Die diesjährigen Rosenheimer Fenstertage stehen unter dem Motto „Nachhaltig in die Zukunft“. Institutsleiter Prof. Jörn P. Lass wird konkret berichten, wie sich Unternehmen optimal auf diese Herausforderungen vorbereiten und die Anforderungen der „EU-Green Claim Directive“ und der Taxonomie nutzen können. Marcel Dresse (B+L Marktdaten) verrät, welches Marktpotenzial Nachhaltigkeit und Klimaresilienz bieten und Christoph Seehauser (ift) zeigt, welche Vorteile das Bewertungssystem „klima.sicher.bauen“ für die Hersteller hat. Dr. Norbert Gebbeken (Universität der Bundeswehr) zeigt auf, welche Herausforderungen die Katastrophenvorbeugung für Gebäude mit sich bringt.
Daneben gibt es weitere interessante Vorträge zu Normung und Baupraxis, beispielsweise zur Glasbemessung nach DIN 18008, Neufassung der DIN 18040 (Barrierefreiheit), dem neuen RAL-Montageleitfaden, den Anforderungen der neuen Bauproduktenverordnung (BauPVO) oder was vandalismusresistente Bauelemente leisten müssen. Abgerundet wird das Vortragsprogramm durch den beliebten bayerischen Festabend am Mittwoch mit Austausch, Netzwerken und Feiern.
„Nachhaltigkeit“ – dieser Begriff wird geradezu inflationär missbraucht. Um diesen Missbrauch zu stoppen, wird im EU-Parlament gerade an der „Green Claims Directive“ gearbeitet, um „die Verbreitung betrügerischer grüner Behauptungen, mit denen die Verbraucher schon viel zu lange getäuscht wurden, zu beenden“, so Cyrus Engerer (Berichterstatter des Umweltausschusses des EU-Parlaments).
Am Mittwochvormittag wird Prof. Jörn P. Lass (ift) über Anforderungen und geeignete Konzepte für die Fenster- und Fassadenbranche berichten. Nachhaltigkeit ist schon lange kein „Nice-to-have“ mehr, sondern hat sich zu einem marktrelevanten Kaufkriterium entwickelt – darüber informiert Marcel Dresse (B+L Marktdaten) auf Basis aktueller Studien. Der Nachhaltigkeitsexperte Christoph Seehauser (ift) zeigt welches „Universum“ sich hinter dem Wort Nachhaltigkeit verbirgt und welche Details, Maßnahmen und Anforderungen die Hersteller kennen sollten. Wetterextreme wie Hitzewellen, Starkregen oder Hagelstürme sind als Folge des Klimawandels die andere Seite der Medaille. Hierüber berichtet Prof. Dr. Norbert Gebbeken (Universität der Bundeswehr) und tituliert die Katastrophenvorbeugung als zentrale Aufgabe der Bau- und Immobilienwirtschaft. Was dies konkret für Fenster, Fassaden, Türen und Tore bedeutet und welche Anforderungen und geeignete Nachweise zu beachten sind, zeigt Robert Krippahl (ift).
Im zweiten Block „Glas“ geht es ebenfalls um Nachhaltigkeit, denn Michael Elstner (BF, Bundesverband Flachglas) berichtet über den aktuellen Stand von Glas in der Kreislaufwirtschaft und den Recyclingprozessen. Carolin Lamprecht (ift) gibt Tipps zu praktischen und baurechtlichen Aspekten beim Einsatz von Glas in Verkehrsbereichen bei Türen und Fenstern und Prof. Dr. Geralt Siebert (Universität der Bundeswehr München) informiert über die „kreativen“ Möglichkeiten, die die Überarbeitung der DIN 18008 für die Glasbemessung bietet.
Zum Abschluss des Mittwochs gewährt uns dann Mark T. Hofmann (Crime- & Intelligence Analyst) einen Einblick in die technischen und psychologischen Tricks der Cyberkriminalität und wie wir uns sowie das Unternehmen durch eine „menschliche Firewall“ schützen können.
Am Donnerstag stehen dann vier weitere interessante Themenblöcke auf dem Programm.
Im Block „Architektur und Fassade“ wird das Deutschlandhaus in Hamburg „beleuchtet“. Als Experten stehen Dr. Christian Bergmann (Hadi Teherani Architects), Lars Anders (Priedemann Facade Experts) und Mario Häpp (Haga Metallbau) auf der Bühne.
Im „Praxisblock“ widmet sich Knut Junge (ift ConTec) den Auswirkungen der neuen DIN 18040 „Barrierefreies Bauen“. Dr. Joachim Hessinger (ift Rosenheim) zeigt, wie Fenster und Beschattung zu planen sind, um ein Optimum an Energieeffizienz zu erreichen, und das mit idealer Tageslichtversorgung.
Im Block „Fenster“ informiert Wolfgang Jehl (ift) über die neuen Inhalte des RAL-Montageleitfadens 2024 und Andreas Schmidt (ift) stellt die neue ift-Richtlinie „Vandalismus“ vor, in der Anforderungen an Bauelemente beschrieben werden, die dem Vandalismus trotzen können.
Im Block „Markt“ berichtet Dennis Janik (BMWSB) über den aktuellen Stand der neuen EU-Bauproduktenverordnung und auf welche neuen Anforderungen sich die Fenster- und Fassadenbranche einstellen muss. Danach folgt der beliebte „Berliner Talk“, bei dem Thomas Drinkuth (RTG, Repräsentanz Transparente Gebäudehülle), Jochen Grönegräs (BF, Bundesverband Flachglas) und Frank Lange (VFF, Verband Fenster + Fassade), über aktuelle Trends bei Förderungen, Markt und Gesetzgebung berichten.
Zum Abschluss am Donnerstagnachmittag gibt es noch einmal ein Highlight, wenn Prof. Christian Niemöller (SMNG Rechtsanwaltsgesellschaft) und Prof. Dr. Winfried Heusler (Ingenieurbüro Heusler) die relevanten technischen und juristischen Aspekte analysieren, die beim attraktiven Markt der Gebäudesanierung zu beachten sind.
Neben den Vorträgen gibt es natürlich genügend Zeit und Raum für den Dialog mit den ift-Expertinnen und -Experten im Meeting Point und das passende Ambiente für den Austausch der Gäste untereinander – ob im Kongresszentrum oder beim beliebten bayerischen Festabend.
