Der multifunktionale Fräskopf MM HCD ist der Spezialist für effizientes Außen- und Innenfasen, Graten, Zentrier- und Anbohrungen sowie für das Senken. Foto: Iscar
Der multifunktionale Fräskopf MM HCD ist der Spezialist für effizientes Außen- und Innenfasen, Graten, Zentrier- und Anbohrungen sowie für das Senken. Foto: Iscar

Feinwerktechnik

20. October 2021 | Teilen auf:

Spanende Bearbeitung: Energie sparende Chiller und effizientes Prozess Monitoring

(Oktober 2021) Iscar bietet das passende Fräswerkzeug für jede Anwendung, Lang gelingt es durch den Einsatz von speziellen Chillern fünfzig Prozent an Kosten und Energie zu sparen, Walter hat Gewindeformer für die Bearbeitung von nichtrostenden Stählen entwickelt, die Prozess Monitoring Einheit Rayspector verbessert die Lasermaterialbearbeitung und Sandvik hat neue Wendeschneidplatten für die präzise Bearbeitung von kleinen Durchmessern auf den Markt gebracht.

Abgerundete Kanten

Mit seinen vielseitigen Lösungen bietet Iscar auch das richtige Faswerkzeug für jede Aufgabe. Die Multi-Master-Fräsköpfe, Chamdrill-Bohrkörper mit Fasring, die Fasschaftfräser mit einer drehbaren Kassette und die Wendeplattenfräser der Cham F Mill-Linie unterstützen die Anwender bei der wirtschaftlichen und effizienten Bearbeitung.

Fasen ist wahrscheinlich die häufigste Bearbeitung in der gesamten Metallzerspanung und bei praktisch jedem Bearbeitungsprozess anzutreffen. Die Fasen an Kanten fast aller Produkte sind so selbstverständlich, dass die Aufgaben dieser relativ kleinen geneigten Oberflächen nur den wenigsten Menschen bewusst sind: Sie verhindern Handverletzungen, erleichtern die Montage und sind notwendige Elemente des Produktdesigns.

Das Fasen gilt traditionell als einfache Bearbeitung. In der Regel werden dafür unterschiedliche, einfach gestaltete Schneidwerkzeuge eingesetzt. Drehwerkzeuge, Fräser mit einem Schneidkantenwinkel von 45 Grad oder Bohrer mit einem Spitzenwinkel von neunzig Grad sind typische Vertreter solcher Werkzeuge. Ihr Anwendungsbereich umfasst aber deutlich mehr – zum Beispiel auch Entgraten, Abschrägen, Senken, Hinterschneiden, rückseitiges Fasen in Bohrungen, Herstellung von V-Schnitten, Anbohren und Zentrierbohren. Ein rotierendes Faswerkzeug ist vielseitig einsetzbar, und im Idealfall sollte es in der Lage sein, all diese Aufgaben wirtschaftlich und effizient zu erledigen.

Verschiedene, hauptsächlich maßliche Einschränkungen stellen jedoch ein ernsthaftes Hindernis für die Herstellung eines solchen idealen Werkzeugs dar. Gerade beim Fasen suchen Anwender nach einer einfachen, produktiven, kostengünstigen und vielseitigen Lösung. Hier kommen die Werkzeuge von Iscar ins Spiel. Die Spezialisten aus Ettlingen haben eine große Bandbreite an hoch entwickelten, intelligenten Fräswerkzeugen für ganz unterschiedliche Bearbeitungsarten im Portfolio. Dazu gehören beispielsweise die Multi-Master H-Fräsköpfe mit zwei Spannuten und die komplett geschliffenen Multi-Master E-Fräsköpfe mit mehreren Spannuten. Sie ermöglichen ein effektives Fasen und Entfernen von Graten, insbesondere bei der Bearbeitung kleinerer Flächen oder Werkstücke. Der multifunktionale Fräskopf Multi-Master HCD ist der Spezialist für effizientes Außen- und Innenfasen, Entgraten, Zentrier- und Anbohrungen sowie für das Senken. Seine Schneidengeometrie kombiniert negative und positive axiale Spanwinkel. Zusammen mit der radial positiven Spanfläche sorgt dieses Design für eine starke Schneidkante mit sehr guten Spanformeigenschaften. Anwender profitieren von einem weichen Schnitt, einer einfache Spanabfuhr und einem zuverlässigen Spanfluss – selbst unter schwierigen Bearbeitungsbedingungen.

