Neue High-End-Entfettung in Betrieb genommen, DMG Mori mit Rekord-Geschäftsjahr, Firma Wenz-Mechanik übergeben, Reform Grinding Technology übernommen, Computertomograph ausgezeichnet, innovativen Antrieb fertiggestellt, duales Studium angeboten.
Neue High-End-Entfettung
Mit der Inbetriebnahme einer neuen Entfettungsanlage am Firmensitz in Offingen (Landkreis Günzburg) hat die Firma Richard Geiss jetzt die Weichen für die Zukunft gestellt. Das Familienunternehmen, das in Europa zu den führenden Anbietern von aufbereiteten Lösemitteln zählt, weitet sein Dienstleistungsangebot konsequent aus und bietet ab sofort die prozesssichere Lohnentfettung für Kleinteile und Baugruppen bis zu einer Größe von 1.200 mal 800 mal 970 Millimeter an. Insgesamt investierte das Unternehmen über zwei Millionen Euro in eine neue 800 Quadratmeter große Halle und eine High-End-Entfettungsanlage von einem der führenden Hersteller Pero. Die jetzt installierte neue Anlage ist auf einen Durchsatz von 12.000 Gitterboxen pro Jahr ausgelegt, so dass etliche Millionen Teile entfettet werden können. Das entspricht einer Verzehnfachung der bisherigen Kapazität.
Die Dienstleistung der Lohnentfettung ist besonders für Industrielle Anwender aus dem Automobil-, Anlagen-, Maschinen- und Werkzeugbau interessant, denn über die Perchlorethylen-Lösemittelanlagen können stark verölte oder benetzte Metallteile wie Stanz- und Stanzbiege-, Drahtbiege-, Tiefzieh- oder Fließpressteile absolut prozesssicher gereinigt werden. Späne, Partikel, Öle und Fette werden porentief abgereinigt. Die Firma Richard Geiss kann in einem Arbeitsgang Chargen mit einem Gewicht von bis zu 1.000 Kilogramm und bis zu sechzig Chargen pro Tag reinigen, je nach Auftrag und Volumen wird in der Arbeitskammer geschwenkt oder rotiert, bei der Bearbeitung stehen sämtliche Schritte wie Vollbad, Fluten, Schwallfluten, Dampfentfetten sowie die Konservierung und die Vakuumtrocknung zur Verfügung.
Erfolgreiches Geschäftsjahr
Die Firma DMG Mori hat im Geschäftsjahr 2017 Rekordwerte bei Auftragseingang, Umsatz und Free Cashflow erreicht. Auch der Ertrag ist deutlich gestiegen. Die hohe Nachfrage nach den innovativen Maschinen und Technologielösungen setzte sich fort. Der Auftragseingang stieg um 16 Prozent auf 2.754,8 Millionen Euro (Vorjahr: 2.369,9 Millionen Euro). Bereinigt um die Effekte aus der Neuausrichtung 2016 − wie unter anderem die veränderte Vertriebs- und Servicestruktur in Asien und Amerika − stieg der Auftragseingang sogar um 23 Prozent. Der weltweite Werkzeugmaschinen-Verbrauch stieg um 4,5 Prozent. Damit ist DMG Mori stärker gewachsen als der Markt. Der Umsatz stieg um vier Prozent auf 2.348,5 Millionen Euro (Vorjahr: 2.265,7 Millionen Euro). Strukturbereinigt nahm der Umsatz um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu.
