Einige Nachrichten aus der Branche halten wichtige Infos für Metallbauer bereit. So wurde der DASt-Forschungspreis vergeben, Lacker erhielt den größten Fassadenauftrag seiner Geschichte, Produkte können jetzt für die Nachhaltigkeit zertifiziert werden, Schoeller hat sein Produktportfolio um längsnahtgeschweißte Rohre erweitert, in Tschechien wurde ein Jubiläumsroboter von Cloos übergeben und im Herbst gibt es einen spannenden Wissenstransfer zur Schweißtechnik.
DASt-Forschungspreis vergeben
Dr.-Ing. Mai Luong konnte mit ihrer Arbeit die Jury, unter der Leitung von Prof. Sigrid Brell-Cokcan, überzeugen. Sie beeindruckte mit ihrer Arbeit zum Thema „Bestimmung des Beanspruchungszustands in fachwerkartigen Eisen- und Stahltragwerken, mit Hilfe schwingungsbasierter experimenteller Untersuchungen“ und gewann so den DASt-Forschungspreis 2018. Sie promovierte an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus–Senftenberg (BTU) in Kooperation mit der Bauhaus Universität Weimar sowie der Bundesanstalt für Materialforschung- und -prüfung. An der BTU war sie selbst von 2011 bis 2017 als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Dr.-Ing. Lorenz am Lehrstuhl für Bautechnikgeschichte und Tragwerkserhaltung tätig. Seit Januar 2018 ist sie beim Deutschen Institut für Bautechnik angestellt.
„Mit dem aufgezeigten Verfahren ist es auf pragmatische Weise gelungen, bestehende und auch komplexe Konstruktionen, deren Tragparameter nur teilweise bekannt sind, zerstörungsfrei, bezüglich ihrer Gesamtbeanspruchung sehr gut einzuschätzen und damit die Voraussetzungen für eine effektive Rekonstruktion und Ertüchtigung zu ermöglichen. Für das Bauen im Bestand und den Erhalt von denkmalgeschützten Tragwerken werden damit wesentliche Grundlagen geschaffen“, so die Begründung der Jury.
Die Verleihung der Urkunden erfolgt am Tag der Stahl-Architektur, dem zweiten Kongresstag des 39. Deutschen Stahlbautages am 12. Oktober 2018 in Duisburg.
Anspruchsvolle Logistik

Die Firma Lacker aus Waldachtal hat den Auftrag zum Fassadenbau des im Neubau befindlichen Arburg-Schulungscenters erhalten. Das Projekt ist hierbei nicht nur architektonisch, sondern auch logistisch besonders anspruchsvoll.
4.150 Quadratmeter Glas, mehr als 200 Big-Swing-Fenster und Lüftungsklappen in den unterschiedlichsten Größendimensionen sowie 2.750 Quadratmeter Blech – aus diesen Komponenten soll die exklusive Fassade des neuen 13.700 Quadratmeter großen Schulungscenters von Arburg, einem der weltweit führenden Hersteller hochwertiger Spritzgießmaschinen für die Kunststoffverarbeitung, bestehen. Verantwortlich für die erfolgreiche Abwicklung dieses Projekts ist die Firma Lacker, für die die Herstellung und Montage der teils gebogenen Fassadenelemente den größten Einzelauftrag der Firmengeschichte darstellt.
Vorstand Frank Lacker betont: „Die größte Herausforderung an diesem Projekt liegt in der bauzeitlichen Vorgabe, die einen Großteil der Fassaden-Fertigstellung bereits für Ende 2018 vorsieht.“ Um dies einzuhalten, hat das Unternehmen ein spezielles Logistikkonzept entwickelt, das eine Montage der Structural-Glazing- sowie Blech-Fassadenelemente an mehreren Stellen gleichzeitig ermöglicht und so eine rechtzeitige Fertigstellung des Auftrags gewährleisten soll.
Anerkennungsverfahren gestartet
Im Rahmen der Nachhaltigkeitszertifizierung von Gebäuden spielen Bauprodukte eine wichtige Rolle. Schließlich bezieht sich eine Vielzahl der zu berücksichtigenden Kriterien auf deren Qualitätsmerkmale. Um die Komplexität der notwendigen Informationen zu reduzieren, können Produktlabels als unabhängige Qualitätsnachweise hilfreich sein. Mit der neuen Version 2018 ihres Zertifizierungssystems führt die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) erstmals ein Verfahren zur Anerkennung solcher Produktlabels ein. Hierfür müssen Labelanbieter eine Reihe von Anforderungen erfüllen. Dabei kann sich die Anerkennung auf drei Kriterien innerhalb des DGNB Systems beziehen: die verantwortungsbewusste Ressourcengewinnung, die Vermeidung von Schad- und Risikostoffen sowie die Rückbau- und Recyclingfreundlichkeit. Erste von der DGNB anerkannte Standards sind CSC, FSC, Holz von hier, Indoor Air Comfort Gold, PEFC und WiN=WiN Fair Stone.
Wirtschaftliche Alternative

