Der neue Coro-Mill MF80 ermöglicht Höchstleistungen beim Plan- und Eckfräsen.
Der neue Coro-Mill MF80 ermöglicht Höchstleistungen beim Plan- und Eckfräsen. (Quelle: Sandvik Coromant)

Feinwerktechnik

19. October 2022 | Teilen auf:

Spanende Bearbeitung: Höchstleistung beim Planfräsen und ein „kleiner Bruder“

(Oktober 2022) Sandvik Coromant erweitert sein Fräserangebot um den Coro-Mill MF80, mit dem Xtratec XT M5011 erweitert Walter sein Planfräser-Programm, mit dem neuen „hi.flex micro“ rundet Ceratizit die Produktpalette seiner Feinverstellköpfe nun nach unten ab, Technotrans zeigt auf der Euroblech die Baureihe „spray.xact metal“ für die Sprühbeölung und die Firma Dualis IT Solution zeigt, wie mit ihrer Software die digitale Planung und Optimierung smarter Prozesse funktioniert.

Innovative Lösung

Der neue Coro-Mill MF80 ermöglicht Höchstleistungen beim Plan- und Eckfräsen.
Der neue Coro-Mill MF80 ermöglicht Höchstleistungen beim Plan- und Eckfräsen. (Quelle: Sandvik Coromant)

Sandvik Coromant erweitert sein Fräserangebot um den Coro-Mill MF80: Das neue Fräswerkzeug für Bearbeitungen nahe des Neunzig-Grad-Winkels auch bei eingeschränkter Werkstückaufspannung, ist für ISO-K- und ISO-P-Anwendungen in der Automobilindustrie entwickelt worden.Das neue Fräskonzept des Coro-Mill MF80, das auf einer Technologieplattform ähnlich des CoroMill 345 basiert, bietet einen um vierzig Prozent leichteren Fräserkörper, Schutz durch Zwischenlagen und eine hohe Anzahl von Wendeschneidplatten für sichere und stabile Bearbeitungsprozesse selbst bei vibrationsanfälligen Anwendungen mit langen Auskragungen. Ein 89,5-Grad-Einstellwinkel ermöglicht dem Mehrschneidenfräser nahe der Aufspannung zu zerspanen, was nicht nur die Maschinenauslastung erheblich verbessert, sondern auch für längere Standzeiten und weniger Ausschuss sorgt.Die Wendeschneidplatten mit acht Schneidkanten, Späneschutz und einer optimierten Mikrogeometrie für eine sichere Spanabfuhr verfügen zudem über eine Wiperfase für eine hervorragende Oberflächengüte. Die geneigte Schneidkante sorgt für eine leichte Schneidwirkung und niedrige Schnittkräfte, was für die Bearbeitung von dünnwandigen Bauteilen und Maschinensetups mit begrenzter Stabilität ideal ist.Bei einem Test mit Eckfräs-Schruppbearbeitung erreichte der Coro-Mill MF80 im Vergleich zur Wettbewerbslösung eine Standzeiterhöhung von 67 Prozent, was wiederum die Gesamtproduktivität um sechzig Prozent steigerte.

Niedrige Schneidkantenkosten

Der Xtratec XT Planfräser M5011 ergänzt das Fräser-Portfolio der Tübinger Werkzeugspezialisten.
Der Xtratec XT Planfräser M5011 ergänzt das Fräser-Portfolio der Tübinger Werkzeugspezialisten. (Quelle: Walter)

