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Grundlage für die optimierte Bearbeitung mit den schwingungsgedämpften Bohrstangen ist das neu entwickelte, modulare Wechselkopfsystem. Es umfasst acht verschiedene Wechselköpfe. Foto: Ceratizit

Feinwerktechnik

21. April 2021 | Teilen auf:

Spanende Bearbeitung: Interessante Produktneuheiten

(April 2021) In letzter Zeit wurden einige spannende Neuheiten für die Feinwerkmechanikbranche vorgestellt, die neue Bearbeitungsmöglichkeiten und Effizienzverbesserungen bringen. Wir stellen hier interessante neue Produkte vor.

Schwingungsgedämpfte Bohrstangen

Qualität und Effizienz im Zerspanungsprozess werden nach den unterschiedlichsten Parametern bewertet. Zweifellos dazu gehören die Oberflächengüte ebenso wie die Prozesssicherheit. Für beides sorgen die neuen schwingungsgedämpften Bohrstangen vom Team Cutting Tools der Ceratizit-Gruppe. Sie reduzieren zuverlässig Vibrationen und sorgen zusammen mit der Flexibilität eines ebenfalls brandaktuellen Wechselkopfsystems für beste Qualität zum kleinen Preis.
Grundlage für die optimierte Bearbeitung mit den schwingungsgedämpften Bohrstangen ist das neu entwickelte, modulare Wechselkopfsystem von Ceratizit. Es ist mit einer Auswahl aus acht verschiedenen Wechselköpfen extrem variabel, flexibel und vielseitig im Einsatz, was Anschaffungs- und Lagerhaltungskosten einsparen kann. Aufgrund der ausgeklügelten Kühldüsenpositionierung profitiert das Wechselkopfsystem von einer hocheffizienten Kühlung und verbesserter Spanabfuhr.
Ceratizit hat die Standardvarianten der Grundhalter ab sofort in den Längen 200, 218 und 283 Millimeter und den Durchmessern 25, 32 und vierzig Millimeter im Programm. „Die schwingungsgedämpften Versionen haben wir in 150, 185 und 225 Miilimeter Länge aufgelegt“, so Christoph Retter, Produktmanager beim Team Cutting Tools. Ihre Stärken – Prozesssicherheit, reduzierte Kosten pro Bauteil, optimale Spanabfuhr und verbesserte Oberflächen – spielen sie obendrein vollkommen unabhängig von den zu zerspanenden Materialien aus.
„Sie markieren zweifellos ein Highlight aus dem brandneuen Wechselkopfsystem-Produktportfolio für die Drehbearbeitung: Die schwingungsgedämpften Bohrstangen sind so etwas wie unser Beruhigungsmittel für den Zerspanprozess – für Werkzeug und Anwender gleichermaßen. Und das Beste: Die gibt es zu überschaubaren Kosten und sogar ganz ohne Rezept!“, resümiert Christoph Retter.

Iscars neues Bohrkronen-System für axiale Einstiche und Kernbohrungen ist modular aufgebaut. Dank seiner Einstellmöglichkeit über die Verzahnung ist es flexibel einsetzbar und verfügt über eine hohe Steifigkeit und Stabilität. Foto: Iscar

Modulares Bohrkronen-System

Iscar präsentiert ein neues modulares und einstellbares Bohrkronen-System für axiale Einstiche und Kernbohrungen. Es kann mit Adaptern für die Systeme Heliface und Tangface bestückt werden. Dank seiner Einstellmöglichkeit über die Verzahnung ist es flexibel einsetzbar und verfügt über eine hohe Steifigkeit und Stabilität.
Mit den neuen modular einstellbaren Bohrkronen haben Anwender ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten – entweder für unterschiedliche Arten axialer Einstiche oder auch für Kernbohrungen. So benötigen sie eine geringere Auswahl an Sonderwerkzeuge, und auch große Bohrer werden überflüssig.
Die Besonderheit des neuen Systems ist seine Justierbarkeit mittels Verzahnung. Je nach Einstellung kann der Bediener die Schneidenbreite volleffektiv oder halbeffektiv mit Überlappung der Schneideinsätze nutzen. Im ersten Fall entspricht die Nutbreite der Schneidenbreite. Im zweiten Fall entsteht eine breitere Nut. Auch die Simultanüberarbeitung zweier Einstiche mit unterschiedlichen Durchmessern ist möglich.
Das neue Werkezugsystem ist modular aufgebaut. Es besteht aus einem Grundhalter mit Camfix-C6- oder HSK-63-Schnittstelle und Adaptern für die Systeme HELIFACE- und TANGFACE. Für die Bearbeitung eines breiten Werkstoff-Spektrums können Anwender unterschiedliche Standard-Schneideinsätze der Typen Heliface und Tangface und Heligrip in Breiten von drei bis sechs Millimetern einsetzen. Ab Schnittbreiten von vier Millimetern lassen sich auch Dogrip-Schneideinsätze nutzen.

