Übergabe des Fräsen-Demonstrators von Hufschmied Zerspanungssysteme aus dem Projekt „MAI CC4 fastMoVE“ an die Universität Augsburg.
Übergabe des Fräsen-Demonstrators von Hufschmied Zerspanungssysteme aus dem Projekt „MAI CC4 fastMoVE“ an die Universität Augsburg. (Quelle: Universität Augsburg)

Feinwerktechnik

20. April 2022 | Teilen auf:

Nachrichten aus der Branche

(April 2022) Die Hufschmied Zerspanungssysteme haben jetzt einen Fräsen-Demonstrator an die Universität Augsburg übergeben, um spannende Fragen der Plattformökonomie geht es in dem neuen Podcast „Tech Affair“ des VDW, auf der Messe „automatica“ wird unter anderem ein außergewöhnlich breites Angebot an kollaborativen Robotern zu sehen sein, vom 28. bis 29. Juni findet der VDI-Kongress „AUTOMATION“ in Baden-Baden statt und die Firma Schmalz wächst und übernimmt die schwedische Firma Binar Handling.

Gesteigerte Effizienz

Als feierlichen Abschluss einer gemeinsamen Forschungsarbeit übergab die Hufschmied Zerspanungssysteme am 18. März 2022 einen im Rahmen des Projekts „MAI CC4fastMOVE“ entwickelten Fräsen-Demonstrator an die Universität Augsburg. Die mit hochsteifen Achsen aus Carbonfaser-Verbundwerkstoffen und Spezialwerkzeugen für die Hochgeschwindigkeitsbearbeitung umgerüstete Portalfräsmaschine ermöglicht die Bearbeitung von Verbundmaterialien mit deutlich gesteigerter Effizienz und Oberflächengüte. Der Demonstrator steht jetzt im Innovationslabor der Universität Augsburg im Technologiezentrum Augsburg. Die Maschine stellt eine Spende im Wert von mehreren hunderttausend Euro dar.

Im Bild sind die Beteiligten bei der Spendenübergabe zu sehen: Linke Seite von vorne nach hinten: Prof. Dr. Malte Peter, Vizepräsident für die Bereiche Innovation, Transfer und Allianzen der Universität Augsburg, Dr. Michael Higl, Stellvertreter des Landrats, Landkreis Augsburg. Rechte Seite von vorne nach hinten: Prof. Dr. Markus Sause, Lehrstuhl für Mechanical Engineering der Universität Augsburg, Ralph Hufschmied, Geschäftsführer der Hufschmied Zerspanungssysteme, Markus Ferber, Europaabgeordneter, Sven Blanck, Geschäftsführer von MAI Carbon.

Spannende Plattformökonomie

Ist es erst fünf vor zwölf oder sogar schon fünf nach zwölf? Antworten und Einschätzungen hören Sie im neuesten Podcast „Tech Affair – Industry for Future“ des VDW. (Quelle: VDW)

So wie Airbnb, Amazon und Lieferando unser aller Leben umgekrempelt haben, werden sich auch die Wertschöpfungsketten in der Industrie grundlegend ändern. Experten sind sich sicher, dass Plattformen die Wirtschaftsform der Zukunft sind. Noch sind die deutsche Industrie und der Mittelstand das Rückgrat unserer Wirtschaft im Land. Das allerdings könnte sich schnell ändern, wenn das produzierende Gewerbe den großen US-amerikanischen und chinesischen Plattformbetreibern jetzt nichts entgegensetzt, warnen sie im VDW-Podcast „Tech Affair – Industry for Future“.

Es ist nicht die Frage ob, sondern wann die plattformgetriebene Wirtschaft auch den B2B-Bereich drastisch verändern wird. Wenn der Kipppunkt erreicht ist, dann haben Unternehmen, die sich nicht vorbereitet haben, das Nachsehen. Dessen sind sich Fachleute sicher. Und dass dieser Zeitpunkt bereits sehr nahe liegt. Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) der Bundesregierung hat deshalb in ihrem Jahresgutachten 2022 dringend geraten, die Plattformökonomie schnellstmöglich voranzutreiben.

Diese Experten sind im neuen Podcast „Tech Affair“ des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) zu hören:

Prof. Thomas Bauernhansl, Leiter des Instituts für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb (IFF) der Universität Stuttgart sowie des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), Stuttgart.Prof.in Katharina Hölzle, Leiterin Fachgebiet IT-Entrepreneurship der Universität Potsdam und Mitglied in der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) der Bundesregierung.Dr Markus Westermeier, Gründer und Geschäftsführer Fertigungstechnik & Vertrieb, Spanflug Technologies, München.

Kollaborative Robotern

Mit seinen Cobots will der japanische Hersteller Fanuc Marktführer in Europa werden. (Quelle: Fanuc)

Wenige Wochen vor dem Start der Messe „automatica“, die vom 21. bis 24. Juni 2022 auf dem Gelände der Messe München stattfindet, steht fest: Noch nie gab es ein derart breites Angebot an kollaborativen Robotern wie in diesem Jahr. Und: Sie sind einfacher zu bedienen denn je. Letzteres gilt auch für Industrieroboter. Hier erlaubt No Code Robotik einen nahezu spielerischen Umgang mit Robotern.