Vorstandsvorsitzender Christian Thönes: „Unsere Erfolge im Geschäftsjahr 2017 können sich sehen lassen. Wir haben Rekordwerte bei Auftragseingang, Umsatz und Free Cashflow erreicht. Zudem haben wir wichtige Zukunftsfelder aktiv besetzt: Mit Istos, Adamos und Werkblio haben wir unsere Digitalisierungsstrategie ausgebaut, mit Heitec unsere Kompetenz in der Automatisierung erweitert und mit Realizer das Additive Manufactoring gestärkt.“
Gezielte Übergabe

Zum 1. Januar 2018 übergab der geschäftsführende Gesellschafter Tobias Wenz die Firma Wenz-Mechanik im Zuge einer Nachfolgeregelung an seinen langjährigen Geschäftspartner Martin Hirlinger, geschäftsführender Gesellschafter der ap-Engineering-Unternehmensgruppe. Dieser strategische Schritt unterstützt das weitere Wachstum und sichert langfristig die Zukunft des Unternehmens sowie der Arbeitsplätze der Belegschaft. Für die Integrationsphase steht Tobias Wenz auch weiterhin beratend zur Verfügung.
Die Wenz-Mechanik ist ein leistungsfähiger Full-Service-Anbieter von CNC-Fräsbearbeitungen und bedient Kunden in den Bereichen Automobil, Maschinenbau, Luft- und Raumfahrt sowie Medizin- und Elektrotechnik. Die Auftragsgrößenordnungen reichen von der Einzel- und Kleinteilebearbeitung bis zur hoch automatisierten Großserienfertigung mit Stückzahlen bis zu mehreren 100.000 pro Jahr. Aufgrund der guten Auftragslage steht für 2019 der Umzug in einen Neubau an. Die Planungen für rund 3.000 Quadratmeter Produktionsfläche sind bereits in vollem Gange.
Tobias Wenz und Martin Hirlinger bleiben auch nach der Übergabe der Wenz-Mechanik durch eine paritätische Beteiligung an der 3D-Laserdruck partnerschaftlich verbunden. Diese hat sich auf die additive Fertigung von Metall- und Kunststoffteilen im 3D-Druck spezialisiert. Die Kunden kommen aus den gleichen Marktsegmenten wie die der Wenz-Mechanik und profitieren somit vom erweiterten Leistungsspektrum beider Unternehmen.
Gezielte Übernahme
Die Precision Surfacing Solutions Gruppe (ehemals Lapmaster Wolters Gruppe), ein führender Anbieter von Hochpräzisionswerkzeugmaschinen und Dienstleistungen zum Läppen, Polieren, Schleifen und Honen, hat die Reform Grinding Technology, einen Hersteller von Werkzeugmaschinen und Systemen für hochpräzise Schleifanwendungen, übernommen.
„Mit der Übernahme der Marke Reform erweitern wir unser Portfolio an hochpräzisen Profilschleifmaschinen erheblich und können somit unserer bestehenden weltweiten Kundenbasis zusätzliche Schleiflösungen anbieten.“, sagt Brian Nelson, Präsident und CEO von Precision Surfacing Solutions. „Diese Übernahme wird unser globales Team auf über 900 Mitarbeiter erweitern und unsere Fähigkeit, technische Lösungen für eine breitere Palette von Anwendungen anzubieten, weiter stärken. Dies gilt insbesondere in Kombination mit unseren bestehenden Marken im Profilschleifsegment ELB, Micron und aba.
Ausgezeichneter Computertomograph

Basierend auf der jüngsten Analyse zur industriellen Computertomographie (CT), zeichnet Frost & Sullivan die Wenzel Group mit dem Global Customer Value Leadership Award 2017 aus. Das im April 2017 eingeführte exaCT U-System der neusten Generation, bietet einen vereinfachten, kosteneffektiven und vollständig automatisierten Workflow für den gesamten CT-Analyseprozess.
„Um die Kundenbedürfnisse auf dem weltweiten Markt für industrielle CT-Systeme zu erfüllen, bietet Wenzel ein Portfolio innovativer und kompakter Produkte der exaCT Baureihe, die dem Kunden einen Mehrwert liefern“, erklärt Mariano Kimbara, Branchenanalytiker bei Frost & Sullivan.
