Lothar Horn
„Wir freuen uns über das Umsatzplus von sieben Prozent, das die Präzisionswerkzeuge-Industrie 2017 erwirtschaftet hat“, Lothar Horn, Vorsitzender des Fachverbands Präzisionswerkzeuge im VDMA.

Feinwerktechnik 2018-01-23T00:00:00Z Präzisionswerkzeuge: Zufriedenstellende Entwicklung

Die Branche der Präzisionswerkzeuge schneidet 2017 mit einem Umsatzplus von sieben Prozent besser ab als erwartet. Rohstoffpreise und Fachkräftemangel drücken allerdings die Stimmung. Auch für 2018 sind die Erwartungen positiv.

„Wir freuen uns über das Umsatzplus von sieben Prozent, das die Präzisionswerkzeuge-Industrie 2017 erwirtschaftet hat.“, sagte Lothar Horn, Vorsitzender des Fachverbands Präzisionswerkzeuge im VDMA bei der Pressekonferenz in Frankfurt. „Damit hat die Branche die Zehn Milliarden-Euro-Marke signifikant überschritten. Für 2018 erwarten wir ein fünfprozentiges Wachstum“, ergänzte er.

Wachstumstreiber waren 2017 die Hersteller von Spanntechnik mit einem Umsatzplus von neun Prozent, gefolgt von den Zerspanwerkzeugproduzenten mit einer siebenprozentigen Steigerung. Der Werkzeugbau musste sich bei einem erneuten erfreulichen Umsatzwachstum von fünf Prozent mit dem dritten Platz zufriedengeben. Horn: „Bei den Zerspanwerkzeugen und den Spannzeugen ist die Inlandsnachfrage endlich wieder angesprungen, so dass wir für diese Bereiche 2018 auch ein ordentliches Wachstum erwarten.“

Produktionswert Präzisionswerkzeuge
Entwicklung der Produktion von Präzisionswerkzeugen in Deutschland (Veränderung gegenüber Vorjahr in Prozent) (Quelle: Statistisches Bundesamt, Schätzung 2017 und Prognose 2018 VDMA). Grafiken und Foto: VDMA

Mit Spannung blickt die Branche unter anderem auf die laufenden Tarifverhandlungen, die weltpolitische Wetterlage und die Rohstoffpreisentwicklung. Insbesondere die stark wachsende Batterieproduktion für elektrische Antriebe konkurriert mit den Werkzeugherstellern um wichtige Rohstoffe, wie Wolfram oder Tantal.
Dies führt zu heftigen Preissteigerungen und belastet die Unternehmen zunehmend.

Produktionswertes von Präzisionswerkzeugen
Entwicklung des Produktionswertes von Präzisionswerkzeugen in Deutschland (in Milliarden Euro) (Quelle: Statistisches Bundesamt, Schätzung 2017 und Prognose 2018 VDMA).

Nach wie vor ist die Gewinnung von Nachwuchskräften ein zentrales Thema für die Präzisionswerkzeuge-Industrie. Die meisten Unternehmen engagieren sich für die Ausbildung, einige auch bereits im Rahmen der Nachwuchsstiftung Maschinenbau. „Wir sind froh verkünden zu dürfen, dass in den nächsten Monaten ein neuer Standort der Stiftung bei einem Präzisionswerkzeug-Unternehmen den Betrieb aufnehmen wird“, informierte Markus Heseding, Geschäftsführer des Fachverbands Präzisionswerkzeuge im VDMA, und fügte hinzu: „Und zwar bei der Firma Paul Horn in Tübingen.“
Die beiden wichtigsten nationalen Metallbearbeitungsmessen 2018 sind die Metav vom 20. bis 24. Februar in Düsseldorf und die AMB Stuttgart vom 18. bis 22. September. Bei beiden Messen ist der VDMA Präzisionswerkzeuge ideeller Träger. Bei der Metav plant die Geschäftsstelle den Zerspanwerkzeuge- und Spanntechnikbereich auf und wird mit einem Gemeinschaftsstand zusammen mit namhaften Mitgliedern vertreten sein. An der AMB nimmt der VDMA Präzisionswerkzeuge mit einem Infostand teil.


zuletzt editiert am 26. April 2021
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