Diakoniewerk
Gemeinsam über die Jubiläumsspende der SPS Schiekel freuen sich Albrecht Ludwig, Vorstand des Diakoniewerks Oberlausitz, SPS-Geschäftsführer Dr. Peter Schiekel, Kai und Markus, Bewohner des Katharinenhofs, und ihre Betreuerin Nicole Duschmann (von links). Foto: SPS

Feinwerktechnik 2017-10-19T00:00:00Z Nachrichten aus der Branche - Oktober 2017

Spende für behinderte Menschen, wichtige Fachmesse für Produktionstechnik, additive Fertigung wird Produktionssystem, WF Maschinenbau eröffnet Niederlassung in Nordamerika, Mitarbeit an Richtlinie gewünscht.

Spende für behinderte Menschen


Diakoniewerk
Gemeinsam über die Jubiläumsspende der SPS Schiekel freuen sich Albrecht Ludwig, Vorstand des Diakoniewerks Oberlausitz, SPS-Geschäftsführer Dr. Peter Schiekel, Kai und Markus, Bewohner des Katharinenhofs, und ihre Betreuerin Nicole Duschmann (von links). Foto: SPS

Das Familienunternehmen SPS Schiekel Präzisionssysteme, das im Sommer 1992 von den Brüdern Gert und Dr. Peter Schiekel gegründet wurde, feierte Mitte August auf seinem Betriebsgelände im Gewerbegebiet Dohna bei Dresden sein 25-jähriges Firmenjubiläum. Das SPS-Management bat seine Jubiläumsgäste, auf Präsente zu verzichten und dafür mit einer Spende Menschen mit geistigen und anderen Behinderungen zu helfen, die im Katharinenhof in Großhennersdorf leben. Der Katharinenhof ist eine Einrichtung des Diakoniewerks Oberlausitz und die älteste und größte ihrer Art in Sachsen. Hier werden über 300 behinderte Menschen liebevoll und mit viel Aufwand betreut.
Das Echo auf den Spendenaufruf war stark. Insgesamt kamen 4.680 Euro zusammen. Die Geschäftsführung von SPS legte noch etwas drauf, so dass Firmengründer und Geschäftsführer Dr. Peter Schiekel Anfang Oktober im Katharinenhof eine Jubiläumsspende in Höhe von 5.000 Euro übergeben konnte.



Wichtige Fachmesse für Produktionstechnik

Metav Besucher
Volle Messehallen sind auch zur zwanzigsten Messe für Technologien der Metallbearbeitung (Metav), die vom 20. bis 24. Februar 2018 in Düsseldorf stattfindet, zu erwarten. Foto: Metav/VDM

Die zwanzigste Messe für Technologien der Metallbearbeitung (Metav), die vom 20. bis 24. Februar 2018 in Düsseldorf stattfindet, zeigt in einem organischen Gesamtbild die gesamte Wertschöpfungskette. Im Kernbereich der Metav stehen die klassischen Themen der Metallbearbeitung wie Werkzeugmaschinen, Fertigungssysteme, Präzisionswerkzeuge, automatisierter Materialfluss, Computertechnologie, Industrieelektronik und Zubehör.
Klassische Metallbearbeitung und Innovation sind auf der Messe kein Widerspruch. Es sind neuesten Technologien in den traditionellen Fertigungstechniken ebenso zu sehen wie aktuelle Lösungen zu Industrie 4.0. Mit dem Kernbereich spricht die Metav dabei zahlreiche Anwenderbranchen an, darunter die Automobil- und Zulieferindustrie, den Maschinenbau, Medizintechnik und Flugzeugbau, Elektrotechnik und Elektronik sowie die Eisen-, Blech und Metallverarbeitende Industrie.
Dieses Herz der Messe steht in vielfältiger Verbindung mit den so genannten Areas, die mit dem neuen Konzept 2016 erfolgreich eingeführt wurden. So bildet die Messe die Realität zeitgemäßer industrieller Fertigung komprimiert auf ihrem Gelände ab. Zwei Areas widmen sich Spezialthemen der Produktionstechnik, zwei weitere haben besondere Branchen im Fokus:

  • Quality Area,
  • Additive Manufacturing Area,
  • Moulding Area,
  • Medical Area.


