Wir haben für Sie die wichtigsten feinwerktechnischen Zeitschriften gelesen und zusammengefasst.

Feinwerktechnik 2020-11-16T00:00:00Z Pressespiegel: Zukunft Gleichstrom und raus aus der Technologiefalle

Im Maschinenmarkt lesen Sie, welche Rolle der Gleichstrom in Zukunft in der Industrie spielen wird und der Industrieanzeiger klärt auf, warum trotz Digitalisierung Wachstums- und Produktivitätsraten in der Industrie seit Jahren sinken. Der Pressespiegel für Oktober gibt einen informativen Überblick über die interessantesten Themen der letzten Ausgaben einiger wichtiger Fachzeitschriften aus dem Bereich der Feinwerkmechanik wie Maschinenmarkt, Industrieanzeiger, Werkstatt & Betrieb und mav.

Maschinenmarkt

In Zukunft Gleichstrom

Im Mittelpunkt der Ausgabe 19/2020 des MM Maschinenmarktes steht die Zukunft des Gleichstroms und die Frage „Warum die Industrie von AC zu DC wechseln wird. Und wie Ihr Unternehmen dadurch bares Geld spart.“ Durch die Zunahme der Solarenergie, die auf Gleichstrombasis arbeitet, erscheint es überlegenswert, das Wechselstromnetz umzustellen. Dazu kommt, dass die DC-Stromversorgung nicht nur technische Vorteile hat, sondern auch wirtschaftlicher ist. Besonders in der Industrie wird derzeit die Frage gestellt, ob es sich lohnt, zusätzlich zum bestehenden Wechselstromnetz eine Gleichstromversorgung einzurichten, oder das Bestehende gänzlich zu ersetzen. Eine praktische Handlungsanleitung dazu gibt ein weiterer Beitrag. Wird eine Fabrik mit Gleichstrom versorgt, müssen Stecker, Frequenzumrichter und Kabel dafür geeignet sein, weil ein DC-Netz andere Anforderungen stellt. In dem Artikel wird aufgezeigt, was sich bei welchen Komponenten ändern wird. Ergänzt wird das Thema durch einen Beitrag zu erneuerbaren Energien: „DC-Strom vom Dach direkt in die Dose“. Viele Unternehmen produzieren schon eigenen Strom aus erneuerbaren Quellen. Auch DC-Netze gewinnen gerade an Popularität. Die Autoren haben sich schlau gemacht, ob und wann die Kombination von beidem Sinn macht. Abgerundet wird der Themenschwerpunkt durch ein: „Plus und Minus auf dem Weg in die ‚hertzlose‘ Stromzukunft. Edison propagierte Gleichstromnetze. Westinghouse und Tesla standen für Wechselstrom. In diesem Stromkrieg setzte sich die Wechselspannung durch. Aus diversen Gründen spricht heute aber viel für die Gleichspannung. Doch es gibt auch noch Hürden.
In der Rubrik MM International steht diesmal Italien im Mittelpunkt. Es geht um „Italiens Weg zurück in die Normalität“. Italien war als erstes westliches Land von Covid-19 betroffen und musste auch starke wirtschaftliche Einbußen hinnehmen. Im Gespräch mit MM Maschinenmarkt äußern sich Barbara Colombo, Präsidentin von Ucimu, und Fausto Carboni, CEO von Bonfiglioli, zur Situation.

Industrieanzeiger

Raus aus der Technologiefalle

In der Ausgabe 24/25.20 des Industrieanzeigers wird wieder ein sehr breites Themenspektrum behandelt. In einem Schwerpunktbeitrag mit dem Titel „Raus aus der Technologiefalle“ geht es um die Digitalisierung. Im Fokus vieler Digitalisierungsprojekte steht häufig das Produkt und seine Herstellung. Die Produktivität steigt aber erst mit konsequenter Kundenausrichtung. Die OECD beobachtet seit Jahrzehnten, dass Wachstums- und Produktivitätsraten sinken. Gerade in Zeiten der Digitalisierung ist dieses Phänomen paradox. Woran das liegen könnte und wie ein Unternehmen der Technologiefalle entkommt, wird im Beitrag besprochen.
Im weitesten Sinne mit der Digitalisierung hat auch der Beitrag zur Blechfertigung zu tun. Fertigungsplattformen erarbeiten sich den Weg in die Blechbranche. Sie automatisieren administrative Vorgänge und lassen in einem Netz externer Betriebe fertigen. Wird so die digitale Zukunft der Blechbearbeitung aussehen?
Lesenswert ist auch das Interview zum 3-D-Druck. Die Pandemie machte deutlich, welche Möglichkeiten im 3-D-Druck stecken, wenn es eng wird. Für Stratasys-Manager Andreas Langenfeld ein Hinweis, was auch über die Krise hinaus möglich ist. In der Pandemie zeigte der 3-D-Druck, was er kann und wie er auch jenseits der Krise in der Lage ist, Lieferketten abzusichern und die industrielle Produktion zu optimieren. Diese These erläutert der Präsident des 3-D-Druckerherstellers.
In der Ausgabe 26.20 des Industrieanzeigers geht es in einem interessanten Fachbeitrag um das Process Mining. Bei steigender Variantenvielfalt droht Gefahr, unrentable Varianten querzusubventionieren. Transparenz schafft die datenbasierte Komplexitätskostenrechnung mithilfe von Process Mining. Erfolgreiche produzierende Unternehmen optimieren ihr Produktportfolio kontinuierlich hinsichtlich des Kosten-nutzen-Verhältnisses. Diese Komplexitätskostenrechnung bewertet die Komplexität des Produktportfolios automatisiert und transparent.
Interesse dürfte auch der Beitrag zur Automatisierung finden. In der Verpackung setzt das japanische Pharma-Unternehmen Takeda auf einen Cobot von Fanuc, der die Werker pro Schicht um fünf Tonnen entlastet. Es ist keine gute Vorgehensweise, der Belegschaft einfach eine neue Technik für die Nase zu setzen. Und für kollaborative Roboter gilt das natürlich ganz besonders. Schließlich müssen die Mitarbeiter mit dem „neuen Kollegen“ in Zukunft ihren Arbeitsplatz teilen. Die Verantwortlichen bei Takeda haben alles richtig gemacht und die betroffenen Werker von Beginn an informiert. Das war zugleich der Grundstein für eine erfolgreiche Installation.

