erwartungen gerecht wird, bevor es in die Produktion gehen kann. Weitere Maschinen befinden sich in einer Präsentationshalle, sind für spezifische Kundentests reserviert und bilden die Basis für das umfassende Schulungsprogramm, ergänzt durch diverse Konferenzräume.


zuletzt editiert am 26. April 2021
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