Leitkongress für digitale Vernetzung veranstaltet, Metav-Termin festgelegt, Lobbyarbeit für Digitalisierung gemacht, Investor gesucht, neue Führung für Sandvik Tooling Deutschland eingesetzt, Digitalisierungsprojekt gefördert.
Digitale Vernetzung
Als Zusammenkunft von Entwicklern, Anbietern und Nutzern von Automationslösungen, hat sich der VDI-Leitkongress „AUTOMATION 2018“ am 3. und 4. Juli in Baden-Baden zur technisch-wissenschaftlichen Leitveranstaltung im deutschsprachigen Raum entwickelt. Unter dem Motto „Seamless Covergence of Automation & IT“ nimmt sich die „AUTOMATION 2018“dem Thema der zunehmenden Vernetzung und Digitalisierung an. Welche Entwicklungstendenzen die Branche im Zuge der digitalen Vernetzung einschlägt und welche Chancen und Herausforderungen auf sie warten, diskutieren Fachreferenten auf dem 19. Leitkongress.
Die Top-Themen der Veranstaltung sind:
- Automatische Konnektivität, IT-Integration und Lokalisierung von Geräte-Assets in bestehenden Automatisierungsanlagen,
- Betriebsassistenz mit sensorgestützten Handlungsempfehlungen zur Reduzierung des Anlagenstillstands,
- Überführung der Industrie 4.0 Verwaltungsschale in die Praxis anhand industrieller Anwendungen,
- Augmented Reality als Fenster ins Internet of Production,
- Big Data in der Automation – Use Cases und Umsetzungsempfehlungen,
- Effizienter mit digitalen Zwillingen: Modellbasierte Funktionsentwicklung.
Zeitgleich mit dem Leitkongress „AUTOMATION 2018“ finden zwei Parallelveranstaltungen statt. Diese können Kongressteilnehmer ohne Zusatzkosten besuchen.
Die 6. VDI-Fachtagung „Industrie 4.0 – Neue Geschäftsmodelle“ befasst sich mit DEM Thema für produzierende Unternehmen – der Industrie 4.0.
Auf der 3. VDI-Fachkonferenz „Gebäudeautomation“ diskutieren Experten, welche Chancen und Herausforderungen die Digitalisierung in der Gebäudeautomation bereithält.
Anmeldung und Programm unter
automatisierungskongress.de
sowie über das VDI Wissensforum Kundenzentrum, Postfach 10 11 39, 40002 Düsseldorf,
wissensforum@vdi.de
, Telefon: +49 211 6214-201, Telefax: -154.
Optimierter Messetermin

Der Termin für die nächste Metav steht fest. Die Internationale Messe für Technologien der Metallbearbeitung wird von Dienstag bis Freitag, den 10. bis 13. März 2020, in Düsseldorf stattfinden.
„In Übereinstimmung mit dem Ausstellervotum verkürzen wir die Metav damit von fünf auf vier Tage“, sagt Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer beim Metav-Veranstalter VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) in Frankfurt am Main. Über 75 Prozent der Austeller haben sich in der Ausstellerbefragung am Ende der Metav für eine Messelaufzeit von vier Tagen ausgesprochen.
Damit vollzieht die Metav einen Schritt, den andere Investitionsgütermessen schon früher gegangen sind vor dem Hintergrund geänderter Lebens- und Arbeitsgewohnheiten von Messebesuchern. „Der Samstag ist ein Relikt, das dem heutigen Messebesucherverhalten nicht mehr entspricht. Die Menschen legen Wert auf ihr freies Wochenende und wollen es nicht auf einer Messe verbringen“, erläutert Schäfer. Die Metav war im Februar 2018 nach fünf Messetagen zu Ende gegangen. Die Entwicklung des Besucherzuspruchs am Samstag zeigte, dass er nicht mehr ausreichend gefragt war.
Für die Mehrzahl der Aussteller steigt mit der Verkürzung der Messelaufzeit die Effizienz ihrer Beteiligung. „Die Erfahrung von anderen Messen zeigt, dass sich die Samstagsbesucher weitgehend auf die übrigen vier Tage verteilen und damit für noch höhere Auslastung an den Ständen sorgen“, sagt Schäfer vom VDW. „Wir sind überzeugt, dass der neue Termin Ausstellern und Besuchern gleichermaßen entgegenkommt und den Nutzen der Metav für beide Kundengruppen erheblich steigert.“
Industry Business Network 4.0 vorgestellt

