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Verantwortliche aus dem Unternehmen, der Baufirmen und der Politik trafen sich beim feierlichen Spatenstich in Salach – darunter Markus Heßbrüggen (CEO Emag Gruppe, 4.v.l.), Norbert Heßbrüggen (Beiratsvorsitzender Emag, 5.v.l.), Edgar Wolff (Landrat Landkreis Göppingen, 6.v.l.) und Julian Stipp (Bürgermeister der Gemeinde Salach, 4.v.r.). Foto: Emag

Feinwerktechnik 2018-03-22T00:00:00Z Nachrichten aus der Branche April 2018

Sehr gute Bilanz vorgelegt, VDWF ausgezeichnet, erster Spatenstich für Neubau, 3D-Druck wird Jobmotor, neuer Werkzeug-Katalog, 3D-Druck und Spritzguss kombiniert.

Starkes Jahr

Die SPS Schiekel Präzisionssysteme, die in Dohna bei Dresden zu Hause ist, blickt auf ein sehr starkes Jahr 2017 zurück. Im Jahr seines 25-jährigen Bestehens konnte der Familienbetrieb, der auf das Fertigen hochwertiger und langlebiger Dreh- und Frästeile aus Edelstahl spezialisiert ist, seinen Jahresumsatz gegenüber 2016 um 2,1 Millionen auf 12,3 Millionen Euro steigern. Das ist ein Zuwachs von zwanzig Prozent und übertrifft die eigenen Ziele deutlich, wie Anfang März 2018 bei der Vorstellung der Bilanz 2017 bekannt gegeben wurde. Damit setzt SPS seine positive Entwicklung in den letzten Jahren mit mehr Dynamik fort. Seit dem Krisenjahr 2009, das auch die mittelständische Firma kräftig durchgeschüttelt hatte, konnte der Jahresumsatz um sieben Millionen auf 12,3 Millionen Euro erhöht werden.
Die SPS, die aktuell 125 Mitarbeiter zählt und neun Lehrlinge ausbildet, hat den Schwung von 2017 mit ins neue Jahr genommen. „Im Januar haben wir einen Umsatz von 1,2 Millionen Euro erarbeitet. Auch der Februar lief gut. In den ersten Wochen kamen sehr viele Aufträge rein. Wir haben ausreichend Arbeit im Haus. Das alles brauchen wir auch, denn wir wollen in diesem Jahr erstmals einen Jahresumsatz von über 13 Millionen Euro schaffen und unseren Ertrag weiter stabilisieren”, informiert Geschäftsführerin Lara Knuth, die das operative Geschäft verantwortet.

Ausgezeichneter Verband

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VDWF-Präsident Professor Thomas Seul (l.) und VDWF-Geschäftsführer Ralf Dürrwächter freuen sich über die Auszeichnung als Finalist beim DGVM Innovation Award „Verband des Jahres 2018“.

Der Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer (VDWF) wurde jetzt beim Wettbewerb „Verband des Jahres 2018“ in der Kategorie „Reform und Management“ ausgezeichnet.
Nur eine Kleinigkeit hatte bis zum obersten Platz auf dem Siegertreppchen gefehlt – und deshalb lächelten Präsident Professor Thomas Seul und Geschäftsführer Ralf Dürrwächter stolz und zufrieden, als sie am 12. März in Berlin bei der feierlichen Abendveranstaltung im Rahmen des 16. Deutschen Verbändekongresses der Deutschen Gesellschaft für Verbandsmanagement (DVGM) die Auszeichnung als zweiter Sieger im Wettbewerb „Verband des Jahres 2018“ entgegennehmen durften.
„Schafft es ein Verband, seine Mitglieder zu Fans zu machen, dann hat man den perfekten Nährboden für erfolgreiches Verbandsmanagement und Wachstum“, heißt es in der Bewertung der Jury. Und beim VDWF lohne es sich, hier besonders hinzuschauen: „Themen, die bei anderen Verbänden oft Probleme bereiten, scheinen beim VDWF fast spielerisch zu gelingen.“ Dazu gehören laut DGVM zum Beispiel die Einbeziehung junger Nachwuchs-Unternehmer in die Verbandsarbeit oder die gemeinsam mit der Hochschule Schmalkalden sehr erfolgreich etablierten Studiengänge des Verbands.
Die Videos der Nominierungen für den Wettbewerb „Verband des Jahres 2018“ finden Sie hier: www.youtube.com/channel/UCy6YYoG-xVGPepyNFqn6a0w .