Diese und viele weitere Entwicklungen verfolgen ein Ziel: die Demokratisierung der Robotik. Künftig soll jedermann Roboter ohne spezielle Kenntnisse bedienen können. Bei den Cobots gelingt das dank einfacher Programmiermöglichkeiten bereits heute. Die problemlose Integration und Bedienung dieser Geräte sind denn auch wesentliche Gründe für deren Popularität. Der Markt für diese Spezies wächst derzeit beträchtlich. Allein Branchenprimus Universal Robots hat nach eigener Angabe bereits über 50.000 Cobots in allen möglichen Applikationen im Einsatz. Kim Povlsen, Geschäftsführer des dänischen Unternehmens, bezifferte das Potenzial an Cobots im Gespräch mit dem Handelsblatt auf etwa neun Millionen Einheiten, und sieht die Branche auf dem Weg zu Milliardenumsätzen. Die Exponate auf der „automatica“ beweisen es: Endlich rückt der Mensch in den Mittelpunkt der Entwicklungen. Und der derzeitige Entwicklungsstand lässt erwarten, dass Roboter in naher Zukunft genauso einfach zu bedienen sein werden wie ein Smartphone.

Automatisierte Nachhaltigkeit

Der VDI-Kongress „AUTOMATION“ findet vom 28. bis 29. Juni in Baden-Baden statt. (Quelle: VDI Wissensforum)

Automation kann ein wichtiger Wegbereiter für nachhaltiges Wirtschaften sein: Mit dem Fokusthema „Automation creates Sustainability“ beschäftigt sich der Leitkongress der Mess- und Automatisierungstechnik „AUTOMATION“ am 28. und 29. Juni 2022 in Baden-Baden.Methoden der Automation sind gefragter denn je, wenn es darum geht, ressourcenschonend, effizient und energiesparend zu produzieren. Vor diesem Hintergrund diskutiert die Fachwelt im Rahmen des 23. VDI-Kongresses „AUTOMATION“ neue technologische und konzeptionelle Ansätze, die ökonomische und ökologische Effizienz auf einen Nenner bringen. Parallel findet die 5. VDI-Fachkonferenz „Gebäudeautomation – intelligent und nachhaltig“ statt.

Neu in diesem Jahr ist das Format der Lion Stage. Fünf vorausgewählte Start-ups treten am ersten Tag des Kongresses in einem exklusiven Pitch-Wettbewerb an, stellen ihre innovativen Lösungsideen vor und beantworten Fragen aus dem Publikum. Im anschließenden gemeinsamen Voting durch die Fachjury und das Publikum wird der Sieger gekürt.

Dauerbrenner des Kongresses sind die begleitende Fachausstellung sowie die Gelegenheiten zum Networking.

Zusätzlich sind interaktive Formate für den gemeinsamen Erfahrungs- und Meinungsaustausch zu verschiedensten Themen geplant – von Power-to-H2 über Datenräume für intelligente Wertschöpfungsnetzwerke bis zur Implementierung von KI-Wissen in Unternehmen. Bei „Unkonferenz“ schließlich stehen eigene Themen im Mittelpunkt.

Wachsender Vakuum-Spezialist

Binar Handling mit seinen ergonomischen Produkten wie dem Quick-Lift Arm ist nun Teil der Schmalz Gruppe. (Quelle: J. Schmalz)

Der Vakuum-Spezialist Schmalz übernimmt die schwedische Binar Handling AB sowie deren vier Tochtergesellschaften in Europa und Asien und stärkt damit seine Marktposition bei ergonomischer Handhabungstechnik. Binar Handling stellt Handling-Systeme für bis zu 600 Kilogramm schwere Lasten her.

„Binar Handling ergänzt mit seinen Balancern, Kranauslegern und verschiedenen Endeffektoren das Schmalz Portfolio für die manuelle Handhabung perfekt“, sagt Dr. Kurt Schmalz, geschäftsführender Gesellschafter der Firma J. Schmalz. Er ergänzt: „So bauen wir unsere weltweit führende Position in der ergonomischen Handhabungstechnik deutlich aus“. Schmalz plant, die Marke Binar Handling zu erhalten und mit ihr in den Märkten weiter zu wachsen. CEO ist und bleibt Mattias Lindh, der seit 2018 die Geschäfte von Binar Handling verantwortet. Mit der Übernahme wächst die Schmalz Gruppe auf rund 1.700 Mitarbeitende an 23 Standorten weltweit.

Mit dem Erwerb der Binar Handling AB bietet Schmalz zukünftig Lösungen für das feinfühlige Balancieren und Handhaben an, zum Beispiel für Anwendungen in der Batterieproduktion oder der Logistik.

zuletzt editiert am 20.04.2022