Gewinner des Feinwerkmechanikpreises gefunden, energieeffiziente Modellfabrik gefördert, Jubiläum gefeiert, Innovationsführer ausgezeichnet, Digitalisierung unterstützt, Ausbildungszentrum ausgestattet.
Es ist entschieden!
Am 5. Juli traf sich in Köln die Jury, um den Gewinner des Feinwerkmechanikpreises 2018 gemeinsam zu finden. Der Preis wurde bereits zum fünften Mal ausgeschrieben und der Gewinner wird am 26. Oktober 2018 bei der gemeinsamen Abendveranstaltung von Feinwerkmechanik-Kongress und Metallbaukongress im Rahmen der Abendveranstaltung in Würzburg feierlich ausgezeichnet.
In der Jury saßen Ingrid Seibert-Heß, Feinwerkmechanikpreis-Siegerin aus 2017 mit eigenem Betrieb und Landesinnungsmeisterin Rheinland-Pfalz, Willi Seiger, Feinwerkmechaniker mit eigenem Betrieb, Landesfachgruppenleiter Feinwerkmechanik und Vorsitzender des Fachverbandes Nordrhein-Westfalen, Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Haas, Leiter des Instituts für Fertigungstechnik und Produktion an der Hochschule Karlsruhe sowie die M&T-Redakteure Yvonne Schneider und Jörg Dombrowski.
Die Jury hatte keinen leichten Job. Die verschiedensten Bewerbungen mussten diskutiert, verglichen, abgewogen und bewertet werden. Die Palette der eingereichten Projekte war groß. Nach umfassender Diskussion und Jurierung wurde letztlich einstimmig ein würdiger Sieger gefunden. In den nächsten Wochen bekommt der Gewinner Besuch von der Redaktion.
Dann wird der Film gedreht, der das Siegerobjekt und seinen Schöpfer vorstellt. Dieser Film feiert seine Premiere dann bei der Preisverleihung und kann vom Gewinner für seine Marketingaktivitäten genutzt werden. Ein ganzes Marketingpaket wird im Rahmen des Wettbewerbs für den Gewinner geschnürt.
Sie dürfen weiter gespannt sein – und den Feinwerkmechanik-Kongress 2018 in Würzburg am 26. und 27. Oktober besuchen.
Informationen und Anmeldungen zum Kongress unter
www.feinwerkmechanikkongress.de
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Energieeffizienz in der Modellfabrik

In der von der Bundesregierung geförderten ETA-Fabrik – einer energieeffizienten Modellfabrik – forschen Wissenschaftler zu Energietechnologien und Anwendung in der Produktion (ETA). Das Interesse bei Studierenden ist groß, denn hier erleben sie „Energieeffizienz zum Anfassen“.
In Universitätsstudiengängen überwiegt bekanntermaßen die Theorie. Viele junge Ingenieure kommen daher erst viel zu spät, im extremsten Fall sogar erst beim Berufsstart mit der Praxis in Kontakt. Lernfabriken wie die ETA-Fabrik verhindern, dass Studierende zu theorielastig ausgebildet werden und bereiten sie besser auf ihr späteres Arbeitsleben vor. Denn die Fähigkeiten, die sie hier erwerben, lernen sie weder an ihrem Schreibtisch noch in reinen Vorlesungsveranstaltungen.
Dafür setzt das PTW früh an: Schon im ersten Semester werden Maschinenbaustudierende durch die 2016 eröffnete ETA-Fabrik geführt. Das auffällige Gebäude am Eingang zum Campus Lichtwiese ist neben der Prozesslernfabrik CiP (Center für industrielle Produktivität) die zweite Lernfabrik des des Instituts für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) unter Leitung von Prof. Eberhard Abele und Prof. Joachim Metternich.
In der Fabrik lernen Erstsemester eine waschechte Produktionsprozesskette aus dem Bereich der Zerspanung kennen. Neben der realen Produktionsumgebung für eine anwendungsnahe Produktionsforschung befindet sich im Kern des innovativen Forschungsbaus außerdem eine international einmalige Vernetzung von Maschinen, dem Gebäude und der technischen Infrastruktur.
Forschung mit System!
Über hundert Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft durfte das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF am 21. Juni in Darmstadt begrüßen. Ein Zukunftsworkshop zum Thema Predictive Maintenance mit intelligenten Bauteilen und Systemen und die Möglichkeit, in die sonst verschlossenen Labore Einblick zu erhalten, zogen Projektpartner und Weggefährten aus ganz Deutschland an. In Grußworten und Festreden anlässlich des achtzigsten Jubiläums wurden die Verdienste des Instituts in Forschung und Nachwuchsförderung für Deutschland, für das Land Hessen und die Stadt Darmstadt, für die Hochschulen und die Wirtschaft gewürdigt.
Innovationsführer aus dem Mittelstand

