Starkes Technologie-Geschäft verzeichnet, zweiten Institutsleiter berufen, Carbon-Hinterradschwinge entwickelt, neue Leitung eingesetzt, Präzisionsteile-Lieferant zertifiziert, neuer Online-Selbsttest zu Werkzeugbau 4.0.
Starkes Technologie-Geschäft verzeichnet
Die Technotrans SE aus Sassenberg blickt auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2018 zurück. Hierbei stachen das Geschäft mit den neuen Technologiemärkten und der kunststoffverarbeitenden Industrie als Wachstumstreiber hervor. Das Unternehmen insgesamt hat den Umsatz im Berichtszeitraum um 4,1 Prozent auf 107,4 Millionen Euro gesteigert. Der operative Gewinn (EBIT) wuchs um 7,9 Prozent auf 9,1 Mio. Euro, die entsprechende Marge verbesserte sich um 0,3 Punkte auf nunmehr 8,5 Prozent. Zugleich bestätigte Technotrans die Prognose für das Gesamtjahr.
„Wir sind mit der Geschäftsentwicklung der technotrans-Gruppe im ersten Halbjahr sehr zufrieden“, sagt Dirk Engel, Sprecher des Vorstands der Technotrans SE. Der Konzern habe es erneut geschafft, bei steigender Profitabilität zu wachsen. Das Periodenergebnis legte um 5,9 Prozent auf 6,4 Millionen Euro zu, was einer Umsatzrendite von 6,0 Prozent entspricht.
Der Vorstand bekräftigt die Mittelfristziele, den Umsatz auf 300 Millionen Euro auszubauen. Bis 2020 will das Unternehmen hierfür eine organische Wachstumsrate von fünf bis sechs Prozent jährlich erreichen. Weiteres Wachstum soll durch M&A-Aktivitäten generiert werden.
Zweiten Institutsleiter berufen

Seit dem 1. Juli 2018 ergänzt der renommierte Aachener Produktionsforscher Fritz Klocke die Leitung des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung. Das IPA ist eines der größten Institute der Fraunhofer-Gesellschaft und wächst seit Jahren stark.
„Mittlerweile haben wir eine Größe und Bedeutung erreicht, bei der ich als Institutsleiter die Verantwortung und Aufsichtspflicht trotz einer kürzlich eingeführten Bereichsstruktur kaum noch wahrnehmen kann. Es war deshalb schon lange unser Plan, die Institutsleitung personell zu verstärken. Nun erhalte ich mit dem Kollegen Klocke kurzfristig qualifizierte Unterstützung, denn er hat in Aachen gerade seine Nachfolge im Fraunhofer IPT sowie an seinem Universitätslehrstuhl gut geregelt“, so Professor Thomas Bauernhansl, der bisher das Fraunhofer IPA alleine gemanagt hat. „Professor Klocke ist in der Fraunhofer-Gesellschaft sehr anerkannt und hat als Leiter des Fraunhofer-Verbunds Produktion auch an strategischen Fragen der Produktionstechnik mitgearbeitet.
Er wird für eine Übergangszeit als kommissarischer Institutsleiter in die Führung des IPA eintreten, um dann gemeinsam mit mir das IPA führen und so weiterentwickeln, dass die anstehenden Herausforderungen erfolgreich gemeistert werden können“, so Bauernhansl weiter.
Carbon-Hinterradschwinge entwickelt

Wenn Péter Vojtkó Anfang Oktober ein Motorradrennen im Motorland Aragón bestreitet, fährt auch ein Stück Bildungsakademie Singen mit. Denn der Masterstudent der Eliteuniversität ETH Zürich hat in den vergangenen Monaten viele Stunden mit der Planung einer Carbon-Hinterradschwinge verbracht und die benötigten Formhälften an der CNC-Maschine in der Bildungsakademie mechanisch bearbeiten lassen.
„Wir machen beim internationalen Uniwettbewerb MotoStudent mit, einer Prototypenmeisterschaft für Motorräder. Hierfür entwickle und baue ich im Rahmen meiner Masterarbeit diese einzigartige Carbonschwinge“, erzählt Vojtkó. Auf der Suche nach einem CNC-Bearbeitungszentrum ist über die kooperierende Firma OW-Feinwerk von Dozent Oliver Wipfler der Kontakt zur Bildungsakademie Singen entstanden.
„Die Bildungsakademie ist immer daran interessiert, die Maschinen auf moderne Art und Weise zu nutzen und damit auch den zukünftigen Feinwerkmechanikermeistern zu zeigen, welche Möglichkeiten existieren. Außerdem ist die Kooperation und der Austausch unter Bildungsträgern wichtig“, so CAD-Dozent Wipfler.
Neue Leitung eingesetzt