Den schwäbischen Europaabgeordneten und Sprecher des EU-Parlamentskreises Mittelstand, Markus Ferber, treibt seit langem die Frage um, wie die Digitalisierung der mittelständischen Industrie funktionieren könnte. Anlässlich des jährlich stattfindenden Empfangs des Parlamentskreises Mittelstand Europa hatte er die Lösung im Gepäck: Auf seine Einladung präsentierte sich der Industry Business Network 4.0 im Rahmen einer begleitenden Messe den rund 150 geladenen Gästen aus der EU-Spitzenpolitik.
Darunter auch die EU-Kommissarin für digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Marija Gabriel. Sie informierte sich am Stand des Verbands über die Lösungen der Herstellervereinigung innovativer Mittelstandsunternehmen und will sich in einem ausführlicheren Folgetermin nun noch intensiver mit den einzigartigen Konzepten des Verbands auseinandersetzen. „Das Geschäftsmodell des Industry Business Network bringt den Verbesserungsbedarf bei der Digitalisierung auf den Punkt“, fasste Markus Ferber anschließend zusammen. Und Igor Mikulina, Vorstandsvorsitzender des Industry Business Network 4.0 ist dankbar für das durchweg positive Feedback: „Wir gehen als Verbund innovativer mittelständischer Unternehmen jetzt in die konkrete Umsetzung einer herstellerübergreifend vernetzten Fertigung. Vor diesem Hintergrund freut es uns sehr, dass wir auch auf europäischer Ebene als Entwicklungskonsortium wahrgenommen und unterstützt werden“.
Investor gesucht
Der Hersteller von Thermodrucksystemen F+D Feinwerk- und Drucktechnik aus Neckarsteinach sucht einen Investor. Das Unternehmen hatte am 23. Februar 2018 beim Amtsgericht Saarbrücken einen Insolvenzantrag gestellt. Volker K. E. Müller, Rechtsanwalt und Partner der dhpg, wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Die Zahlung der Löhne und Gehälter der aktuell zwanzig Mitarbeiter ist bis Mitte April über das Insolvenzgeld gesichert. Der Geschäftsbetrieb wird mit dem Ziel der kurzfristigen Sanierung des Unternehmens auch über den Insolvenzgeldzeitraum hinaus fortgeführt und durch einen Investorenprozess begleitet.
Volker K. E. Müller: „Die Weiterführung des Unternehmens könnte durch die Zuführung neuen Kapitals gesichert werden. Die Suche nach einem geeigneten Investor hat bereits begonnen.“
Das Unternehmen besitzt langjährige Kundenbeziehungen zu Wiederverkäufern sowie zur Industrie und ist durch eine sehr tiefe Wertschöpfung sowohl in der Produktion als auch im technischen Service von Thermodrucksystemen gekennzeichnet. Mit der Investorensuche wurde die in Trier ansässige Mentor AG beauftragt.
Neuer Geschäftsführer

Im März hat Sandvik Coromant Josse Coudré zum neuen Geschäftsführer der Sandvik Tooling Deutschland ernannt. Zeitgleich wird Josse Coudré die Position des General Manager Sales Area Central Europe übernehmen und die weitere Geschäftsentwicklung, den Ausbau der Vertriebsaktivitäten sowie die nachhaltige Stärkung der Kundenservices vorantreiben.
Josse Coudré ist seit 2007 bei Sandvik und seit 2012 bei Sandvik Coromant – hier hatte er verschiedene Führungspositionen inne, unter anderem die des Geschäftsführers in Frankreich und den Beneluxländern sowie zuletzt des Sales Area Managers South Europe. Der diplomierte Bergbauingenieur mit MBA-Abschluss war zuvor bei General Electric und hat mittlerweile 25 Jahre internationale Geschäftserfahrung in verschiedenen Unternehmensbereichen und Unternehmenskulturen gesammelt.
Der bisherige Geschäftsführer Damian Göppert übernimmt die neu geschaffene Position als Head of Strategic Relations. Seine Hauptaufgabe wird es sein, die Zusammenarbeit in allen strategischen Partnerschaften mit Endkunden, Werkzeugmaschinenbauern und Vertriebspartnern global weiter zu entwickeln und zu stärken.
Erfolgreiche Transferprojekte
Der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) ist mit seiner Projektskizze im Ideenwettbewerb Transferprojekte unter den 15 ausgewählten Projekten, die nun beim Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau einen Förderantrag einreichen können. In Kooperation mit dem Institut der Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement IAT der Universität Stuttgart und dem Ferdinand-Steinbeis-Institut will der Handwerkstag ein innovatives und nachhaltiges Beratungs- und Transferkonzept für digitale Geschäftsmodellinnovationen im Handwerk entwickeln und umsetzen.
Wie das Ministerium bekannt gab, sind insgesamt 55 Anträge eingegangen. „Wir freuen uns sehr, dass die Bedeutung eines handwerkspezifischen Instruments erkannt wurde und wir uns im Auswahlverfahren durchsetzen konnten“, betont Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold. Innerhalb der Frist von sechs Wochen kann der Handwerkstag nun den Förderantrag einreichen. Inhaltlich zielt das Projekt auf die Bereiche Geschäftsprozesse, Digitale Geschäftsmodelle und Digitale Plattformen sowie Smart Services ab. Zunächst ist eine Bestandsanalyse des Transfersystems im Bereich digitale Geschäftsmodelle geplant. Darauf aufbauend soll ein kompetenzbasiertes Beratungs- und Coachingkonzept entwickelt werden. Im letzten Schritt werden Maßnahmen für die Verbreitung und Verstetigung des Konzepts entwickelt. Das Vorhaben knüpft nahtlos an bereits laufende Initiativen und Aktivitäten wie das Zukunftsprojekt Handwerk 2025, den Digitallotsen und das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Stuttgart an. Die Förderung ist das Ergebnis eines vom Wirtschaftsministerium durchgeführten Wettbewerbs zur Entwicklung und Erprobung innovativer Veranstaltungsformate für den Technologie- und Wissenstransfer. Die Gesamtfördersumme beträgt vier Millionen Euro. Die Mittel stammen aus der Digitalisierungsstrategie der Landesregierung digital@bw.