WB Werkstatt + Betrieb

Große Maschinen für große Werkstücke

Im Heft 9/2020 der Zeitschrift WB Werkstatt + Betrieb wird die gesamte Palette der Fertigungstechnik von der Großteilbearbeitung über die Identifizierung von Honwerkzeugen mittels RFID, die Smart Factory bis hin zur vernetzten Regeneration von Turbinenschaufeln behandelt. Das Special beschäftigt sich diesmal mit der Betriebstechnik. Diese sorgt für reibungslose Prozessabläufe und ist hochgradig kostenrelevant. So beschäftigt sich ein Beitrag zum Beispiel damit, wie eine reinigungsgerechte Konstruktion beim Kosten sparen hilft, ein weiterer Artikel gibt Ratschläge, wie man Stillstände für Retrofit-Maßnahmen nutzen kann und ein lesenswerter Beitrag informiert darüber, wie man auch bei geringem Durchsatz wirtschaftlich fertigen kann.
Im Mittelpunkt des Beitrags „Große Maschinen für große Werkstücke“ steht die Großteilebearbeitung. Das österreichische Unternehmen ISW ist spezialisiert auf die Fertigung kundenspezifischer Stahlteile. Seit 2019 erweitert ein Fermat-Portalzentrum den Maschinenpark, das dank einer ausfahrbaren Bohrspindel und eines stufenlosen Winkelkopfes alle Anforderungen erfüllt.
Mit der Rolle des Toolmanagements beschäftigen sich einige Anwendungsberichte. Noch immer verzichten rund achtzig Prozent der Zerspannungs-KMU auf ein Toolmanagement-System, weil sie es für aufwendig, komplex und verknüpft mit nur einem Anbieter halten. Doch es gibt längst Systeme, die einfach anwendbar und zugleich herstellerunabhängig sind.

mav

Ein Kerzenständer aus dem 12. Jahrhundert

In der Ausgabe 11-2020 der Zeitschrift mav Innovation in der spanenden Fertigung beschäftigt sich das Trendthema mit Österreich. Auch hier hat die Korona-Pandemie einen großen Einfluss und hat zu einem historischen Einbruch in der metallbearbeitenden Industrie geführt. Dieser Einbruch wirft die Branche um Jahre zurück. Mit einer schnellen Erholung ist laut des österreichischen Branchenverbandes nicht zu rechnen. Dennoch werden mit den kürzlich abgeschlossenen Kollektivvertragsverhandlungen die Arbeitnehmer zukünftig stärker unterstützt.
Ein ausführliches Special ist der Messe Grindtec gewidmet, die im November stattfinden sollte. Erst nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe stand das Messeaus fest. Lange hatte sich der Veranstalter Afag entschlossen gezeigt, die auf November verschobene Augsburger Schleiftechnik-Messe durchzuziehen. Nun musste man doch vor dem Corona-Virus kapitulieren.
Bis zuletzt sei man in produktiven Gesprächen mit der Stadt Augsburg gewesen, um die Auswirkungen der neuen Infektionsschutzverordnung auf die Durchführung der Grindtec 2020 zu prüfen. In Bayern gelten jetzt, ab einem Inzidenzwert von hundert, zusätzliche Corona-Beschränkungen. Unter anderem sind dann Veranstaltungen mit über fünfzig Teilnehmern und somit auch Messen, untersagt.
Sehr interessant ist auch ein Beitrag zur additiven Fertigung. Das Engineering- und Technologieunternehmen Renishaw hat in Zusammenarbeit mit der Kathedrale von Gloucester und dem Victoria & Albert Museum in London den aus dem frühen zwölften Jahrhundert stammenden Gloucester-Kerzenständer durch additive Fertigungstechnik auf Metallbasis nachgebildet. Ein Versuch mit verblüffenden Ergebnis. Der Original-Kerzenständer ist im Museum zu sehen, während das von Renishaw hergestellte Replikat in der Kathedrale von Gloucester ausgestellt und verwendet werden wird. Ein weiteres praktisches Beispiel der additiven Fertigung liefert der nächste Artikel. Die Continental AG bietet über ihre Division Continental Engineering Services verschiedene Mobilitätslösungen an, darunter die Produktion von Automobilteilen, Konnektivität, automatisierte Fahren und Mobilitätsdienstleistungen. Kosteneffektivität und Schnelligkeit sind dabei der Schlüssel zum Erfolg, auch deshalb setzt das Unternehmen auf die additive Fertigung.
Um den spannenden Bereich der Werkzeugspannung geht es in einem weiteren lesenswerten Artikel. Häufig wenig beachtet, beeinflusst die Werkzeugspannung das Bearbeitungsergebnis erheblich und macht nicht selten den Unterschied zwischen Gutteil und Ausschuss. Insbesondere bei der Bearbeitung von lang ausgekragenden Werkzeugen sowie den hohen Qualitätsanforderungen an das Ergebnis sind ausrichtbare Werkzeugaufnahmen das Mittel der Wahl.

zuletzt editiert am 04. Mai 2021
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