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Der Umsatz der deutschen Schloss- und Beschlagindustrie zeigte im Jahr 2013 ein leichtes Plus. Grafik: FVSB/Koch (Quelle: destatis Statistisches Bundesamt, Wiesbaden/Monatsbericht im Verarbeitenden Gewerbe (WZ08-2572: Herstellung von Schlössern und Beschlägen aus unedlen Metallen)/Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten)

Gebäudehülle 2014-03-04T00:00:00Z Schlösser und Beschläge: Umsatz mit kleinem Plus

Mit einem Umsatz von 7,1 Milliarden Euro schließen die in Deutschland ansässigen Betriebe der Schloss- und Beschlagindustrie das Jahr 2013 knapp über dem Vorjahresniveau (plus 0,6 Prozent) ab. Erwirtschaftet wurde dieses Ergebnis von fast 39.000 Beschäftigten in rund 56,8 Millionen Arbeitsstunden.

Nach Abgleichen mit der amtlichen Produktionsstatistik waren die Hersteller von Schlössern und Beschlägen für Gebäude mit einem Anteil von rund 37 Prozent daran beteiligt. KFZ-Zulieferer steuerten mit 35 Prozent in ähnlicher Größenordnung dazu bei, gefolgt von Zulieferern zur Möbelindustrie (18 Prozent). Ein weiteres Zehntel wurde von den Herstellern mit Schlössern und Beschlägen für Fahrräder, Koffern und ähnlichen Produkten erwirtschaftet.

In den vom statistischen Bundesamt in Wiesbaden veröffentlichten Monatsberichten fällt das im Vergleich zu Vorjahren besonders schwache erste Quartal 2013 auf, der relativ kalte und langanhaltende Winter machte vor allem den bauzuliefernden Betrieben zu schaffen. Die witterungsbedingten Startschwierigkeiten ließen sich im Jahresverlauf nur langsam wieder aufholen. Die Auftragseingänge zogen in den drei Folgequartalen wieder merklich an, was zu einem Jahresplus von 0,5 Prozent führte.

Die Nettoproduktion unterlag im Jahresverlauf deutlich stärkeren Schwankungen und lag trotz sehr positiver Dezemberwerte insgesamt 0,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Im Jahr 2013 stieg der Auslandsumsatz um 2,1 Prozent auf knapp 2,9 Milliarden Euro. Die größten Zuwächse konnten dabei in den Ländern der Eurozone erzielt werden. Bei den Auftragseingängen aus der Nicht-Eurozone waren die Zuwächse im vierten Quartal mit plus 11,5 Prozent außergewöhnlich hoch ausgefallen. Dies ist jedoch eher Grund zum vorsichtigen Optimismus denn zur Euphorie, derartige Schwankungen sind auf wichtigen Exportmärkten, wie zum Beispiel in Russland und der Türkei, in der Vergangenheit schon häufiger zu beobachten gewesen.

Der milde Winter 2013/2014, die positiven Konjunkturprognosen für Deutschland und ein Wiederanziehen der wirtschaftlichen Entwicklung in vielen von der Eurokrise betroffenen Ländern lassen für 2014 wieder ein stärkeres Wachstum erwarten. Ob die optimistischen Prognosen zum deutschen Fenstermarkt (plus 5,7 Prozent auf 13,9 Millionen Fenstereinheiten) beziehungsweise Außentürenmarkt (5,7 Prozent auf knapp 1,4 Millionen Stück) für 2014 sich bestätigen, bleibt abzuwarten.

zuletzt editiert am 26. April 2021
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