Ein eleganter, grüner Musikpavillon aus Metall mit einer Kuppel steht inmitten einer parkähnlichen Anlage, umgeben von dichtem Baumbestand und üppigem Grün. Neben dem Pavillon befinden sich Informationstafeln, die zur Pflege und Erhaltung der historischen Anlage einladen.
Die Herausforderungen für die Erstellung des neuen Pavillons lagen darin, die historische Anmutung des Louisenbrunnens optisch umzusetzen und ihn in den Kurpark Bad Homburg zu integrieren. (Quelle: M&T)

Deutscher Metallbaupreis 2026-10-27T12:33:25.656Z Sonderkonstruktionen: Ein neues Dach für Louises Brunnen

Im Bad Homburger Kurpark sollte der Pavillon für den Louisenbrunnen nach altem Vorbild neu gebaut werden. Das Team der Dirk Velte Metallmanufaktur aus Oberursel entwickelte einen Neubau mit modernen Fertigungsmethoden – abgestimmt mit dem Amt für Denkmalpflege.

Eine elegante, goldene Auszeichnung mit einem stilisierten Menschen, der einen Stern hochhält, als Logo für den Sieger des Deutschen Metallbaupreises 2026.
Quelle: RM Rudolf Müller Medien GmbH & Co. KG

Eine Postkarte aus dem Jahr 1904 zeigt als einzige noch existierende Aufnahme den Pavillon Louisenbrunnen. Diese Postkarte diente als Grundlage für die Planung und Erstellung eines neuen Pavillons durch die Metallmanufaktur Dirk Velte.

Die Denkmalschutzbehörde wünschte keine historisierende Darstellung. Deshalb entschied sich Dirk Velte beispielsweise gegen die zur Jahrhundertwende vermutlich verwendeten Gussstützen. Alle Stützen, Ornamente und die Spitze des Pavillons wurden in Zusammenarbeit mit dem Architekten so angeordnet, dass die Teile wie ein Stahlbau gefertigt werden konnten. Sämtliche Bauteile wurden im eigenen Betrieb hergestellt.

Zwei Männer stehen lächelnd in einem sonnigen Park vor einem historischen Pavillon. Einer der Männer hält eine kleine Trophäe oder Auszeichnung in der Hand, beide haben ihre Faust triumphierend in die Luft gestreckt und wirken sehr erfreut.
Schafften mit ihrem Team ein Bauwerk für die Ewigkeit: Dirk Velte (links) und sein Sohn Tim Fischer. (Quelle: M&T)

Das Walzen der Stähle für die Zierelemente sowie für die Glaskuppel war eine Herausforderung. Die Stützen bestehen aus zusammengeschweißten Laser- und Kantteilen. Alle Zierelemente wurden lasergeschnitten und angepasst. Das Dach bilden 448 Verbundglasscheiben.

Eine besondere Herausforderung lag in der örtlichen Logistik: Der Kurpark mit seinen Heilquellen ist Quellenschutzgebiet. Das bedeutet, dass keine Flüssigkeiten der Baustellen-Fahrzeuge auf den Boden treffen und so das Wasser der Heilquellen verschmutzen dürfen. Der Einsatz der Fahrzeuge und der Schutz des Bodens mussten genau geplant werden.
Eine Besonderheit: Mit dem Errichten des Tempels Louisenbrunnen ist dieser sofort denkmalgeschützt, da auch der Kurpark als Ganzes denkmalgeschützt ist.

Fazit: Moderne Arbeitsweisen schaffen eine passende Optik

Die Herausforderungen lagen bei diesem Projekt darin, die historische Anmutung des Louisenbrunnens optisch umzusetzen und ihn in den Kurpark Bad Homburg zu integrieren. Die Jury des Deutschen Metallbaupreises lobte insbesondere den offensiven Umgang mit der Aufgabe und die gelungene gestalterische Umsetzung – lediglich nach einer Postkarten-Vorlage.

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zuletzt editiert am 27. Oktober 2026
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