Im Idealfall wird der Sonnen- und Wärmeschutz bereits bei der Gebäudeplanung berücksichtigt und beauftragt. Doch voll automatisierter Sonnenschutz ist mit Produkten von Warema auch ohne großen Aufwand nachrüstbar. In der Regel genügen wenige Schlitze für die Stromversorgung, den Rest erledigen integrierte Funkkomponenten.
Ute Laatz und ihr Ehemann sind sehr architekturaffin. Das 1927 erbaute Backstein-
gebäude mit den deutlich erkennbaren, klaren Merkmalen der Architektur der Neuen Sachlichkeit faszinierte beide auf den ersten Blick. Das vermutlich in den 70er-Jahren zuletzt rudimentär renovierte Haus enthielt drei Wohnungen. Die daraus resultierende räumliche Kleinteiligkeit erforderte viel Fantasie, um hieraus etwas „Großes“ entstehen zu lassen. Genau diese Vision beschäftigte und faszinierte die Bauherren.

Die Sanierung
Bis auf die Grundsubstanz konnte fast nichts bleiben. Die Raumaufteilung musste komplett geändert, neue Wände gesetzt sowie die Böden komplett neu verlegt werden. Unter den Deckenverkleidungen des Dachgeschosses gab es keine Dämmung, größtenteils waren zweiadrige Elektroleitungen ohne Schutzleiter verlegt. Warmes Wasser wurde pro Wohnung durch dezentrale Boiler erzeugt. Lediglich die weißen PVC-Fenster waren noch ganz gut, wurden aber im Zuge der Renovierung durch neue Holzfenster mit Mittelstrebe ausgetauscht.
Das Haus ist optimal nach Südwesten ausgerichtet, ohne Nordfassade, und den ganzen Tag mit Sonnenlicht durchflutet. Beim Austausch der alten Fenster wurden auch die ehemals vorhandenen, nicht mehr ansehnlichen Rollläden entfernt. Doch bereits der erste Sommer zeigte: Im allgemeinen Entscheidungsparcours notwendiger baulicher Maßnahmen wurde das Thema Sonnenschutz zu wenig beachtet. Ein Versäumnis, das jetzt schmerzlich vermisst wurde.
Gerade umfassend saniert und eingezogen – das Thema Umbau ist in solch einem Fall verständlicherweise erst einmal abgeschlossen. Dennoch suchte man zum Thema Sonnenschutz ein beratendes Gespräch mit dem Fachhandel. Der Sonnenschutz-Fachhändler konnte schnell klarmachen, dass ein nachträglich montierter, voll automatisierter Sonnenschutz nicht zwangsläufig eine größere Baustelle nach sich zieht. „Wir brauchen nur die Stromversorgung, alles andere passiert über Funk – zumindest bei den Sonnenschutzsystemen von Warema“, so der Fachhändler. Damit war die wichtigste Hürde genommen, denn ein umfangreiches Aufschlagen der gerade erst fertiggestellten Innenwände war für die Bauherren unvorstellbar. Die nähere Planung ergab: Die Umbauarbeiten reduzierten sich auf einige Stromzuführungen, welche von naheliegenden Steckdosen auf kurzem Wege direkt zu den Fallarmmarkisen gezogen werden konnten.
Dezente Optik und einfache Montage
Zur Ausführung kamen acht Warema Vorbau-Markisen mit Fallarm und Halbrundblende, welche mit knappem seitlichen Nischenüberstand direkt auf die Fassade montiert wurden. Im dezenten, matten Signalschwarz (RAL 9004) gehalten und mit einer sehr geringen Bautiefe fügen sich die Gestelle unauffällig in die Fassade ein, ohne deren fein austarierte Architektur zu stören. Auch für die Stoffe wurde der Architekten Lieblingsfarbe Schwarz gewählt. So passt alles gut zusammen und unterstreicht die edle Anmutung der historischen Backsteinfassade. In einem ersten Schritt wurden die Stromanschlüsse verlegt, zu einem späteren Zeitpunkt die Markisen montiert.

Die komplette Montage und Inbetriebnahme des textilen Sonnenschutzes erfolgten trotz schlechter Wetterbedingungen innerhalb eines Tages. Ein bleigrauer Himmel und immer wieder kurze Regenschauer stellten dennoch kein Problem dar, denn: Warema liefert die Fenstermarkisen standardmäßig komplett montagefertig. Lediglich ein paar Dübel zur Befestigung müssen gesetzt werden. Da auch alle Antriebe und Funkkomponenten bereits werkseitig verbaut sind, konnten die Anlagen schon am späten Nachmittag eingelernt und anschließend betriebsbereit übergeben werden.
Eine an der Fassade angebrachte Wetterstation, ein Handsender sowie eine Smartphone-App via „WMS WebControl pro“ ermöglichen eine individuelle, drahtlose und smarte Steuerung der kompletten Sonnenschutzanlage über das Funksystem WMS von Warema. Dies garantiert eine optimale Nutzung des Sonnenschutzes bei gleichzeitig moderaten Investitionskosten. Wenn gewünscht, übernimmt die zentrale Wetterstation die komplette Steuerung. Sonnenintensität und Windstärke werden erfasst. Bei Regen werden alle Markisen automatisch eingefahren und bei Sonneneinstrahlung dort, wo erforderlich, selbstständig ausgefahren. So schützt der textile Sonnenschutz das Haus effektiv vor zu starkem Aufheizen und sorgt für ein Wohlfühlklima auch an heißen Sommertagen.
Dieser geringe Aufwand für einen intelligenten Sonnenschutz ist das Resultat einer bereits seit Jahren bei Warema verfolgten Produktstrategie. „Mit der konsequenten Ausrichtung aller unserer Komponenten auf eine Kommunikation über Funk haben wir die Grundlage geschaffen, „minimalinvasiv“ höchsten technischen Komfort zu installieren, diesen ständig anzupassen beziehungsweise technisch upzudaten“, so Bernd Riedmann, Leiter der Geschäftseinheit „Smart Building Solutions“ bei Warema. Mit dem intelligent gesteuerten Sonnenschutz ist der Wohnraum der Familie Laatz nun gut gerüstet für die Zukunft – optimales Raumklima, hoher Komfort bei gleichzeitiger Energieeinsparung.