Zum 25. Mal kürte der Wettbewerb TOP 100 die innovativsten Firmen des deutschen Mittelstands. Zu diesen Innovationsführern zählt in diesem Jahr die Wenzel Group aus Wiesthal. Das ergab die Analyse des wissenschaftlichen Leiters von TOP 100, Prof. Dr. Nikolaus Franke. Als Mentor von TOP 100 ehrte Ranga Yogeshwar das Unternehmen aus Wiesthal zusammen mit Franke und compamedia am 29. Juni 2018 auf der Preisverleihung in Ludwigsburg im Rahmen des 5. Deutschen Mittelstands-Summits. Die Wenzel Group schaffte bereits zum zweiten Mal nach 2016 den Sprung in diese Innovationselite. In dem unabhängigen Auswahlverfahren überzeugte das Unternehmen besonders mit seinen Innovationsprozessen.
Die Wenzel Group ist eine renommierte Messmaschinenherstellerin mit einer ganzen Palette an Messtechnologien – von der Koordinatenmesstechnik über High Speed Scanning bis zur Computertomographie.
In den vergangenen zwei Jahren haben die Wiesthaler ihr Innovationsmanagement umstrukturiert, um noch schlagkräftiger zu werden: In der Geschäftsleitung wurde zum Beispiel die Position eines Chief Digital Officers geschaffen. Zudem haben die Unterfranken ein Multiprojektoffice (MPO) eingerichtet, das die Koordination von Innovationsprojekten, aber auch das Coaching der Projektleiter übernimmt. Hier werden Projekte gemeinsam mit der Geschäftsleitung ausgewählt und priorisiert
Baden-Württemberg fördert Digitalisierung
Handwerksbetriebe aus Baden-Württemberg, die sich fit für die digitale Zukunft machen wollen, können jetzt wieder mit der finanziellen Unterstützung des Landes rechnen: Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg hat die Digitalisierungsprämie neu aufgelegt und bietet Unternehmen mit bis zu hundert Mitarbeitern jetzt ein Förderdarlehen der L-Bank mit einem Tilgungszuschuss an. Anträge können ab sofort über die Hausbank gestellt werden.
Gefördert werden Vorhaben zur Digitalisierung von Produktion und Verfahren, Produkten und Dienstleistungen sowie zur Umsetzung von Digitalisierungsstrategien und -konzepten. Hierzu zählen zum Beispiel Vorhaben wie die Einrichtung additiver Fertigungsverfahren (3D-Druck), die Integration mobiler Betriebsgeräte in die Produktionssteuerung, der Aufbau digitaler Plattformen, die Einführung einer umfassenden Digitalisierungsstrategie oder die Erstellung eines IT- und/oder Datensicherheitskonzepts.
Über die Anschaffung entsprechender Hard- und Software hinaus sind auch Lizenz- und Servicegebühren sowie Schulungen der Mitarbeiter durch externe Anbieter förderfähig.
Förderanträge müssen vor Beginn des Vorhabens bei der L-Bank gestellt werden. Detailinformationen sind auf der Homepage der L-Bank unter www.l-bank.de/digitalisierungspraemie verfügbar.
Erfolgreiches Ausbildungszentrum ausgestattet

Kunzmann hat das 2017 erweiterte Ausbildungszentrum der Feinwerktechnik Hago mit zwei Fräsmaschinen WF 410 MC ausgestattet, die dort als kombinierte Ausbildungs- und Fertigungsmaschinen eingesetzt werden. Der stark wachsende Lohnfertiger von Stanz- und Umformbauteilen für den Automobilbau setzt auf eine praxisnahe Ausbildung, bei der die Lehrlinge überwiegend echte Produktionsaufträge übernehmen. Die Werkzeugmaschinen sind Teil des 2012 gegründeten Ausbildungszentrums. Dort lernen auf mittlerweile rund 800 Quadratmetern 48 angehende Werkzeugmechaniker, Stanz- und Umformtechniker, Fachkräfte für Metalltechnik und Maschinen- und Anlagenführer. Kunzmann hatte bereits zur Eröffnung drei Fräsmaschinen geliefert, die ebenfalls ohne Einschränkungen sowohl für die Ausbildung als auch für die Produktion einsetzbar sind.
Neben dem starken und produktionsnahen Praxisbezug setzt das erfolgreiche Ausbildungskonzept von Hago auf eine intensive Betreuung und individuelle Förderung der Lehrlinge. Dadurch können auch lernschwache Jugendliche zu einem erfolgreichen Berufsabschluss geführt werden. Anschließend winkt in der Regel die Übernahme am Wunscharbeitsplatz. Der Lohnfertiger aus Küssaberg am Hochrhein bildet in 14 gewerblichen und kaufmännischen Berufen aus, rein für den eigenen Bedarf. Das expandierende Unternehmen benötigt kontinuierlich hochqualifizierte Fachkräfte, allein in den letzten zehn Jahren verdoppelte sich die Belegschaft auf über 800 Mitarbeiter.