Das exaCT U-System ist in seiner Leistungsklasse eines der kompaktesten CT-Systeme auf dem Markt und kann präzise 3D-Daten und automatisierte Inspektionen für komplexe innere und äußere Strukturanalysen von Bauteilen liefern. Die Wenzel-eigene CT-Software zur Steuerung, Datenerfassung und Rekonstruktion wurde speziell entwickelt, um hohe Präzision, schnelle Scanzeiten und eine beispiellose Rekonstruktionsgeschwindigkeit für industrielle Anwendungen zu gewährleisten. Das System ermöglicht Anwendern, Messungen und Mehrfachauswertungen mit nur einem CT-Scan durchzuführen, was wiederum viel Zeit und Geld spart.
Innovativer Antrieb

Kürzlich hat die Inkoma Maschinenbau in Osterweddingen im Beisein von Staatssekretär Dr. Jürgen Ude einen Elevationsantrieb für das weltweit größte, in Bau befindliche Radioteleskop, das Square Kilometre Array (SKA) nach erfolgreicher Abnahme zur Installation in Südafrika übergeben. Inkoma hatte den Antrieb im Auftrag des Mainzer Spezialisten für Teleskope und Antennen, MT Mechatronics, entwickelt und gefertigt.
„Wir gratulieren der gesamten Inkoma-Mannschaft. Dieser Antrieb ist ein Paradebeispiel für ingenieurtechnische Spitzenleistungen aus Sachsen-Anhalt. Sie zeigt, wozu Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam im Stande sind“, sagte Dr. Jürgen Ude.
Manfred Obermeier, Vorsitzender des Vorstandes der Inkoma, betonte die enormen technischen Anforderungen in diesem Projekt: „Die Antenne besteht im Wesentlichen aus dem Parabolspiegel, den Antrieben für die horizontale Bewegung (Azimut) und vertikale Bewegung (Elevation), dem Tragwerk und den elektronischen Geräten. Anhand der technischen Anforderungen an dieses Beobachtungssystem, entwickelte die Inkoma Maschinenbau das Herzstück des Systems, einen völlig neuen servoelektrischen Direkt-Spindel-Hubantrieb (DSH) für die Elevationsbewegung des Parabolspiegels. Das ist ein Quantensprung in Sachen Präzision.“ Trotz einer Gesamtlänge von etwa 6.500 Millimeter und einem Gewicht von etwa drei Tonnen stelle der DSH-Antrieb ein kompaktes Antriebssystem mit hoher Leistungsdichte dar.
Digitale Zukunft

„Industrie 4.0“ steht für das Zusammenwachsen von Maschinenbau, Elektrotechnik und Informationstechnologie zu einer intelligent vernetzten Produktionsweise. Die Verzahnung der analogen mit der digitalen Welt erfordert ein nachhaltiges Umdenken. Nicht nur in Unternehmen, auch an den Hochschulen.
Als Hersteller von Präzisionswerkzeugen für die Zerspanungsindustrie ist Walter in einer Schlüsselposition, wenn es darum geht, Bauteilbearbeitungen zu optimieren. Für Walter ist die digitale Transformation derzeit eines der wichtigsten Unternehmensziele. Auf dem weiteren Weg dahin sind digitale Experten gefragt. Deshalb engagiert sich das Unternehmen auch aktiv für die Ausbildung künftiger Industrie 4.0-Berufe. Ein konkretes Angebot bietet die Firma Walter jetzt gemeinsam mit der dualen Hochschule Baden-Württemberg in Villingen-Schwenningen an.
Das Wirtschaftsinformatik-Studium an der DHBW Villingen-Schwenningen verbindet auf einzigartige Weise ein wissenschaftliches Studium mit den praktischen Erfahrungen in einem weltweit führenden Unternehmen der Werkzeugindustrie: Im Dreimonatsrhythmus wechseln die Studentinnen und Studenten zwischen Hochschule und der Firma Walter. Sie erwerben dadurch gleichermaßen Wissen, Berufserfahrung und sogenannte „Soft Skills“. Nach dem dreijährigen Studium und einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit beenden die Absolventen ihre Ausbildung mit dem Titel Bachelor of Science.