Das Schoeller Werk hat sein Produktportfolio um längsnahtgeschweißte Rohre aus dem neuen Werkstoff VDM Alloy 31 Plus erweitert. Damit bietet das Unternehmen eine wirtschaftliche Alternative zu Rohren aus höherpreisigen Nickel-Basis-Legierungen für den Apparate- und Anlagenbau.
Die Ni-Fe-Cr-Mo-Legierung mit Stickstoffzusatz weist aufgrund des Chromgehalts von 26 bis 28 Prozent eine besonders hohe Beständigkeit unter oxidierenden Bedingungen auf. Aus diesem Grund eignet sich der Werkstoff vor allem für Anwendungsgebiete in der chemischen Prozesstechnik, für Komponenten in der Rauchgasentschwefelung und der Müllverbrennung sowie in Anlagen zur Herstellung und Aufbereitung von Schwefel- und Phosphorsäure.
Die Herstellung der längsnahtgeschweißten Rohre erfolgt mit Hilfe des WIG-Schweißverfahrens ohne Verwendung von Schweißzusatzwerkstoffen. Da die Schweißnahtgüte mit dem Faktor 1,0 bewertet wird, erfüllt der Werkstoff die Anforderungen des Merkblattes AD 2000-W2 der Arbeitsgemeinschaft Druckbehälter.
Neuer Schweißroboter

Als größter Produzent von Landmaschinen in der Tschechischen Republik setzt Agrostroj auf modernste Produktionsanlagen. Beim Schweißen verlässt sich das tschechische Erfolgsunternehmen dabei ganz auf die Technologien von Cloos. Mitte April hat Agrostroj den hundertsten. Roboter der Haigerer Schweißspezialisten in Betrieb genommen.
Ende der neunziger Jahre nahm das Unternehmen bereits den ersten Cloos-Roboter in Betrieb und investiert seitdem kontinuierlich in die automatisierte Schweißtechnik. Egal ob Kompaktzellen und -anlagen, All-In-One-Konzepte oder komplexe Roboteranlagen – Agrostroj verfügt über ein breites Spektrum an Roboteranlagen unterschiedlicher Größen. Daneben sind zum Handschweißen mehr als 600 Schweißstromquellen aus dem Hause Cloos im Einsatz. Durch die flexiblen Anlagenkonzepte kann das Unternehmen schnell auf sich ändernde Anforderungen reagieren. Alle Roboteranlagen sind mit der Offline-Programmiersoftware Robo-Plan sowie mit der Benutzerverwaltungssoftware User Management System (UMS) von Cloos ausgestattet. Damit kann Agrostroj Kundenwünsche noch flexibler berücksichtigen. Der Einsatz der automatisierten Schweißtechnik resultiert in einer exzellenten Produktqualität bei kürzesten Fertigungszeiten.
Spannender Wissensaustausch
Angefangen von den Top-Themen „Additive Fertigung“ und „Industrie 4.0“ bis hin zu Dauerbrennern wie „Arbeitsschutz“ und „Stahlbau“ bietet der DVS Congress der fügetechnischen Branche am 17. und 18. September 2018 in Friedrichshafen einen aktuellen und spannenden Wissensaustausch. Zum „Place to be“ der Schweißtechnik lädt der DVS – Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V. Experten, Laien und insbesondere auch die fügetechnischen Nachwuchskräfte ein. Damit sich jeder Interessierte ausführlich vorab über das Vortragsangebot des DVS Congress informieren kann, stehen das Programm sowie die Anmeldemöglichkeit ab sofort online unter www.dvs-congress.de/2018 zur Verfügung.
So dürfen die Kongressteilnehmer auch dieses Mal auf aktuelle Fragen und Lösungsvorschläge aus der Füge-, Trenn- und Beschichtungstechnik gespannt sein. Das vielfältige Vortragsprogramm der GST spiegelt die gelungene Mischung aus praxisorientierten Vorträgen sowie praxisnahen Ergebnissen der anwendungsbezogenen Forschung wider.
Ein Novum ist die Begleitung des DVS Congress vorab auf den Social Media-Kanälen Facebook (
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) und Xing (
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). Hier erhalten Interessierte aktuelle Programmhinweise und lernen erste Teilnehmer kennen.