Der Spänezerkleinerer kann egal, ob als Anbausatz oder als Einschubmodul an jeder handelsüblichen CNC-Maschine montiert werden. Fotos: M&T
Der Spänezerkleinerer kann egal, ob als Anbausatz oder als Einschubmodul an jeder handelsüblichen CNC-Maschine montiert werden. Fotos: M&T

Feinwerkmechanikpreis

30. October 2021 | Teilen auf:

Sieger Feinwerkmechanikpreis 2021

Der Feinwerkmechanikpreis wird in diesem Jahr für den Spänefresser vergeben, den die Firma MBK Maschinenbau Kilian aus Boxberg-Windischbuch entwickelt, konstruiert, gefertigt und am Markt platziert hat. Erfahren Sie, wie der Entwickler Karl-Heinz Kilian damit eine nachhaltige, effektive und überzeugende Lösung für die Spänezerkleinerung gefunden hat.

Das Problem ist bekannt und besteht in beinahe jedem Betrieb, in dem CNC-Drehmaschinen im Einsatz sind. Bei der Bearbeitung entstehen lange Späne, die durch einen Späneförderer aus dem Innenraum der Maschine heraus transportiert werden. Je nach Bearbeitungsparametern, Material und Werkzeug können sich daraus gefährliche Spänebüschel bilden. Es kann auch passieren, dass sich die Späne wieder in den Späneförderer einziehen und dadurch ein Verstopfen der Maschine verursachen. Die Folgen sind unnötiger Maschinenstillstand und Produktionsausfall.

Ein weiteres Problem ist das große Volumen der Metallspäne. Ein Kubikmeter des Produktionsabfalls enthält weniger als zwanzig Prozent Metall. Der Rest ist Luft und Kühlflüssigkeit. Die Folgen sind unnötig viele Entsorgungsfahrten und Umweltgefahren.

Für dieses Problem gibt es verschiedene Lösungen, zum Beispiel eine Brikettierpresse. Der Gewinner hat eine neue universell einsetzbare Lösung gefunden. Der selbst entwickelte Spänezerkleinerer („Spänefresser“) wird direkt am Späneförderer montiert, um das Volumen der Späne zu reduzieren und das Verstopfen des Späneförderers zu verhindern. Der Zerkleinerer ist – egal ob als Anbausatz oder als Einschubmodul - kompatibel mit jedem Späneförderer und ist eine Lösung, die vor auch schon für kleine Betriebe mit geringerem Späneanfall wirtschaftlich einsetzbar ist.

Flexibel und universell einsetzbar

Dem Entwickler und Firmeninhaber, Karl-Heinz Kilian, geht es auch um Entwicklungen, die sich nachhaltig und vor allem positiv auf die Umwelt auswirken. Dieses Bestreben wird mit dem Gewinn des Feinwerkmechanikpreises 2021 geehrt.

Die Funktionsweise der Neuentwicklung „Spänefresser MBK-W1“ ist folgende:

Durch den integrierten Förderer des Spänezerkleinerers werden die aus der CNC-Maschine kommenden Späne direkt in den „Spänefresser“ gezogen. Diese durchlaufen anschließend die Messerträgerwelle mit 35 Messern. Der Zerkleinerungsfaktor ist enorm. Durch den hohen Wirkungsgrad und die spezielle Anordnung der Messer und der Trägerwelle bleiben am Ende nur noch zehn Prozent des ursprünglichen Spänevolumens übrig. Der „MBK-W1“ ist sehr flexibel und kann Edelstahl, Stahl, Aluminium und Kunststoffe verarbeiten.

Die Vorteile der Technik liegen auf der Hand. Das bis zu neunzig Prozent reduzierte Entsorgungsvolumen spart Zeit und Geld und der integrierte Förderer verhindert Verstopfungen der Anlage.

Auch die Wartung der Anlage ist sehr einfach. Die leicht austauschbaren Einzelmesser sind zweiseitig verwendbar und können mehrmals nachgeschliffen werden.

Nicht zu vergessen ist die Verringerung des Verletzungsrisikos der Mitarbeiter, da jetzt lange scharfe Metallspäne vermieden werden.

Fazit:

Effektive Lösung für Kleinbetriebe

Mit dem Spänefresser ist dem Gewinner eine überzeugende, nachhaltige, unfallverhütende und zeit- und platzsparende Lösung für die Spänezerkleinerung gelungen, die vor allem auch für kleine und mittlere Betriebe mit spanender Bearbeitung interessant ist.Die Technik kann problemlos und einfach an jeder handelsüblichen CNC-Maschine nachgerüstet werden. Durch die durchdachte Konstruktion, den integrierten Förderer und die auswechselbaren Messer können damit Metallspäne auf nur noch zehn Prozent ihres ursprünglichen Volumens zerkleinert werden.Der Entwickler hat sein Produkt selbst vermarktet.

zuletzt editiert am 28.10.2021