Weitere Infos zur Vorbereitung des Messebesuches finden Sie unter www.metav.de .

Additive Fertigung wird Produktionssystem

Ressourceneffizienz
Volle Messehallen sind auch zur zwanzigsten Messe für Technologien der Metallbearbeitung (Metav), die vom 20. bis 24. Februar 2018 in Düsseldorf stattfindet, zu erwarten. Foto: Metav/VDM

Die WGP (Wissenschaftlichen Gesellschaft für Produktionstechnik) suchte anlässlich der Werkstoff-Woche vom 27. bis 29. September in Dresden in Sachen additiver Fertigung den Schulterschluss mit den Materialwissenschaftlern. „Wir wollen den Austausch mit den Werkstofftechnikern intensivieren, um vollumfängliche Produktionssysteme für additive Fertigung zu entwickeln“, erklärt der WGP-Professor Volker Schulze vom WBK des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Er organisierte auf der Werkstoff-Woche das Symposium „Produktionstechnische Aspekte im Umfeld der additiven Fertigung“ unter Beteiligung von zehn WGP-Professoren. „Denn erst Produktionssysteme, die die gesamte Wertschöpfungskette von der Materialanlieferung und dem eigentlichen Additiv-Prozess bis hin zur Nachbearbeitung und automatischen Qualitätskontrolle abdecken, können der generativen Technologie zum dauerhaften Durchbruch in der Serienfertigung verhelfen. Das aber schaffen wir nur in Kooperation mit anderen Wissenschaftsdisziplinen.“
Additive Manufacturing (AM) ergänzt immer häufiger die Fertigungsverfahren in der Metallbearbeitung. Zwar ersetzen sie heute laut einer VDW-Studie lediglich rund ein Prozent der bestehenden Bearbeitungsverfahren. Doch wird ihnen eine jährliche Zuwachsrate von rund vierzig Prozent zugetraut. Diese rasante Entwicklung des AM wird aber noch viel zu selten aus dem Blickwinkel der bestehenden Produktionssysteme betrachtet, moniert Schulze, der auch Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde (DGM) ist.
Derzeit überwiegen Stand-alone-Maschinen für additive Verfahren, die nicht die Produktivität kompletter Prozessketten erreichen können. Es gebe zwar erste Ansätze vieler verschiedener Anlagenhersteller, aber noch werde das Verfahren nicht als Teil einer Prozesskette betrachtet, so Schulze.
Den Bedarf an kompletten Systemen hat auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) erkannt. Mithilfe einer aktuellen Ausschreibung sollen Fertigung, Vertrieb, Wartung und Prozessüberwachung bis hin zu standardisierten Softwarelösungen für additive Verfahren vorangetrieben werden – unter Berücksichtigung von Design und Ausgangsmaterialien.