Mit dem Xtratec XT M5011 erweitert Walter sein Planfräser-Programm. Nach dem M5009 (к 45°) und dem M5012 (к 88°) platziert Walter mit dem M5011 (к 75°) einen weiteren Xtratec XT Planfräser am Markt. Alle drei Fräser sind mit der stabilen, doppelseitigen Systemwendeplatte SN.X1205 bestückbar. Für kleinere Schnitttiefen ist für den M5009 sowie den M5012 eine weitere Systemwendeplatte (SN.X0904) verfügbar. Ihre Beschichtung mit Walter eigenen Tigertec Gold Sorten macht die Platten äußerst verschleißfest. Je nach Werkstoff oder Bearbeitungsziel hat der Anwender die Wahl zwischen fünf Geometrien für: große Losgrößen, hohe Stabilität beziehungsweise Prozesssicherheit oder hohe Standzeit beziehungsweise Produktivität in nahezu allen ISO-Werkstoffen. Das Fräser-Portfolio der Tübinger wird mit dem M5011 weiter ergänzt.Wahlweise mit Schrupp- oder Breitschlichtplatten bestückbar, ist der Xtratec XT Planfräser M5011 zum Schruppen, als auch zum Schlichten einsetzbar und senkt dadurch die Prozesskosten und den Werkzeugbedarf. Den Fräser selbst bietet Walter mit Durchmesser fünfzig bis 160 Millimeter in zwei unterschiedlichen Zahnteilungen und mit einer Schnitttiefe von acht Millimeter an. Bei der niederzahnigen Ausführung sind die Wendeschneidplatten auf einer Hartmetall-Unterlage montiert. Diese schützt den Fräskörper sowie die noch ungenutzten Schneidkanten vor Beschädigungen und erhält auch bei langen Bearbeitungszeiten deren Einsetzbarkeit. Schräg eingesetzte Spannschrauben machen die Wendeschneidplatten gut zugänglich und verkürzen deren Wechselzeit.

Neuer Feinverstellkopf

„hi.flex micro“: „Kleiner Bruder“ ist ein extrem leistungsfähiger Feinverstellkopf für höchste Ansprüche.
„hi.flex micro“: „Kleiner Bruder“ ist ein extrem leistungsfähiger Feinverstellkopf für höchste Ansprüche. (Quelle: Ceratizit)

Spindelwerkzeuge sind die idealen Werkzeuge, wenn Passungen hinsichtlich Positionsgenauigkeit, Zylinderform, Rundheit und Oberflächenqualität präzise fertig bearbeitet werden müssen. „Auch bei kleinen Bohrungen sind mikrometergenaue Passungen mittlerweile Standard. Um dort neue Maßstäbe zu setzen, haben wir kurzerhand unseren absoluten Meilenstein hinsichtlich der Bedienerfreundlichkeit, den ‚hi.flex‘, in dessen Dimensionen deutlich verkleinert und auf den Kleinstpassungsbereich getrimmt“, stellt Felix Auhorn, Produktmanager bei Ceratizit, nicht ohne Stolz den neuen Feinverstellkopf „hi.flex micro“ vor.

Mit dem neuen „hi.flex micro“ rundet Ceratizit die Produktpalette seiner Feinverstellköpfe nun nach unten ab. „Mit diesem Ausspindelsystem legen wir ganz klar den Fokus auf den Kleinstpassungs-Bereich mit Durchmessern bis 0,5 Millimeter. Unter Verwendung des Zubehörs decken wir jedoch auch nach oben hin den kompletten Bereich bis sechzig Millimeter ab, was den ‚hi.flex micro‘ zu einem absoluten Allrounder macht!“, ergänzt Felix Auhorn. Mit entscheidend dafür ist das gute und unkomplizierte Handling des „hi.flex micro“. Der Verstellkopf bietet eine Einstellgenauigkeit von 0,002 Millimeter mithilfe des sehr gut ablesbaren Nonius, bei einem Verstellweg von bis zu fünf Millimeter im Durchmesser. Für sämtliche Arbeitsschritte wie Klemmen, Ein- beziehungsweise Verstellen und zum Montieren von Kerbzahnkörper und Wendeplattenhalter ist nur ein Schlüssel notwendig. Der „hi.flex micro“ ist in Schiebermittenstellung gewuchtet und gewährleistet über alle Durchmesserbereiche eine innere Kühlmittelzufuhr direkt auf die Schneide.

