Zwei neue Internet-Plattformen entwickelt, Film zur Ressourceneffizienz veröffentlicht, neue Messe zur Instandhaltung kreiert, renommierten Karl-Wilhelm- Burgdorf-Preis verliehen, robuste Geschäftsentwicklung verzeichnet, Preis für beste Qualität gewonnen.
All inclusive im Internet bestellen

Roboter- und 3D-Drucklösungen im Internet bestellen wie Handwerker bei MyHammer: Das soll künftig über zwei neue Plattformen möglich sein, die mehrere WGP-Institute gemeinsam auf den Weg gebracht haben. „Die Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktionstechnik wendet sich neben der klassischen Produktionstechnik natürlich auch neuen Entwicklungen zu, um am Puls der Zeit zu bleiben“, erläutert Prof. Berend Denkena, Präsident der WGP und Leiter des Instituts für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) der Leibniz-Universität Hannover. „Industrie 4.0 ist in aller Munde. Dabei denken die meisten an digitalisierte und vernetzte Fertigung. Die Plattformökonomie ist aber ein weiterer wichtiger Aspekt, der unsere Marktstrukturen nachhaltig verändern wird. Deshalb ist sie auch ein Thema für die WGP.“
Die Produktionstechniker haben gemeinsam mit anderen Forschungsinstitutionen die Plattformen ROBOTOP und 3D-Print-Cloud BW entwickelt. Unternehmer sollen künftig bei beiden Plattformen für ihr jeweiliges produktionstechnisches Anliegen passende Angebote nutzen und Experten finden können. Insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sind diese digitalen Gesamtangebote interessant. Denn bislang ist umfangreiches Fachwissen vonnöten, um robotische Applikationen oder auch additive Verfahren innerhalb der Prozesskette zu realisieren.
Schmieden und Tiefziehen im Wandel
Schmieden und Tiefziehen sind Umformtechniken mit großem Material- und Energieaufwand. Der neue Film des VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) zeigt anhand zweier innovativer Praxisbeispiele auf beeindruckende Weise das Einsparpotenzial bei diesen bewährten Technologien.
Die rund 250 Schmieden in Deutschland nutzen in den meisten Fällen Hydraulikhämmer für das Warmumformen von Schmiedeteilen. Der lineare Gesenkschmiedehammer, im Einsatz bei der Firma RUD-Schöttler in Hagen, wird dagegen elektrisch betrieben. Er gilt als eines der präzisesten Schmiedeaggregate der Welt. Spulen und Magnete sind um einen Stahlzylinder angeordnet und ermöglichen eine enorm präzise Dosierung der Energie, die bis zu 25 Prozent Einsparung im Vergleich zu einem hydraulischen Antrieb ermöglicht. Der Hammer lässt sich auf einen fünfhundertstel Millimeter genau steuern und trifft dadurch mit optimaler Kraft auf das Schmiedeteil.
Eine neue Dimension des Umformens wird auch bei der Firma Allgaier-Sachsen realisiert. Dort werden über eine Million Teile pro Jahr für die Autoindustrie produziert. Das zum Patent angemeldete Variotempo-Verfahren ist nicht weniger als eine wesentliche Erweiterung der bisherigen Grenzen der Kaltumformung. Das Verfahren ermöglicht die Herstellung hochkomplexer, mehrteiliger Komponenten als Einzelbauteil. Mit bis zu 2.500 Tonnen Gewicht, können hochfeste Stahlbleche in einem Pressvorgang mit sieben Arbeitsschritten, ohne zusätzliche Wärmeenergie bei Raumtemperatur geformt werden.
Beide im Film präsentierten Beispiele machen deutlich, wie viel Einsparpotenzial für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Bereich der Ressourceneffizienz vorhanden ist. Selbst bei vermeintlich ausgereiften Techniken wie Schmieden und Tiefziehen. Der Film ist auf dem YouTube-Kanal des VDI ZRE zu finden.
Neue Messe zur Instandhaltung

