Remanufacturing lohnt sich, Standorterweiterung begonnen, eigene Cloud-Plattform entwickelt, datenbasierte Kreditlösung angeboten, Technologietag durchgeführt, Geschäftsführung erweitert.
Lohnenswertes Remanufacturing
Wie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit dem Aufarbeiten von Altteilen Material und Energie einsparen können, zeigt der neue Film des VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) zum Thema Remanufacturing. Vorgestellt werden zwei Unternehmen aus dem Bereich Fahrzeugtechnik und aus der Wasserzählerproduktion. Defekte Motoren, abgenutzte Hinterachsen und verschlissene Getriebe: Der neue VDI ZRE-Film „Remanufacturing“ demonstriert, wie Altteilen neues Leben eingehaucht werden kann. Dass dies bei Autos funktioniert, veranschaulicht Herrmanns Fahrzeugtechnik aus Hailtingen. Bauteile alter Automotoren werden dort vollständig demontiert, gereinigt und teils aufgearbeitet. Das Resultat dieses Remanufacturings ist ein voll funktionstüchtiger Motor auf dem gleichen oder sogar auf einem höheren Qualitätsniveau eines vergleichbaren Neuproduktes.
Was bei ausrangierten Fahrzeugen gelingt, ist auch bei ausgedienten Wasserzählern machbar: Rund zehn Millionen Wasserzähler jährlich müssen in Deutschland gemäß Eichgesetz ausgetauscht werden. Die Firma Schelklinger Lorenz sorgt dafür, dass alte Zähler wiederverwendet werden. Auch hier wird das gebrauchte Produkt in mehreren Prozessschritten demontiert, gereinigt, geprüft, aufgearbeitet und remontiert. Danach können die Geräte wiederverwendet werden.
Mehr Produktionskapazität
Neuer Standort und Verdreifachung der Produktionsfläche: Die Firma Termotek baut im zwanzigsten Jahr des Bestehens ihre Kapazitäten in Baden-Baden aus – der Spatenstich im Gewerbepark Wörnersangewand erfolgte am 19. Juni. Mit dem Neubau trägt der Spezialist für kompakte Flüssigkeits-Kühlsysteme dem kontinuierlichen Wachstum Rechnung. Im Vordergrund stehen für das Unternehmen der Technotrans-Gruppe dabei insbesondere die Aspekte Energieeffizienz und Prozessoptimierung. Im zweiten Quartal 2019 sollen die Arbeiten und der vollständige Umzug planungsgemäß abgeschlossen sein.
Höchste Transparenz

Die Firma Schwäbische Werkzeugmaschinen (SW) hat eine eigene SW Cloud-Platform entwickelt, um den Kunden die Maschinendaten ihrer Bearbeitungszentren noch übersichtlicher und nutzerfreundlicher zugänglich zu machen. Damit werden für die Kunden optimale Bedingungen für kontinuierliche Leistungsüberwachung und vorausschauende Wartung geschaffen. Bis 2020 werden alle Funktionalitäten sukzessive von der bisherigen Cloud-Lösung auf das neue System übertragen.
Bereits seit 2004 bietet SW seinen Kunden über ein Portal Zugriff auf Maschinendaten – und nimmt damit in der Branche eine Vorreiterrolle ein. Um diese Informationen in Zukunft noch moderner und übersichtlicher darstellen zu können, hat SW eine eigene Cloud-Lösung auf Basis der IIoT Plattform Predix von GE entwickelt, womit Qualitäts- und Produktionsziele noch besser erreicht werden können.
Mit der bestehenden Plattform wertet SW bereits seit mehr als 15 Jahren mit Einverständnis der Kunden Maschinendaten aus. Derzeit sind rund 2.000 Maschinen angebunden, 700 Millionen Datenpunkte und 25 Millionen Maschinenereignisse wurden gesammelt. Die neue SW Cloud-Platform ist eine Weiterentwicklung und bietet eine kontinuierliche Leistungsüberwachung, die eine erhöhte Transparenz über den gesamten Fertigungsprozess gewährleistet.
Die Cloud-Lösung ist Teil des ganzheitlichen Dienstleistungskonzeptes „life“ und gehört zum Baustein „life data“: Sie erweitert das Datenservices-Portfolio, das neben den Online Services auch die Komponenten Digitalisierungsberatung, Energiemonitoring, Fabriksimulation und Data Analytics umfasst. Diese Leistungsbausteine sollen auch in Zukunft weiter ausgebaut werden, um allen Herausforderungen der Industrie 4.0 proaktiv zu begegnen.
