Es ist nicht nur eines der größten Shoppingcenter Süddeutschlands, der West-Park in Ingolstadt zählt auch zu den architektonisch beeindruckenden. Vor allem durch die imposanten Lichteffekte an der „schuppigen“ Fassade aus Schindeln von Prefa.
Wie bei der Errichtung des West-Park Ende des Jahrtausends war auch bei der Adaptierung des Zubaus, der das Einkaufszentrum um ein Drittel seiner Fläche wachsen ließ, das Architekturbüro Helmut und Klaus Stich mit der Realisierung betraut.
Der lichtdurchflutete und begrünte Innenraum wurde großflächig gestaltet, die bisher acht Meter breiten Gänge mit Marmorbedeckung verbreitert. Als es in der Werkplanungsphase um die Wahl der Fassadenmaterialien ging, fiel die Wahl des Bauherrn auf die Produkte von Prefa. „Im Zuge der Erstgespräche haben wir das Architekturbüro mit Mustern beliefert und sie konnten sich rasch ein Bild über die Möglichkeiten unserer Fassadenelemente machen“, beschreibt Prefa-Fachberater Roland Gentner. „Entscheidend waren zwei Dinge: Die Errichter wollten ein optisch ansprechendes Material mit einer langen und wartungsfreien Lebensdauer. Zum Zug kam schließlich die kleinformatige Dach- und Fassadenschindel, die eine Materialgarantie von vierzig Jahren aufweist“, fügt Gentner hinzu. Architekt Noe ergänzend: „Die gestalterischen Möglichkeiten lagen natürlich ganz in unserem Sinne. Beeindruckend beim fertigen Objekt sind die optischen Effekte der Schindeln, die sich perfekt den angebrachten Lichteffekten an der Fassade anpassen. Der West-Park mit seiner schuppigen Außenhaut scheint sich je nach Sichtstandort zu verändern.“
Aufgrund der Brandschutzverordnung und der Lüftungsrichtlinien wurde größter Wert auf die Unterkonstruktion gelegt. „Üblicherweise werden die Schindeln auf Holzkonstruktionen angebracht. Aufgrund der Brandschutzbestimmungen konnten wir das in diesem öffentlichen Gebäude natürlich nicht umsetzen. Die Architekten entschieden sich schließlich für eine Unterkonstruktion aus Trapezblech, worauf die Fassadenschindeln angebracht wurden“, beschreibt Gentner.
Im weiteren Verlauf der Arbeiten wurden durch den technischen Innendienst der Firma Prefa Deutschland Windlastberechnungen für den Standort Ingolstadt und für alle Wandbereiche, entsprechend den Gebäudeabmessungen, durchgeführt. Diese Ermittlungen ergaben, dass auch in den am stärksten windbelasteten Fassadenflächen - vor allem an den Eckbereichen - die statisch notwendige Anzahl der Befestigungspunkte pro Quadratmeter Außenwand beim Einsatz der Fassadenschindel bei weitem übertroffen wird. Zusatzmaßnahmen waren daher nicht nötig.
Beim Aufbau von innen nach außen wurde zuerst auf den bestehenden Untergrund die Wandkonsole mit Thermostopp und Verankerungsmittel montiert. Nach der Anbringung des Tragprofils mit Verbindungsmitteln (Achsabstand etwa 0,8 Meter) folgte die Anbringung des Trapezbleches. Es wurde eine senkrechte, hinterlüftete Verlegung gewählt. Nach der Trennlage wurde schließlich die Wandbekleidung befestigt.
Die 1.000 Quadratmeter große Fassadenfläche des Zubaus wurde mit Prefa-Dach- und Fassadenschindeln in der Farbe Silbermetallic verlegt. Die 420 mal 240 Millimeter große Schindel mit einer Dicke von 0,7 Millimeter weist neben den kreativen Einsatzmöglichkeiten und der Langlebigkeit einen weiteren großen Vorteil auf: Im Vergleich zu herkömmlichen Fassadenmaterialien liegt das Gewicht der Schindel nur bei einem Zwölftel.
