Akkurat getrennt: Abweichungen im Schnitt oder gar ein Ausbrechen des Schnittkanals sind nicht erlaubt, da entweder die Druckplatte oder die gedruckten Bauteile dadurch beschädigt würden. Foto: Behringer
Akkurat getrennt: Abweichungen im Schnitt oder gar ein Ausbrechen des Schnittkanals sind nicht erlaubt, da entweder die Druckplatte oder die gedruckten Bauteile dadurch beschädigt würden. Foto: Behringer

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27. May 2021 | Teilen auf:

Sägetechnik: Für die additive Fertigung

(Juni 2021) Behringer/Kirchardt hat im vergangenen Jahr mit der neuen 3D-Serie ihr Produktportfolio um zwei Modelle ergänzt. Die Hochleistungsbandsägemaschinen wurden zum Trennen von additiv gefertigten Bauteilen in unterschiedlichen Größen und Formen entwickelt.

Das Additive Manufacturing von Bauteilen wird interessant, wo bisherige Fertigungstechniken an ihre Grenzen kommen. Das Unternehmen Ohnhäuser aus Wallerstein konzentriert sich in der aktuellen Entwicklungsstufe des 3D-Drucks auf die Verwendung eines speziellen Titanpulvers, optimiert auf die Anforderungen der Luft- und Raumfahrt. Zum Drucken der 3D-Metallstücke wird eine EOS-M-290 verwendet.

Gerade beim hochsensiblen 3D-Druck kommt es auf eine akkurate Trennung der Bauteile von der Druckplatte an. Abweichungen im Schnitt oder gar ein Ausbrechen des Schnittkanals sind nicht erlaubt, da entweder die Druckplatte oder die gedruckten Bauteile dadurch beschädigt würden.

Die HBE320-523-3D von Behringer basiert auf der bereits etablierten HBE-Dynamic-Baureihe. Sie schneidet die eingelegten Materialien im Zehntel-Bereich genau, egal ob Stahl, Aluminium, Nickelbasislegierungen, Titan oder Kunststoffe zum Einsatz kommen. Ebenfalls können die Sägebänder in Abhängigkeit des zu sägenden Materials, flexibel und schnell gewechselt werden. Sämtliche bandführenden Bauteile an der Maschine werden in der hauseigenen Gießerei gegossen. Der Grauguss wirkt schwingungsdämpfend und reduziert unangenehme Nebengeräusche während des Schnitts. All diese Faktoren beeinflussen den Sägeprozess positiv. Es resultieren daraus hohe Schnittleistungen und hohe Sägebandstandzeiten der Maschine.

Inzwischen ist die Bandsäge seit über einem Jahr bei Ohnhäuser erfolgreich im täglichen Einsatz. Mit der HBE320-523-3D können Druckplatten bis 300 mal 300 Millimeter bearbeitet werden. Für größere Dimensionen bietet der Hersteller die LPS-T-3D mit einer maximalen Druckplattengröße von 850 mal 650 Millimeter.