Datenbasierte Kredite
Die zunehmende digitale Vernetzung und Automatisierung von Maschinen im Zeitalter von Industrie 4.0 über das Internet of Things (IoT) ermöglicht es, auf Maschinennutzungs- und Produktionsdaten zuzugreifen. Damit können zum Beispiel Maschinenhersteller und -nutzer den Einsatz ihrer Maschinen optimieren, Stillstandzeiten minimieren und Wartungszyklen individuell auf die Nutzung anpassen. Ziel sind Effizienzgewinne im Einsatz der Anlagegüter. Die neuen Technologien ermöglichen ebenfalls neue Geschäftsmodelle wie Pay-per-Use, Pay-per-Part, Equipment-as-a-Service und andere.
Als erstes deutsches Finanzinstitut hat die Commerzbank dafür eine neue datenbasierte Kreditlösung entwickelt. Der „Pay-per-Use-Kredit“ ist im Kern ein Investitionskredit, der sich in seiner Rückführung an der Maschinennutzung orientiert. Die jeweilige Tilgungshöhe errechnet sich nach der tatsächlichen Auslastung des Investitionsgutes – dies schont die Liquidität des Nutzers. Bei geringerer Auslastung der Maschine ist die Tilgungsbelastung ebenfalls gering, während beim Anstieg der Produktion – und damit steigenden Umsätzen – die Tilgungsrate des Pay-per-Use-Kredits gleichfalls steigt.
Dieses innovative Finanzierungsprodukt für Firmenkunden wurde innerhalb der Commerzbank gemeinsam von Big-Data-Experten und dem Segment Firmenkunden entwickelt.
Spannender Technologietag

Von Induktoren aus dem 3-D-Drucker bis zur Arbeitswelt 4.0 – der Technologietag bei EMAG Eldec Induction war gefüllt mit spannenden Themen. Die Induktionserwärmung im industriellen Umfeld stand im Fokus des Technologietags, zu dem die Firma am 17. Mai nach Dornstetten eingeladen hatte. Neben den interessanten Vorträgen sorgten vor allem die Live-Präsentationen der unterschiedlichen Anwendungsfälle für Begeisterung.
Nach der herzlichen Begrüßung der Besucher durch Thomas Rank startete das Vortragsprogramm mit dem Thema „Eigenspannungen und Verzug beim Induktionshärten“, das trotz oder gerade wegen seines hohen technischen und wissenschaftlichen Niveaus von Dr. Christian Krause, Bereichsleiter F&E Anwendungstechnik, spannend und unterhaltsam präsentiert wurde. Ein Niveau, das auch durch die nachfolgenden Referenten und Vorträge gehalten wurde. So berichtete Dr. Harry Krötz, Bereichsleiter F&E Elektrotechnik, über neueste Technologiemodule zur Qualitätssicherung und bot damit auch einen Einblick in den Einsatz von Industrie 4.0 und Vernetzung. Ebenfalls um Software ging es beim Vortrag von Dr. Dirk Schlesselmann, Stv. Bereichsleiter F&E Anwendungstechnik, der aufzeigte, wie mit moderner Simulationssoftware und Berechnungsmethoden, Induktoren und Prozesse virtuell getestet werden können.
Nach den spannenden Vorträgen aus den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen wurde der praktische Einsatz der Induktionstechnologie gezeigt. Hier wurde noch einmal deutlich, wie viele Einsatzmöglichkeiten die Induktionserwärmung für die industrielle Fertigung bietet.
Erweiterte Geschäftsführung
Jochen Ohler wurde ab dem 1. Juni 2018 zum kaufmännischen Geschäftsführer der LMT Tools sowie der LMT Finance & Shared Services berufen. Als Mitglied der Geschäftsführung wird Jochen Ohler gemeinsam mit Daniel Ehmans die strategische Weiterentwicklung der LMT Tools verantworten.
Die LMT Group hat mit Jochen Ohler einen hochqualifizierten und erfahrenen Manager für diesen verantwortungsvollen Aufgabenbereich gewinnen können. Der Diplom-Kaufmann verfügt über eine langjährige Erfahrung auf Managementebene und bringt Expertise aus internationalen Positionen mit Gesamtverantwortung für Finanzstrategie und operative Umsetzung in die LMT Tools sowie in die LMT Finance & Shared Services ein. Zuletzt war Jochen Ohler Director Finance & IT bei einem bedeutenden US-amerikanischen Hersteller von Baumaschinen.