Erweiterter Stammsitz

Markus-Hessbrueggen_Norbert-Heßbrüggen
Verantwortliche aus dem Unternehmen, der Baufirmen und der Politik trafen sich beim feierlichen Spatenstich in Salach – darunter Markus Heßbrüggen (CEO Emag Gruppe, 4.v.l.), Norbert Heßbrüggen (Beiratsvorsitzender Emag, 5.v.l.), Edgar Wolff (Landrat Landkreis Göppingen, 6.v.l.) und Julian Stipp (Bürgermeister der Gemeinde Salach, 4.v.r.). Foto: Emag

Startsignal für den neuen Fertigungs- und Bürotrakt der Emag Gruppe in Salach: Am 5. März erfolgte der erste Spatenstich zusammen mit Verantwortlichen aus dem Unternehmen, der Baufirmen und der Politik. Bereits im Jahr 2017 hatte der stetige Wachstumskurs des Unternehmens zu verschiedenen Baumaßnahmen geführt – beispielsweise wurde eine Brücke über die angrenzende Fils fertiggestellt und so das Gelände einer ehemaligen Papierfabrik erschlossen. Hier befindet sich heute die Logistik der Emag Gruppe. Mit dem Start des Neubau-Projekts findet das Investitionsprogramm einen vorläufigen Höhepunkt.
Direkt neben dem Hauptgebäude in der Austraße in Salach entsteht bis Ende des Jahres ein 10.000 Quadratmeter großer Neubau. Er bietet Platz für eine 6.000 Quadratmeter große Fertigungshalle sowie 4.000 Quadratmeter große Büro-, Besprechungs- und Sozialräume. „Wir treiben das globale Wachstum von Emag mit Hochdruck voran. Vor diesem Hintergrund benötigen wir an unserem Stammsitz neue Produktionsflächen, die wir mit hochmodernen Technologien und intelligenten logistischen Lösungen ausstatten. Wir gestalten ausnahmslos attraktive Arbeitsplätze“, erklärt Markus Heßbrüggen, CEO der Emag Gruppe. „Gleichzeitig ist die Investition natürlich ein Bekenntnis zum Standort, an dem wir uns seit fast fünfzig Jahren befinden. Hier entsteht zukünftig die nächste Generation unserer komplexen und häufig großen Fertigungslinien. Dafür benötigen wir nicht zuletzt viel Platz.“

Jobmotor 3D-Druck

3D-Druck beziehungsweise additive Fertigung bieten großes Potenzial, ergänzend zu den konventionellen Herstellungsverfahren, bestehende Produktportfolios zu erweitern und damit neue wirtschaftlich-technologische Möglichkeiten zu eröffnen. Diese werden sich stark auf die Tätigkeiten und die Arbeitswelt der Menschen in Entwicklung, Produktion und Vertrieb auswirken.
Das Marktforschungsunternehmen IDC prognostiziert einen Umsatzanstieg bei der additiven Fertigung von 7,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2016 auf 35,4 Milliarden US-Dollar bis 2020. Im Prototypenbau ist additive Fertigung bereits fest etabliert. Unternehmen können sich beliebige Bauteile mit verschiedenen Eigenschaften „ausdrucken“, die sie vorher per Simulation verifiziert und virtuell getestet haben. Sie können somit individuellen Kundenwünschen nachgehen. „Noch haben wir es in der Hand, die Veränderungen durch additive Fertigungsverfahren zu gestalten“, sagt Dieter Westerkamp, Bereichsleiter Technik und Wissenschaft im VDI. „Und wenn wir das richtig machen, wird der 3D-Druck zum Jobmotor für Deutschland.“ In den kommenden Jahren sieht Westerkamp den Bedarf an Fachkräften in diesem Bereich stark steigen.

