Abbildung 3 Personen in Start Position zu einen Sprint
Auch auf der Homepage von Ceratizit ist das Thema Nachhaltigkeit sehr präsent. (Quelle: Screenshot: Ceratizit)

Feinwerktechnik

28. September 2022 | Teilen auf:

Nachrichten aus der Branche

(September 2022) Ceratizit stellte auf der AMB 2022 eine ehrgeizige Nachhaltigkeitsstrategie vor, Walter führt am 7. Oktober 2022 das Online-Event „Mastering Indexable Milling“ durch, Krauss-Maffei hat sein neues Werk in Laatzen bei Hannover in Betrieb genommen, Sandvik Coromant ist mit dem Qualitätssiegel zum „audit berufundfamilie” geehrt worden und der Online-Fertiger Facturee unterstützt ein Biogasprojekt in Thailand.

Ehrgeizige Nachhaltigkeitsstrategie

Abbildung 3 Personen in Start Position zu einen Sprint
Auch auf der Homepage von Ceratizit ist das Thema Nachhaltigkeit sehr präsent. (Quelle: Screenshot: Ceratizit)

Ceratizit hat anlässlich der AMB 2022 in Stuttgart eine ehrgeizige Nachhaltigkeitsstrategie vorgestellt, mit deren Hilfe das Unternehmen bis 2025 in der Hartmetall- und Zerspanungsindustrie die Führungsrolle im Bereich der Nachhaltigkeit übernehmen will. Vorstandsmitglied Thierry Wolter verkündete die ehrgeizigen Nachhaltigkeitsziele, die die gesamte Lieferkette betreffen und verändern werden, während der Pressekonferenz des Unternehmens auf der AMB in Stuttgart. „Der Klimawandel eine der größten Herausforderungen unserer Zeit und erfordert auch von der Industrie ein Umdenken in vielen Bereichen“, so Wolter. Damit auch die Kunden von Ceratizit nachhaltiger produzieren können, hat sich das Unternehmen ehrgeizige Ziele für die eigenen Produkte und Dienstleistungen gesetzt. „Unsere Vision ist es, bis 2025 in der Hartmetall- und Schneidwerkzeugindustrie führend im Bereich Nachhaltigkeit zu sein“, so Wolter weiter.Um unternehmensweit wirklich nachhaltig zu werden, nimmt Ceratizit mit Blick auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien, kurz ESG, künftig die gesamte Wertschöpfungskette in den Blick und dabei auch die Zusammenarbeit mit Partnern einbeziehen. In einer ersten Phase gilt der Fokus jenen Aspekten, die die größte Hebelwirkung haben. Ein entscheidender Faktor ist die Erhöhung des Einsatzes sekundärer Rohstoffe auf über 95 Prozent. Ebenso im Fokus steht die Stromversorgung. Ceratizit plant, die Stromversorgung aller Standorte in den nächsten Jahren auf grünen Strom aus Wind-, Solar- und Wasserkraft umzustellen. Eng verbunden mit dem Wechsel der Stromversorgung ist das Thema Wasserstoffversorgung mit dem Einsatz von blauem Wasserstoff.

Herausfordernde Fräsaufgaben

Abbildung in schwarz „Mastering Indexable Milling“, am 7. Oktober 2022, Wendeschneidplatten-Fräsern.
Im Online-Event „Mastering Indexable Milling“, am 7. Oktober 2022, gibt Walter Antworten auf Fragen zu Wendeschneidplatten-Fräsern. (Quelle: Walter)

Walter bietet Wendeschneidplatten-Fräser, die leistungsstark, zuverlässig und flexibel einsetzbar sind. Ebenso breit gefächert wie das Einsatzspektrum, sind auch die Herausforderungen, die sich den Anwendern stellen. Welche Parameter müssen eingesetzt und welche Hürden überwunden werden? Was verbessert die Produktivität, was die Prozesssicherheit? Im Online-Event „Mastering Indexable Milling“, am 7. Oktober 2022, gibt Walter Antworten auf Fragen wie diese. Zudem erhalten die Teilnehmer interessante Einblicke zum Wendeschneidplatten-Fräsen anhand konkreter Anwendungsbeispiele - direkt beim Kunden vor Ort. Experten teilen ihr Wissen, beantworten Fragen zu Fräs-Aufgaben und geben wertvolle Tipps & Tricks.

Anmelden kann man sich unter: https://events.walterlive.com/G5qxR?RefId=Presse+Deutsch.

Neues Werk

Abbildung Symbolische Schlüsselübergabe, 4 Herren mit einem großen Schlüssel
Symbolische Schlüsselübergabe für das neue Krauss-Maffei Werk in Laatzen (v. l.: Kai Eggert (Bürgermeister der Stadt Laatzen), Markus Hillreiner, (CFO Krauss-Maffei Extrusion), Dieter Thewes (CEO Krauss-Maffei Extrusion), Darius Scheible (Geschäftsführer der VGP Industriebau). (Quelle: Krauss-Maffei)

Nach zweijähriger Bauzeit nimmt Krauss-Maffei vom Projektentwickler VGP die Schlüssel für den neuen Standort in Laatzen bei Hannover entgegen. Das Werk bietet auf 97.000 Quadratmetern Raum für bis zu 750 innovative Arbeitsplätze, um Extrusionssysteme und Recyclingtechnologie für die kunststoff- sowie gummiverarbeitende Industrie zu produzieren.„Mit der nun beginnenden Inbetriebnahme dieses hochmodernen Standorts schlagen wir ein neues Kapitel in der 184-jährigen Geschichte von Krauss-Maffei auf“, freut sich Dr. Michael Ruf, CEO von Krauss-Maffei. „In unserem neuen Zentrum für Extrusions- und Recyclingtechnologie setzen wir einen noch stärkeren Fokus auf Circular Economy. Das bedeutet, dass wir in Laatzen neue Methoden entwickeln, um den Recycling-Prozess noch effizienter und damit attraktiver zu machen. Beispielsweise arbeiten wir an einer Vielzahl von digitalen Produkten, die die Energieeffizienz der Maschinennutzung bei unseren Kunden optimieren“, so Ruf weiter.