Mit Blue e+ Chillern wird die Energieeffizienz deutlich erhöht. Foto: Lang

Erhöhte Energieeffizienz

Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sind heute wichtige Faktoren in der industriellen Produktion. Dem Maschinen- und Anlagenbauer Lang gelingt es, durch den Einsatz von speziellen Chillern bei der Klimatisierung fünfzig Prozent an Kosten und Energie sowie 55 Prozent an Kältemittel einzusparen. Ermöglicht wird dies durch die Blue e+ Chiller des Systemanbieters Rittal. Da für die CNC-Fräs- und Graviermaschinen von Lang Standardlösungen benötigt werden, die weltweit einsatzfähig sind, stellen die Chiller von Rittal auch in diesem Anforderungsbereich die ideale Lösung dar. Die kompakten Blue e+ Chiller erzielen eine verhältnismäßig hohe Energieeinsparung. Dies wird durch einen drehzahlgeregelten Kompressor erreicht, der eine Leistungszahl (Energy Efficiency Ratio) von 3 ermöglicht. Herkömmliche Chiller mit Heißgas-Bypass-Regelung liegen hier bei 1. Durch die Antriebs- und Regelungstechnik lassen sich im Vergleich zu Chillern mit Heißgas-Bypass-Regelung insgesamt bis zu siebzig Prozent Energie einsparen. Die kompakte Microchannel-Technologie im Verflüssiger bewirkt, dass auch die Kältemittelmenge um bis zu 55 Prozent reduziert werden kann. Statt wie bei der Heißgas-Bypass-Regelung den Kältekompressor unter Volllast zu betreiben und einen Großteil der Kälteleistung zu vernichten, werden die Drehzahl der DC Motoren (Kompressor und Lüfter) und das elektronische Expansionsventil durch den zentralen Inverter exakt geregelt. So laufen die Blue e+ Chiller immer mit der optimalen Drehzahl und stellen exakt so viel Kälteleistung zur Verfügung, wie gerade nötig ist.

Die Gewindeformer TC440 Supreme eignen sich vor allem für die Bearbeitung von nichtrostenden Stählen. Foto: Walter

Mehr Prozesssicherheit

Nichtrostende Stähle lassen sich aufgrund ihrer Zähigkeit nicht immer einfach verformen, was beim Gewindeformen zu Prozess- und Qualitätsschwankungen führen kann. Mit dem TC440 Supreme hat Walter einen Gewindeformer speziell für nichtrostende Stähle entwickelt, der diese Schwankungen eliminiert. Die innovative, zum Patent angemeldete Geometrie des HSS-E-Gewindeformers zeichnet sich durch eine stabile Formkante sowie einen verstärkten Zahnrücken aus. Die stabile, asymmetrische Nutform wirkt auftretenden Torque-Kräften entgegen und erhöht dadurch die Standzeit, Gewindequalität und Prozesssicherheit. Eine spezielle Nachbehandlung, insbesondere das Glätten der Former-Oberfläche in mehreren Schritten, reduziert das Drehmoment und damit die Torsionskraft, was die Prozesssicherheit zusätzlich erhöht.Von der hohen Standzeit, Prozesssicherheit und Gewindequalität der neuen Former profitieren neben dem allgemeinen Maschinenbau auch alle anderen Anwender, die nichtrostende Stähle bearbeiten. Walter bietet seinen Kunden den TC440 Supreme für ISO M-Werkstoffe (je nach Anwendung < 3,5×DN) in unterschiedlichen Werkzeug- und Kühlungsvarianten an: mit axialer Innenkühlung für die Grundlochbearbeitung oder mit radialer Innenkühlung oder Schmiernuten für die Grund- und Durchgangsloch-Bearbeitung. Wahlweise in den Abmessungsbereichen Metrisch (M2–M12) und Metrisch-fein (M8×1–M16×1,5).