Neue Niederlassung in Nordamerika eröffnet

Das Unternehmen WF Maschinenbau aus Sendenhorst hat seine erste Auslandstochter in Schaumburg, IL, USA, gegründet. Mit der neu gegründeten Tochtergesellschaft WF Machinery, die von dem erfahrenen Al Gildemeister in Schaumburg, Illinois, geleitet wird, möchte WF die enormen Potentiale, die die Metalldrück-, Drückwalz-, Profilier- und Einzugstechniken bieten, noch stärker bekanntmachen. „Durch die Eröffnung der WF Machinery in der Nähe des US-Drehkreuzes Chicago ist uns ein großer Schritt zur Entwicklung zukünftiger Märkte in Nordamerika gelungen, da wir auf ein großes, bereits bestehendes Netzwerk zugreifen können“, sagt WF Area Sales Director Martin Thiele.
Auch Sales Director von WF Machinery, Al Gildemeister, ein branchenbekannter Experte für spanlose Metallumformungstechniken und Präsident der International Technologies ist vom Schritt des deutschen Unternehmens überzeugt: „Viele Unternehmen haben kaum eine Vorstellung davon, wie sie im Bereich der schlanken Herstellung ihre Rentabilität durch den Einsatz neuerer Technologien positiv beeinflussen können, da diese weit weniger bekannt sind als ältere, etablierte Methoden zur Herstellung von Metallteilen. Nun können wir sie dabei unterstützen.“ Geplant sind für den neuen Standort ein Ersatzteillager, ein Vorführungs- und Ausbildungscenter sowie ein neues und hilfreiches Dienstleistungsangebot. „Die Bedeutung einer inländischen Verkaufsorganisation mit schnell verfügbaren Servicemitarbeitern und Ersatzteilen darf man nicht unterschätzen. Ein schneller Support vor Ort ist für Kunden äußerst wichtig“, betont Gildemeister.

Mitarbeit an Richtlinie gewünscht

Peter Feuchter, Vorsitzender des VDI-Fachausschusses 104 „CVD Diamantwerkzeuge“, lädt Fachleute und Experten aus der Branche der CVD-Diamantwerkzeughersteller, Diamantbeschichter und Anwender ein, an der Erstellung der Richtlinie „VDI 2841 Blatt 3“ mitzuwirken.
Das Ziel der Richtlinie „VDI 2841 CVD-Diamant-Werkzeuge“ ist es, den Dialog zwischen Diamantbeschichtern, Werkzeugherstellern und Anwendern zu verbessern.
In den beiden bereits veröffentlichten Blättern „VDI 2841 Blatt 1: CVD-Diamant-Werkzeuge-Systematik, Herstellung und Charakterisierung“ (2012) und „VDI 2841 Blatt 2: CVD-Diamant-Werkzeuge – Anwendungsfelder“ (2015) wurde der Technikstand von CVD-Diamantschichten bezüglich Charakterisierung, Herstellung und Anwendung als Werkzeugbeschichtung erarbeitet und dargestellt.
Basierend darauf soll nun in Blatt 3 der Fokus auf den Einsatz in der zerspanenden und fertigenden Industrie gelegt werden. Dabei werden folgende Kernthemen behandelt:

  • Schneidkantengestalt und Mikrogeometrie,
  • Einsatzumfang von CVD-Diamantdünn- und Dickschichtwerkzeugen,
  • Materialbearbeitung von NE-Materialien (zum Beispiel Aluminiumlegierungen), Grafit, Faserverbundmaterialien (zum Beispiel CFK, GFK) und Holz.


Die Richtlinie soll direkte Hilfestellung zur Prozessoptimierung mit beispielhaften Einsatzbedingungen an ausgewählten Materialen geben. Es ist geplant, dass diese Richtlinie mit den aufgeführten Materialen ein sehr breites Spektrum von Werkstoffen abdeckt und damit für sehr unterschiedliche Zweige der zerspanenden und fertigenden Industrie von Nutzen sein kann.
Jeder, der mitarbeitet, kann aktiv zum Inhalt und zur erfolgreichen, anwendungsnahen Umsetzung beitragen. Das Gremium tagt zwei Mal im Jahr, jeweils einen Tag vor dem Industriearbeitskreis „Werkzeugbeschichtungen und Schneidstoffe“. Dieser findet im Frühjahr und Herbst alternierend in Berlin oder Braunschweig statt.
Ihr Ansprechpartner im VDI: Josefa Wolf, VDI-Gesellschaft Produktion und Logistik, Telefon: 0211 6214-262, E-Mail: wolf@vdi.de .

zuletzt editiert am 26. April 2021
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