Der Umzug von Hannover An der Breiten Wiese nach Laatzen in die Krauss-Maffei-Straße ist Teil der neuen Standortstrategie des Münchner Traditionsunternehmens. Dazu gehört die Verlagerung von vier Standorten in moderne, größere Produktionsstätten. Bereits seit 2020 in Betrieb sind die neuen Werke in JiaXing (nahe Shanghai) und in Einbeck bei Göttingen. In Einbeck produziert die Tochtergesellschaft Burgsmüller wichtige Kernkomponenten für Extruder. Ebenfalls noch in diesem Jahr wird Krauss-Maffei seinen neuen Stammsitz in Parsdorf östlich von München beziehen. Insgesamt investiert der führende Hersteller von Kunststoffmaschinen und -lösungen einen dreistelligen Millionenbetrag in seine neuen Niederlassungen.

Ausgezeichnetes Prädikatszertifikat

Abbildung v.l.n.r.): Nils Lübke (Senior HR Generalist), Barbara Thaler-Rohr (HR Business Partner), Josse Coudré (General Manager Sales Area Central Europe) und Lena van Gansewinkel (Junior HR Generalist)
Sandvik Coromant erhält zum vierten Mal das Zertifikat zum „audit berufundfamilie“ (v.l.n.r.): Nils Lübke (Senior HR Generalist), Barbara Thaler-Rohr (HR Business Partner), Josse Coudré (General Manager Sales Area Central Europe) und Lena van Gansewinkel (Junior HR Generalist) sowie (nicht im Bild) Stefanie Barmeyer (Specialist Trainings und Further Development) und Alica Babacz (HR Generalist) freuen sich über die Auditierung mit Prädikat. (Quelle: Sandvik Coromant)

Sandvik Coromant ist erneut mit dem begehrten Qualitätssiegel zum „audit berufundfamilie” für seine Kultur des gelebten Miteinanders und seine familienfreundliche Personalpolitik geehrt worden – dieses Mal gar mit Prädikat. Nach den Auditierungen der Jahre 2012, 2013 und 2019 schloss der Weltmarktführer für Werkzeuge und Zerspanungslösungen nun auch das Dialogverfahren erfolgreich ab. Diesen Prozess durchlaufen Unternehmen, die mit dem audit berufundfamilie seit zehn Jahren eine strategisch angelegte familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik verfolgen.

Um das audit berufundfamilie mit Prädikat zu erhalten, hat Sandvik Coromant vielfältige Maßnahmen eingeführt, unter anderem ein flexibles Arbeitszeitmodell sowie eine Betriebsvereinbarung über Sonderurlaub bei familiären Notfällen. Führung wird bei Sandvik Coromant sehr stark auf Vertrauen aufgebaut, sodass Mitarbeitende von großen Freiräumen bei der Gestaltung von Arbeitszeit und Arbeitsort sowie von individuellen, flexiblen Lösungen für Teilzeitarbeit und Homeoffice profitieren. Eine weitere Besonderheit ist ein klarer Fokus auf ein sehr gutes Aus- und Weiterbildungsprogramm für alle Karriere- und Lebensphasen, das allen Mitarbeitenden zur Verfügung steht. Darüber hinaus wurde das Thema Health & Wellbeing in den vergangenen Jahren weiter ausgebaut. Damit Mitarbeitende und deren Familien stets bestmöglich unterstützt werden, arbeitet Sandvik Coromant mit einem Familienservice zusammen, der bei der Kinderbetreuung und der Pflege einspringen sowie in belastenden Lebenssituationen helfen kann.

Als nächsten Schritt wird Sandvik Coromant flexible und hybride Arbeitsweisen in verschiedenen Lebensphasen weiter fördern und entsprechende Modelle umsetzen. Ein weiteres Fokusthema ist Health & Wellbeing.

Unterstützte Nachhaltigkeit

Facturee unterstützt ein Biogasprojekt in Thailand. (Quelle: South Pole)

In Thailand entstehen bei der Produktion von Maniokstärke in Biogasanlagen große Mengen an Abwasser. Dabei wird Methan an die Atmosphäre abgegeben. Das Nakhon-Biogasprojekt von South Pole, Entwickler von internationalen Klimaschutzprojekten, reduziert die Emissionen und ermöglicht die nachhaltige Stromerzeugung aus Abwasserbiogas. Der Online-Fertiger Facturee (www.facturee.de) unterstützt das Umweltprojekt und übernimmt mit dem Kauf von CO2-Zertifikaten ökologische Verantwortung. Facturee leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Emissionsreduktion, Wasseraufbereitung, Arbeitsplatzschaffung und Förderung von Bildungsaktivitäten in der Provinz Nakhon.Benjamin Schwab, Co-Founder und CMO bei Facturee, erklärt: „Biogasanlagen sind ein wichtiger Bestandteil der Energiewende. Sie können aber auch kontraproduktiv sein, wenn Methan unkontrolliert in die ⁠Atmosphäre entweicht⁠. Das Nakhon-Biogasprojekt schafft Abhilfe. Die lokale Luft- und Wasserqualität in Thailand konnte dadurch erheblich verbessert werden. Wir haben CO2-Zertifikate bei South Pole erworben und unterstützen somit diese Entwicklungen.“

zuletzt editiert am 28.09.2022