Neue Produkte, ein schlagfertiger Vertrieb, globaler Service und verbesserte Lieferfähigkeit – Sauter treibt seine strategische Neuausrichtung weiter voran. Seit Januar verstärken Vertriebsleiter Felix Schöller und Einkaufsleiter Manfred Leibfarth den Weltmarktführer für Werkzeugrevolver mit ihrer langjährigen Erfahrung und ihrem tiefgreifenden Branchen-Know-how. Ziel der beiden Fachmänner ist es, das Leistungsspektrum des Unternehmens und die Wettbewerbsfähigkeit weiter auszubauen.
Als neuer Vertriebsleiter ist Felix Schöller mitverantwortlich für die Entwicklung und Planung der neuen Unternehmensstrategie. „Wir sind weltweiter Technologieführer für Werkzeugrevolver und einer der führenden Hersteller für die systemische Ausstattung von Werkzeugmaschinen“, erläutert Felix Schöller.
Mit Manfred Leibfarth sichert sich Sauter die Expertise eines erfahrenen Strategen für die Leitung der Beschaffung. Die Ziele des 51-jährigen Einkaufsspezialisten sind klar: die Optimierung und der Ausbau des strategischen Einkaufs, die Gewinnung neuer Lieferanten und die Verbesserung der Lieferfähigkeit. Vor seinem Wechsel zum Metzinger Systemausstatter für Werkzeugmaschinen war Leibfarth als Material Group Manager bei Ammann tätig und leitete den Einkauf am Standort Tschechien.
Leipold Gruppe zertifiziert

Die Leipold Gruppe, Wolfach, bleibt ein verlässlicher Lieferant von Präzisionsteilen für die Automobilindustrie. Der Hersteller hat das Audit nach IATF 16949 erfolgreich abgeschlossen. Bereits heute erfüllt der Hersteller damit alle Voraussetzungen für das Inkrafttreten des neuen Automotive-Standards Mitte September dieses Jahres. Die Zertifizierung versetzt Leipold in die Lage, als direkter Teil der Zuliefererkette bei wichtigen Automobilherstellern gelistet zu bleiben. Für den mittelständischen Hersteller ist die Zertifizierung nach IATF 16949 ein weiterer Meilenstein im Rahmen seiner Null-Fehler-Strategie.
„Die Automobilbranche trifft bei uns auf einen kerngesunden und verlässlichen Partner mit zukunftssicheren Prozessen“, betont Pascal Schiefer, geschäftsführender Gesellschafter der Leipold Gruppe. „Das erfolgreiche IATF-Audit belegt, dass wir die Herausforderungen der Automobilbranche annehmen und die Anforderungen umsetzen.“
Bis jetzt war die Leipold Gruppe nach dem Vorgänger-Standard ISO/TS 16949 seit 2003 zertifiziert.
Neuer Online-Selbsttest zu Werkzeugbau 4.0
Industrie 4.0 ist in aller Munde. Doch was steckt hinter dieser Philosophie und wie ist sie auf den Werkzeug- und Formenbau anwendbar? Um Licht ins Dunkel zu bringen, hielt 2016 die intelligente Vernetzung der Fertigungstechnik und der Logistik auch Einzug in die Aus- und Weiterbildungsthemen des VDWF.
Mit dem Arbeitskreis „Werkzeugbau 4.0“ unterstützt der VDWF Werkzeug- und Formenbau-Unternehmen dabei, die „vierte industrielle Revolution“ mit Hilfe der Handlungsfelder Strategie, Prozesse, Produkte und Mensch umzusetzen. Der erste Schritt, den ein Unternehmen dabei machen sollte: die transparente Bestimmung des eigenen Standorts anhand einzelner Unternehmenspositionen auf dem Weg zu 4.0. Dazu hat der VDWF einen Online-Selbsttest von Werkzeugmachern für Werkzeugmacher entwickelt, mit dem eine Standortbestimmung in 15 Minuten möglich ist.
Den Selbsttest finden Sie hier:
www.vdwf.de/umfrage-industrie-40.html
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