Vavro Treppensanierung
Das neue Geländer der sanierten Treppe bietet ein harmonisches Erscheinungsbild und ist in höchster Qualität gefertigt. Foto: M&T

Deutscher Metallbaupreis

29. October 2019 | Teilen auf:

Sieger in der Kategorie Treppen und Geländer 2019

Siegerobjekt in der Kategorie Treppen und Geländer ist die Sanierung des Geländers einer Wendeltreppe durch Josef Vavro aus Heiligenhaus. Lesen Sie, wie sich der Alleinmeister von Anfang an in die Planung – auch für andere Gewerke – mit eingebracht hat.

Perfekt bis ins Detail

Bei dem Gewinnerobjekt handelt sich um die Sanierung des Geländers einer Wendeltreppe, die in einem Bürohaus in den Fünfzigerjahren aus Stahlbeton hergestellt wurde. Der Vorschlag des Architekten die Ergänzung des vorhandenen Geländers mit zusätzlichen Stäben und eine Erneuerung des Handlaufs vorzunehmen, wurde durch den Metallbauer verworfen. Vielmehr schlug er die Anfertigung eines neuen Geländers mit geschlossenen Wangen und innenliegenden Handläufen vor.

Von Josef Vavro wurde zusätzlich auch die Vermessung und Planung der Treppenstufen und des Steinbelags übernommen. So konnte er Maßdifferenzen ausgleichen und auch das Geländer von vornherein millimetergenau planen, um so die Unterkonstruktion mit den Befestigungspunkten für die Geländerpfosten noch vor der Steinverlegung genau zu platzieren.

Eine Herausforderung war die Planung, der Zuschnitt und das Biegen der bis zu vier Meter langen Blechwangen. Anstatt des anfänglich geplanten Stahlblechs wurde fünf Millimeter dickes Aluminiumblech eingesetzt. Das brachte viele Vorteile. So konnten exakte Schnitte per Hand durgeführt werden. Die Gewichtseinsparung war eine große Erleichterung bei der Handhabung, beim Biegen und bei der Montage. Vorteilhaft war auch die gute Schleifbarkeit der Oberfläche als Vorbereitung für die makellose Pulverbeschichtung.

Harmonisches Gesamtbild

Die Pfosten sind als dreiseitiger Hohlkörper konstruiert und im Design an die großflächigen, gerundeten Formen des Geländers angepasst. Damit die anspruchsvolle, großzügige Gestaltung des Geländers bewahrt bleibt, sind die Geländerwangen und Pfosten von außen unsichtbar befestigt. Das ist das Ergebnis einer durchdachten Konstruktion, einer präzisen Planung und einer wohlüberlegten Montage.

Nach der Vormontage im unlackierten Zustand wurde das Geländer in mehreren Abschnitten wieder demontiert und in der eigenen Beschichtungsanlage des Metallbauers in einem metallic Ton hochwertig pulverbeschichtet.

Anspruchsvoll war auch die Anfertigung und Montage der beidseitigen Edelstahlhandläufe. Die Handläufe bestehen aus gebogenen Einzelsegmenten, die durch spezielle Verbinder und Handlaufkonsolen punktgenau in den Pfostenbohrungen verschraubt sind.

Die Handläufe wurden an dem fertigen, pulverbeschichteten Geländer angepasst und verschweißt. Dabei musste die makellose Oberfläche sorgfältig geschützt werden.

Alleinmeister Josef Vavro freute sich über seine Auszeichnung. Foto: Stefan Bausewein

Fazit: Durchdacht geplant und ausgeführt

Die Jury ist der Meinung, dass das Siegerobjekt mit seiner ausgewogenen Formgebung und seinen eindrucksvollen Details, mit seiner Komplexität und Genauigkeit ein herausragendes Beispiel für eine durchdachte und ästhetisch gestaltete Sanierungslösung für eine Stahlbetontreppe aus den Fünfzigerjahren ist. Aus der ursprünglich vorgesehenen Ergänzung und Erneuerung des Geländers und Handlaufes wurde eine komplette Neukonzeption und -fertigung.