Eine Rekordzahl an Zuhörerinnen und Zuhörern kamen nach Aigen im Ennstal zum Österreichischen Metallbautag. (Quelle: M&T/Y.Schneider)

Österreichischer Metallbautag 2024 2024-04-09T11:30:30.174Z Gestalten wir Morgen

Mit einer Rekordzahl von rund 220 Teilnehmern fand Anfang April der österreichische Metallbautag in Aigen im Ennstal in der Steiermark statt. Veranstalter war die Arbeitsgemeinschaft der Hersteller von Metall-Fenstern/Türen/Tore/Fassaden (AMFT). Das Tagungsprogramm unter dem Motto „Gestalten wir Morgen“ behandelte spannende Branchenthemen wie Energieversorgung, Recht, Fachkräfte-Gewinnung und Kreislauffähigkeit der Produkte im Metallbau. Erstmals wurde der Österreichische Metallbaupreis an drei Projekte verliehen. 

Die begleitende Fachschau lud mit über zwanzig Ausstellern zum aktiven Austausch über Produkte und Dienstleistungen ein. Hans Tritremmel, Vorstand der AMFT, begrüßte die Teilnehmer im Imlauer Hotel Schloss Pichlarn und gab einen Überblick über das Programm der beiden Veranstaltungs-Tage. Im Themenblock Klima und Energie berichtete Dr. Marc Olefs von Geosphere Austria über die Herausforderung der Erderwärmung. Sein Vortrag legte die Ursachen der modernen Erwärmung offen und räumte mit einigen Mythen über deren Ursachen auf. 

Über die politischen Entwicklungen und Aufgaben zum Thema berichtete Dr. Jürgen Schneider aus dem Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie. Welche Herausforderungen auf Industrie und Handwerk in Bezug auf die Energieversorgung und das Nachhaltigkeit-Reporting erwarten, berichtete Oliver Dworak vom Energieinstitut der Wirtschaft. 

Welche konjunkturellen Aussichten den Arbeitsmarkt international und in Österreich erwartet und welche Herausforderungen sich daraus ergeben, berichtete Dr. Benjamin Bittschi vom österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung. Die Vorträge „Fenster gewinnbringend gestalten“ (Dr. Julia Bachingerm holzforschung Austria) und „PV in der Fassade“ (Heinz Ferk, Labor für Bauphysik der Uni Graz) gingen auf die Chancen der Produkte des Metallbauers ein.

Turbulent ging es bei Coach Armin Leinen zu, der mit „Rock dein Handwerk“ den Unternehmerinnen und Unternehmern wichtige Impulse für die Stärkung der eigenen Marke, mehr Fachkräfte und mehr Freiheit gab. Über die vielen Chancen für die Fenster- und Fassadenbranche bei den Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung berichtete Dr. Winfried Heusler (Ingenieurbüro Heusler). Die Rolle der Werkstoffdaten bei der Nachweisführung von Nachhaltigkeit im Fenster- und Fassadenbau beschrieb Stefan Grüll von „S1Seven“. 

Themen für die Unternehmensführung lieferten im Rechtlichen Christina Weiss und Natalia Avolio (Weiss und Weiss Rechtsanwälte) und in der Kommunikation Martin Hartl (Bundesinnung für Metalltechniker). 

Höhepunkt – auch für die M&T-Redaktion – war die Verleihung des Österreichischen Metallbaupreises am Abend des Metallbautages. Yvonne Schneider, Anton Resch (AMFT und Initiator der Preisverleihung) und John Siehoff (v. l.) waren begeistert von den Gewinnern und der Abendveranstaltung. (Quelle: M&T/Y.Schneider)

Der Höhepunkt der Veranstaltung war die Preisverleihung des Österreichischen Metallbaupreises. Die drei Kategorien richten sich nach dem Auftragsvolumen bei den Metallbau-Leistungen eines Projekts.

In der Kategorie „Projekte bis 100.000 Euro Auftragsvolumen“ gewinnt Metallbau Jansch. Geschäftsführer Matthias Jansch  stellte seine gewendelte Treppe vor, die er mit seinem Team in ein historisches Gebäude eingebracht hat. Bei den Projekten „100.000 bis eine Million Euro“ gewann das Unternehmen Heidenbauer Aluminium. Das Team bildete den historischen Dach-Aufbau aus Glas am Hotel Motto in Wien in einer extravaganten Ausbildung nach. 

Um ein Projekt ab eine Million Auftragsvolumen ging es bei Gewinner Metallbau Selinger mit dem Ikea Wien Westbahnhof. Das Besondere an seinem Objekt ist, das der Mix der Leistungen am Objekt alle Metallbau-Bereiche abdeckt.

Die AMFT (Arbeitsgemeinschaft der Hersteller von Metall-Fenster/Türen/Tore/Fassaden), gegründet 1976, ist eine Arbeitsgemeinschaft im Rahmen der Wirtschaftskammer Österreich, welche die speziellen Bedürfnisse der Metallbaubranche abdeckt.

zuletzt editiert am 23. April 2024
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