Der Umbau der Wirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaresilienz bietet neue Chancen, die wir als Baubranche nutzen sollten, auch wenn aktuellere Krisen vielleicht dringlicher scheinen. Diese Aufgabe ist weit umfangreicher und komplexer als das, was wir noch von der Umsetzung der CE-Kennzeichnung (BauPVO) kennen – und das hat schon ein paar Jahre gedauert. Deshalb stehen die diesjährigen Rosenheimer Fenstertage unter dem Motto „Nachhaltig in die Zukunft“.
Institutsleiter Prof. Jörn P. Lass wird konkret berichten, wie sich Unternehmen optimal auf diese Herausforderungen vorbereiten und die Anforderungen der „EU-Green Claim Directive“ und der Taxonomie nutzen können. Nachhaltigkeit ist schon lange kein „Nice-to-have“ mehr, sondern hat sich zu einem marktrelevanten Kaufkriterium entwickelt – darüber informiert Marcel Dresse (B+L Marktdaten) auf Basis aktueller Studien. Und Nachhaltigkeitsexperte Christoph Seehauser (IFT) zeigt welches „Universum“ sich hinter dem Wort Nachhaltigkeit verbirgt und welche Details, Maßnahmen und Anforderungen die Hersteller kennen sollten. Dr. Norbert Gebbeken (Universität der Bundeswehr) zeigt auf, welche Herausforderungen die Katastrophenvorbeugung für Gebäude mit sich bringt. Was dies konkret für Fenster, Fassaden, Türen und Tore bedeutet und welche Anforderungen und geeignete Nachweise zu beachten sind, zeigt Robert Krippahl (IFT).
Daneben gibt es weitere interessante Vorträge zu Normung und Baupraxis, beispielsweise zur Glasbemessung nach DIN 18008, Neufassung der DIN 18040 (Barrierefreiheit), dem neuen RAL-Montageleitfaden, den Anforderungen der neuen Bauproduktenverordnung (BauPVO) oder was vandalismusresistente Bauelemente leisten müssen. Abgerundet wird das Vortragsprogramm durch den beliebten bayerischen Festabend am Mittwoch mit Austausch, Netzwerken und Feiern.
Am Donnerstag stehen dann vier weitere interessante Themenblöcke auf dem Programm. Das Deutschlandhaus in Hamburg wird im Themenblock Architektur „beleuchtet“. Im „Praxisblock“ geht es um die Auswirkungen der neuen DIN 18040 „Barrierefreies Bauen“, die Planung von Fenstern und Beschattung. Im Block „Fenster“ informiert Wolfgang Jehl (IFT) über die neuen Inhalte des RAL-Montageleitfadens 2024 und Andreas Schmidt (IFT) stellt die neue IFT-Richtlinie „Vandalismus“ vor, in der Anforderungen an Bauelemente beschrieben werden, die dem Vandalismus trotzen können. Im Block „Markt“ berichten die Referenten über den aktuellen Stand der neuen EU-Bauproduktenverordnung und auf welche neuen Anforderungen sich die Fenster- und Fassadenbranche einstellen muss.
Und Prof. Christian Niemöller (SMNG Rechtsanwaltsgesellschaft) und Prof. Dr. Winfried Heusler (Ingenieurbüro Heusler) analysieren die relevanten technischen und juristischen Aspekte, die beim attraktiven Markt der Gebäudesanierung zu beachten sind.
Interessantes gibt es auch bei der Besichtigung der IFT-Labore Bauakustik und Fassaden sowie dem Technologiezentrum am Donnerstagnachmittag (10. Oktober 2024). Damit stellen sich die Rosenheimer Fenstertage der Herausforderung aus der Informationsflut die Aspekte heraus zu filtern, die für die Entscheider der Fenster- und Fassadenbranche relevant sind, weil Anforderungen zu erfüllen oder Chancen zu nutzen sind.
Neben den Vorträgen gibt es natürlich genügend Zeit und Raum für den Dialog mit den IFT-Expertinnen und -Experten im Meeting Point und das passende Ambiente für den Austausch der Gäste untereinander.
Hier finden sich das vollständige Programm sowie die Anmeldemöglichkeit .