Funktionales Diagramm der Wirkungsweise des Rayspectors. Foto: Raylase

Effiziente Laserproduktion

Mit der Prozess Monitoring Einheit Rayspector bekommt die Lasermaterialbearbeitungen erneut einen Schub hin zu mehr Flexibilität und Qualität Die innovative Monitoring Einheit Rayspector, entwickelt für die Ablenkeinheit AS Fiber, unterstützt viele hochkomplexe Laserproduktionsprozesse bei der optischen Nachverfolgung wie sie zum Beispiel häufig beim Schweißen von Batteriekontakten oder Bipolarplatten für Brennstoffzellen erforderlich sind. Rayspector macht sowohl eine Visualisierung des Werkstücks, als auch Schmelz- oder Schweißparameterprüfungen während der gesamten Fertigung möglich. So können Fehler und deren präzise Position auf dem Werkstück dokumentiert und ausgemerzt werden. Das führt insgesamt zu weniger Ausschuss und zu mehr Nachhaltigkeit im Produktionsprozess. Vor allem die Elektromobilität profitiert von innovativen Laserhochleistungsprodukten, um im Übergang zu den heute vom Markt geforderten hohen Stückzahlen ihre Effizienz mittels automatisierten digitalem Lasersystem deutlich zu steigern. Die Monitoring Einheit Rayspector markiert einen weiteren Schritt auf dem Weg des Lasertechnologieunternehmens Raylase, der Industrie profitable und benutzerfreundliche Lösungen für das smarte Manufactering 4.0 anzubieten und die Entwicklung der Elektromobilität weltweit zu fördern. Die Ablenkeinheit AS Fiber in Kombination mit dem Rayspector unterstützen Unternehmen sich mittels vernetzter automatisierter Lasersystemlösungen einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen und durch Nachrüsten bestehender Maschinenparks sich noch zukunftsfähiger aufzustellen. Immer wieder entscheidend in allen Bereichen der Lasermaterial-bearbeitung und insbesondere auf dem boomenden Markt der Elektromobilität sind dabei heute wie Morgen drei Ziele: Die Steigerung der Produktivität, der Prozessstabilität und der Wirtschaftlichkeit.

Coro-Cut QI ist die neue Lösung für optimales Innen- und Axialeinstechen bei kleinen Durchmessern. Foto: Sandvik Coromant

Präzise Bearbeitung

Sandvik Coromant hat mit Coro-Cut QI eine Reihe von Wendeschneidplatten zum Innennutendrehen und Axialeinstechen für kleine Durchmesser vorgestellt. Die neue Lösung wurde entwickelt, um Bearbeitungen mit einer leichteren Schneidwirkung und reduzierten Schnittkräften zu ermöglichen. Damit sorgt Coro-Cut QI für eine hohe Prozesssicherheit, zuverlässige Einstechoperationen und eine präzise Spanabfuhr, was im Ergebnis zu Nuten mit einer hohen Oberflächenqualität führt.Der Hersteller vervollständigt mit Coro-Cut QI seine Coro-Cut Q Plattform, die bereits Coro-Cut QD für das Abstechen und Coro-Cut QF für das Axialeinstechen beinhaltet. Die neuen Coro-Cut QI Lösungen bieten eine umfassende Auswahl an optimierten Werkzeugen für zahlreiche Abstech- und Einstechoperationen, die speziell für kleinere Durchmesser entwickelt wurden. Alle Wendeschneidplatten passen sowohl in Werkzeughalter für das Innennutendrehen als auch in solche für das Axialeinstechen, was dem Anwender die Auswahl des richtigen Werkzeugs erleichtert.Coro-Cut QI ist in die Anwendungsbereiche Innennutendrehen und Axialeinstechen unterteilt und stellt eine Erweiterung des T-max Q-Cut 151.3 Programms dar. Dank des verbesserten Designs, unterstützt durch engere Toleranzen der Kantenverrundung und eine innere Kühlmittelzufuhr, sind eine bessere Spankontrolle, eine um zehn Prozent höhere Produktivität und eine um zwanzig Prozent höhere Standzeit möglich.Die Geometrien reichen von -GF, einer scharf geschliffenen Wendeschneidplatte für das Inneneinstechen, über die direkt gepressten -TF Wendeschneidplatten für das Axial- und Inneneinstechen sowie das Innendrehen bis hin zu Werkzeugen mit -RM Geometrie, die ideal für nichtlineares Drehen wie das Innen- und Stirnprofildrehen geeignet sind.

zuletzt editiert am 20.10.2021