Einige Nachrichten aus der Branche halten wichtige Infos für Metallbauer bereit. Wie nachhaltig eine Feuerverzinkung ist, zeigen Messungen an einer fünfzig Jahre alten Halle. Zwei Normen zum Schweißen wurden neu herausgegeben und die RAL für Dreh- und Drehkippbeschläge wurden aktualisiert.
Nach fünfzig Jahren immer noch top
Hallen aus Stahl sind vielfältig und flexibel nutzbar. Wenn sie feuerverzinkt ausgeführt werden, dann ist selbst nach einem halben Jahrhundert keine Instandsetzung des Korrosionsschutzes erforderlich, wie die Versuchshallen der Technischen Universität Darmstadt zeigen. Eine Überprüfung der Hallen ergab, dass sich ihre feuerverzinkte Stahlkonstruktion auch nach rund fünfzig Jahren in einem Topzustand befindet.
Im Rahmen der Erstbebauung des Campus Lichtwiese wurden im Zeitraum 1968 bis 1970 sieben Versuchshallen in feuerverzinkter Stahl-Leichtbauweise für den Fachbereich Bauingenieurwesen errichtet. Die Hallen gehören zum sogenannten Darmstädter Bausystem, das entwickelt wurde, um innerhalb kurzer Zeit die Bebauung des neuen Campus realisieren zu können.
Im Rahmen einer Inspektion der fast fünfzig Jahre alten Hallen durch einen Korrosionsschutz-Fachingenieur des Institutes Feuerverzinken im Juli 2017 erfolgten umfangreiche Messungen der Zinkschichtdicken als auch eine visuelle Überprüfung des Korrosionsschutzes. Auf den geschweißten Haupttragstützen wurden Zinkschichtdicken zwischen 475 und 560 Mikrometer gemessen. Auf den Stützen aus Rechteckhohlprofilen wurden Zinkauflagen von mehr als 160 Mikrometer festgestellt. Auch die visuelle Überprüfung ergab keine Beanstandungen. Die feuerverzinkten Stahlbauteile befanden sich nach einer Nutzungszeit von einem halben Jahrhundert in einem sehr guten Zustand, der auch für weitere fünfzig Jahre Korrosionsfreiheit erwarten lässt.
Norm zu Verfahrensprüfungen neu erschienen
Die neue DIN EN ISO 15614-1:2017-12 Anforderung und Qualifizierung von Schweißverfahren für metallische Werkstoffe; Schweißverfahrensprüfung; Teil 1: Lichtbogen- und Gasschweißen von Stählen und Lichtbogenschweißen von Nickel und Nickellegierungen ist im Dezember neu erschienen, wie der BVM mitteilt.
Die Norm wurde hinsichtlich der Anforderungen an Verfahrensprüfungen in zwei Stufen komplett neustrukturiert.
Die Geltungsbereiche der Werkstoffgruppen wurden überarbeitet.
Eine Tabelle bezüglich der Bewertungsgruppen für Unregelmäßigkeiten wurde eingefügt. Der Geltungsbereich der Wandstärken und Rohraußendurchmesser wurde überarbeitet. Gruppeneinteilungen bezüglich Schweißzusätze und Schweißgut wurden aufgenommen.
Auch die DIN EN ISO 9606-1 Prüfung von Schweißern; Schmelzschweißen; Teil 1: Stähle ist im Dezember neu erschienen.
Der nun harmonisierten Norm wurden nur die Anhänge ZA und ZB angefügt, die den Zusammenhang zwischen Schweißerprüfungen und europäischer Druckgeräterichtlinie (PED) herstellen. Für Betriebe, die nach Druckgeräterichtlinie arbeiten, ergeben sich Änderungen bei den Möglichkeiten der Verlängerungen der Schweißerprüfbescheinigungen.
Der eigentliche Normentext hat sich nicht geändert. DIN EN 1090 zertifizierte Betriebe können mit der alten DIN EN ISO 9606-1:2013-12 weiter arbeiten.
Die nächste Aktualisierung des Fachregelwerks Metallbaupraxis wird diese Neuerscheinung beinhalten.
RAL für Dreh- und Drehkippbeschläge aktualisiert

An Dreh- und Drehkippbeschläge werden umfangreiche Anforderungen gestellt. Da diese sich im Laufe der Zeit verändern, haben die Mitglieder der Gütegemeinschaft Schlösser und Beschläge kürzlich die bestehenden Güte- und Prüfbestimmungen ergänzt und überarbeitet.
Die Neufassung der Güte- und Prüfbestimmungen RAL-GZ 607/3 berücksichtigt insbesondere die Weiterentwicklung in der europäischen Norm DIN EN 13126-8 zu den Anforderungen und Prüfverfahren für Drehkipp-, Kippdreh- und Drehbeschläge, die neu erschienen ist. Darin wurden unter anderem, analog zur DIN EN 12400, drei Klassen für die Anzahl an Prüfzyklen eingeführt. Kipp- und Drehzyklen erfolgen nunmehr mit gleicher Zyklenzahl. Der bisherige Prüfablauf wurde durch den aus DIN EN 1191:2012 bekannten Prüfablauf komplett ersetzt. Für das Erreichen der Endlagen bei der Prüfung wird aber in der neuen Beschlagnorm im Gegensatz zur EN 1191 unabhängig von den jeweiligen Flügelmassen stets die maximale Bezugsgeschwindigkeit verwendet. Für Flügelmassen größer als 130 Kilogramm wurde ein neues optionales Format für den Probekörper festgelegt. Zudem wurde eine Erhöhung der Anforderung beim Annahmekriterium „maximal Kraft zum Schließen des Flügels“ vorgenommen um eine Angleichung an die DIN EN 13115 zu erreichen.
Hilfreicher Rat zum Fensterkauf

Tageslicht und ein schöner Ausblick sind bei Bauherren und Modernisierern ein Top-Thema. Außerdem gefragt sind viel Komfort, frische Luft, eine gute Wärmedämmung in der kalten Jahreszeit, ein ordentlicher Schallschutz wegen des zunehmenden Umweltlärms, Schutz vor der Sommersonne und Schutz vor Einbrechern. Aber nicht jede Hauswand und jedes Dachelement eignet sich für jedes Fenster beziehungsweise nicht jedes Fenster macht in jedem Bereich des Eigenheims Sinn. Für eine fundierte Beratung liefert der Verband Fenster + Fassade (VFF) umfangreiche Hilfestellung. VFF-Geschäftsführer Ulrich Tschorn. „Wer Fragen dazu hat, findet unter www.fensterratgeber.de zahlreiche Informationen zu diesem Thema und eine Reihe kurzweiliger, sehr hilfreicher Info-Filme. Außerdem kann man im Fenster- und Fassaden-Fachbetrieb Informationen rund um die richtige Fensterwahl bekommen – angesichts der Fülle an Möglichkeiten ein ganz wesentlicher Faktor für den erfolgreichen Fensterkauf.“