Druckluftfreie Sprühbeölung

Die Düsenleiste einer „spray.xact“ Anlage.
Die Düsenleiste einer „spray.xact“ Anlage. (Quelle: Technotrans)

Ohne Beölung keine Blechbearbeitung: Ihre wegweisende Düsentechnologie für eine ressourcenschonende und prozesssichere Produktion zeigt Technotrans auf der Euroblech. Wie präzise und nebelarm die Baureihe „spray.xact metal“ zum Einsatz kommen kann, veranschaulichen eigens konstruierte Messemodell-Sprühtische mit unterschiedlichen Sprühmustern und vielfältigen Anwendungsoptionen. Als Marktinnovation zeigt Technotrans spezielle Düsen, die eine homogene Kleinstmengen-Besprühung mit einer Ölmenge von weniger als 0,5 Gramm pro Quadratmeter ermöglichen.Die Sprühtechnologie „spray.xact metal“ erfüllt die präzisen Anforderungen der Stanz- und Umformtechnik in der metallverarbeitenden Industrie. So sind Technotrans-Düsen in der Lage, selbst Kleinstmengen von weniger als 0,5 Gramm Öl pro Quadratmeter ohne Einsatz von Druckluft zu versprühen. Besonders relevant für Aluminiumumformungen in der Automobilindustrie: Denn hochviskose Öle müssen gleichmäßig auf die Formplatinen aufgebracht werden. Die hochfrequente Taktung der technotrans-Sprühventile sorgt für eine lückenlose Besprühung und verhindert Materialschäden.Mit der „spray.xact c“ zeigt Technotrans zudem eine teleskopierbare, eingehauste Sprühbeölungsanlage mit 1.300 Millimeter Sprühbreite für die Beölung von Coils.

Optimale Produktionsplanung

Digitalisierung im Maschinen- und Anlagenbau.
Digitalisierung im Maschinen- und Anlagenbau. (Quelle: AdobeStock_451360577)

Energiekostenexplosion, Bauteileknappheit, Wandel der Technologien – diese und weitere Faktoren treiben aktuell den Maschinen- und Anlagenbau um. Das bringt viele Unsicherheiten mit sich. Planungssicherheit und effiziente Prozesse in der Konzeptionierung, Fertigung und Logistik sind daher wichtiger denn je. Die Firma Dualis IT Solution zeigt, wie die digitale Planung und Optimierung smarter Prozesse, Systeme und Maschinen in vernetzten Fabriken funktioniert und wie damit aktuellen Herausforderungen der Branche begegnet werden kann. Für viele Unternehmen hat Planungssicherheit derzeit oberste Priorität. 3D-Simulationstools wie Visual Components sorgen für die optimierte Konzeption und Auslegung von Maschinen und Anlagen, beispielsweise durch virtuelle Inbetriebnahme. Sie unterstützen aber auch mit Virtual Reality-Anwendungen den technischen Vertrieb beim Anlagenverkauf oder dabei, künftige Maschinenbedienende schneller und vor allem ressourcenschonend einzuarbeiten. Zudem können das 3D-Layoutplanungstool Areaplan zur effizienten Planung von Fabrikflächen und die Advanced Planning and Scheduling-Lösung Ganttplan zur Produktionsplanung eingesetzt werden.

Die 3D-Simulationsplattform Visual Components, die von Dualis angeboten wird, unterstützt dabei, Anlagen und Maschinen bereits in einer frühen Konzeptionsphase zu planen, testen, validieren und visualisieren. So können beispielsweise Fehler bereits im Entstehungsprozess einer Anlage erkannt und ausgeräumt sowie Risiken minimiert werden. Neue Anlagenkonzepte lassen sich durch 3D-Layouts sowie 3D-Ablaufsimulationen besser planen. Zudem können Maschinenbedienende ohne Störung oder Unterbrechung im laufenden Betrieb eingearbeitet werden.

zuletzt editiert am 20.10.2022