Nachdem im Messekalender eine spürbare Lücke entstanden ist, greift die Messe Stuttgart die Themen Instandhaltung und industrieller Service im süddeutschen Raum wieder mit einem eigenständigen Veranstaltungsformat auf. Die In.Stand ist die neue Messe für Instandhaltung und Servicesund findet vom 23. bis 24. Oktober 2019 in Stuttgart statt.
Auf der In.Stand werden industrielle Dienstleistungen von spezialisierten Serviceunternehmen sowie internen Wartungs- und Instandhaltungsorganisationen abgebildet. Gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Forschung entwickelt die Messe Stuttgart das Veranstaltungsformat der In.Stand, die an zwei Tagen kompakt das gesamte Spektrum von Consulting und Finanzierung, über Integration und Training, bis hin zu Wartung und Rückbau oder Recycling zeigt.
Zu den adressierten Branchen zählen in erster Linie der Maschinen- und Anlagenbau, die Automotive-Branche und die Zulieferindustrie. Generell spricht die In.Stand mit ihren Angeboten alle Branchen von der Metallbearbeitung, über Kunststofferzeugung und Elektrotechnik, bis hin zu Luft- und Raumfahrtechnik an. Serviceleiter, Instandhaltungsingenieure und Fertigungsleiter finden hier passende Angebote für ihre Aufgaben.
Im Rahmenprogramm werden Vorträge zu aktuellen Trends wie Predictive (Smart) Maintenance gehalten und Industrie 4.0 Showcases gezeigt. Guided Tours verschaffen einen kompakten Überblick über das präsentierte Portfolio. Beim In.Stand Networkingabend können Aussteller und Besucher ihre Kontakte pflegen und vertiefen.
Auszeichnung für Qualitätsleiter
Arnim Küper, Leiter Qualität im ZF-Geschäftsfeld Arbeitsmaschinensysteme, ist der Preisträger des Karl-Wilhelm- Burgdorf-Preises 2018. Mit diesem renommierten Preis würdigt die AWT – die Arbeitsgemeinschaft Wärmebehandlung und Werkstofftechnik – die Verdienste von Arnim Küper, wissenschaftliche Erkenntnisse in außergewöhnlicher Weise in die Praxis umgesetzt und der Werkstofftechnik und Wärmebehandlung neue Impulse gegeben zu haben.
In einer Vielzahl von Projekten setzte Dr. Küper neueste, wissenschaftliche Erkenntnisse zur Werkstofftechnik und Wärmebehandlung bei ZF in die Praxis um. Außerdem gab Küper sein Wissen in zahlreichen Schulungen an seine Kollegen weiter.
Zusätzlich zu seiner Tätigkeit bei ZF engagiert sich Dr. Küper nach wie vor im Bereich der Forschung und Lehre. Seit vielen Jahren hält er Seminare an der Technischen Akademie, ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Leibnitz Instituts für Werkstofforientierte Technologien in Bremen und bringt die Forschungsbedarfe der Industrie in von öffentlicher Hand geförderten Projekten ein. Zahlreiche Veröffentlichungen und Vorträge sowie mehrere Patente runden das wissenschaftliche Engagement von Arnim Küper ab.
Der Karl-Wilhelm-Burgdorf-Preis gilt in Fachkreisen als außerordentlich renommiert und ist gewissermaßen die höchste Auszeichnung für Werkstofftechniker in der Wärmebehandlung.
Robuste Entwicklung, stabiler Ausblick

Die Technotrans SE hat das Geschäftsjahr 2018 auf Basis vorläufiger Zahlen erfolgreich abgeschlossen. Beide Berichtssegmente „Technology“ und „Services“ trugen zum Wachstum des Konzernumsatzes bei. Besonders erfreulich entwickelten sich die Wachstumsmärkte mit hohen zweistelligen Zuwachsraten. Trotz einer schwächeren Entwicklung im vierten Quartal und den Auswirkungen bereits berichteter, höherer Aufwendungen liegt der vorläufige operative Gewinn (EBIT) geringfügige 3,6 Prozent unter der Prognose. Angesichts der erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen rechnet der Vorstand im Geschäftsjahr 2019 mit einem Konzernumsatz in einer Bandbreite von 224 bis 232 Millionen Euro und einem EBIT zwischen 17,5 und 19 Millionen Euro.
„2018 war für uns ein herauforderndes Jahr, das wir trotz der äußeren Einflüsse gut gemeistert haben“, sagte Dirk Engel, Sprecher des Vorstandes der Technotrans SE. Der vorläufige Konzernumsatz für das Geschäftsjahr 2018 beträgt 216,3 Millionen Euro und liegt damit in der oberen Hälfte der prognostizierten Bandbreite von 212 bis 220 Millionen Euro. Die Unternehmensgruppe erwartet für den Berichtszeitraum ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von 17,4 Millionen Euro.
Supplier Award für „Beste Qualität“ gewonnen

Die Shuanghuan Company in China beschäftigt mehrere tausend Mitarbeitende. Sie bietet weltweit innovative Lösungen für mechanische Getriebesysteme. Auf den hochpräzisen Rundschleifmaschinen des Schweizer Technologie-Leaders Studer stellt Shuanghuan Company unter anderem Reduktionsgetriebe von Robotern, Fahrzeuggetriebe und Zahnräder für Züge her.
Alle zwei Jahre verleiht die Shuanghuan Company Awards wie „Termintreue“, „Innovation“ oder „Bester Stahlhersteller“. Die Firma Fritz Studer erhält die Auszeichnung für „Beste Qualität“. Die Begründung von Shuanghuan: Studer Produkte zeichnen sich durch hohe Stabilität, geringe Fehlerquote und bemerkenswerte Effizienzsteigerung aus. Insbesondere die Leistung der Lieferung, die Schulung und der technische Support sind ausgezeichnet gut, die Häufigkeit von Störungen während der Arbeitszeit ist extrem gering, was von allen Betriebsebenen von Shuanghuan erkannt wurde.