Neuer Dormer-Katalog

Dormer Katalog
Neuer Dormer-Katalog: 640 Seiten mit mehr als 20.000 Werkzeugen. Foto: Dormer

Mit mehr als 20.000 Artikeln aus 540 Produktfamilien ist der neue Dormer-Katalog jetzt verfügbar. Die 640 Seiten starke Publikation, die in zwanzig Sprachen erhältlich ist, deckt das Sortiment der Monowerkzeuge von Dormer Pramet ab und umfasst seit der letzten Ausgabe fünfzig neue Produkte.
Neu hinzugekommen sind unter anderem die neuen Hartmetallbohrer Force X und neue Hydra-Bohrköpfe sowie ein komplettes Programm an Frässtiften. Das Dormer-Sortiment an Gewindeschneidwerkzeugen wurde mit neuen Gewindebohrern sowie einer ganzen Reihe von Gewindefräsern erheblich erweitert.
Die vollständige Sammlung von Werkzeugen ist nach Produkttypen gruppiert: Bohrer, Gewindebohrer, Fräser, Reibahlen, Senker, Schneideisen und Abstechwerkzeuge. Darüber hinaus gibt es neue Bereiche speziell für Gewindefräser und Frässtifte, die das wachsende Sortiment von Dormer widerspiegeln. Der beliebte technische Teil ist ebenso wieder enthalten und gibt Hinweise und Unterstützung bei einer Vielzahl von Bearbeitungsanwendungen. Neue Icons und Symbole als Lesezeichen ergänzen den Katalog als Kurzanleitung und ermöglichen es Benutzern, häufig verwendete Seiten einfacher zu finden.
Ein gedrucktes Exemplar kann bei dem lokalen Dormer Pramet-Verkaufsbüro angefordert werden. Zudem steht der neue Katalog als PDF-Download auf der Dormer Pramet-Internetseite zur Verfügung unter: www.goo.gl/g3o9W3 .

Kombinierte Vorzüge

dditiven Freiformgießen
Beim additiven Freiformgießen wird die Hülle des Bauteils im FDM-Druck aufgebaut. Anschließend befüllt eine Dosiereinheit im Drucker die Form mit einem Zwei-Komponenten-Gemisch. Foto: Fraunhofer IPA

Wissenschaftler des Fraunhofer IPA haben ein neues Verfahren entwickelt, das die Vorzüge von 3D-Druck und Spritzguss vereint. Beim additiven Freiformgießen wird erst die Hülle des Bauteils mit FLM-Druck hergestellt und anschließend mit einem Zwei-Komponenten-Harz befüllt. Das spart Zeit, steigert die Stabilität des Bauteils und ermöglicht es, neue Materialien zu verdrucken.
Mit dem additiven Freiformgießen haben Forscher jetzt einen Weg gefunden, die Nachteile des FLM-Druck zu verringern. Dafür haben sie den additiven Prozess mit einem Gießverfahren kombiniert. Im ersten Schritt wird die Hülle des Bauteils mit dem FLM-Verfahren hergestellt. Als Druckmaterial verwenden die Experten den wasserlöslichen Kunststoff Polyvinylacetat (PVA). Anschließend wird die Hülle automatisch mit einer präzise dosierten Menge an Polyurethan oder Epoxidharz gefüllt. Bei Polyurethan dauert es nur drei Minuten, bis die Füllung getrocknet ist. Anschließend kann das Bauteil mit dem gleichen Prinzip beliebig in die Höhe erweitert werden. Sobald der Prozess abgeschlossen und das Bauteil ausgehärtet ist, wird die Form im Wasserbad entfernt. So entsteht ein 3D-gedrucktes Werkstück, mit Eigenschaften, die dem Spritzguss ähneln.
In einem Vorlaufforschungsprojekt haben die IPA-Forscher die Machbarkeit erfolgreich nachgewiesen. Außerdem wurden verschiedene Bauteile als Prototypen realisiert. Jetzt suchen die Forscher nach Industriepartnern, die sie dabei unterstützen, den Prozess zur Serienreife weiterzuentwickeln. Gefragt sind auch Materialhersteller, die gemeinsam mit den Forschern die Eigenschaften des Zwei-Komponenten-Gemischs verbessern. Ebenso sind Unternehmen willkommen, die Ideen für verschiedene Anwendungsbereiche von Duroplasten einbringen.

zuletzt editiert am 21. Mai 2021
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