Accure·tec Fräsaufnahme AC060 und Bohrstange A3001. Foto: Walter

Vibrationsfreies Fräsen und Drehen

Mit den schwingungsgedämpften Accure·tec Aufnahmen und Bohrstangen brachte Walter eine Technologie speziell für das vibrationsfreie Drehen und Fräsen mit langen Auskragungen auf den Markt. Axial und radial, elastisch gelagerte Dämpferelemente sorgen für einen stabilen Prozess mit geringer Geräuschentwicklung. Die Schwingungsdämpfung ist ab Werk voreingestellt, so dass ein zeitaufwändiges „Tuning“ im Vorfeld der Bearbeitung entfällt. Mit aktuellen Ergänzungen erweitert Walter nun das Programm: Die konische Fräsaufnahme AC060 mit ScrewFit-Schnittstellen in den Größen T18, T22 und T28 erweitert das Programm für aufschraubbare Fräsköpfe. Damit sind jetzt auch Standardwerkzeuge wie die Xtra tec XT Fräser mit Accure·tec einsetzbar. Als typische Anwendungen für deren kleinere Durchmesser nennt Walter Bauteile mit engen Störkontoren oder tiefen Taschen, beispielsweise im Werkzeug- und Formenbau.
Im Drehen erweitern neue modulare A3001-Aufnahmen den Anwendungsbereich: von bisher Durchmesser 25 bis fünfzig Millimeter auf jetzt auch sechzig bis hundert Millimeter – und Längen bis zehn mal Durchmesser. Bearbeitungen bis zu einem Meter Länge, zum Beispiel bei Hydraulik-Zylindern oder Ventilen in der Öl- und Gas-Industrie, lassen sich damit vibrationsfrei realisieren. Der modulare Aufbau aus Bohrstange, Adapter (in zwei Varianten) und Quad-Fit-Schnellwechselkopf ermöglicht es, auch bei sehr tiefen Bohrungen, den Abstand zwischen Bohrung und Bohrstange zu vergrößern – und so den Platz für die Spanabfuhr zu optimieren. Durch unterschiedliche Zylinderschaft-, Walter Capto- oder HSK-T-Schnittstellen kann der Anwender, unabhängig von der eingesetzten Maschine, die Produktivität erhöhen und Nebenzeiten reduzieren: im Drehen durch die QuadFit-Schnellwechselköpfe für ISO-Wendeschneidplatten und, jetzt neu hinzugekommen, Platten zum Gewindedrehen (T1820), im Fräsen durch Werkzeuge aus dem Screw-Fit-Programm.

Im Webshop der Industry-Arena können Kunden bequem per Mausklick hochwertige Zerspanungswerkzeugen, Werkzeugaufnahmen, Bohr- und Drehfutter sowie Handwerkzeuge namhafter Hersteller bestellen. Foto IndustryArena.com

Neuer Webshop

Digitale Vertriebs- und Kommunikationskanäle gewinnen im B2B-Handel zunehmend an Bedeutung. Aus diesem Grund geht die Industry-Arena mit einem eigenen Webshop an den Start. Die Plattform ist mit mehr als 535.000 registrierten Nutzern das größte Online-Portal für die Fertigungsindustrie. Dieses Umfeld bietet die besten Voraussetzungen, um an Reichweite zu gewinnen und entscheidende Leads zu generieren.
„B2B-Kunden sind nicht erst seit Corona und Social Distancing digital unterwegs. Entscheider suchen seit Jahren online nach Informationen, Lösungen, Produkten und Anbietern. Somit besitzt der elektronische Handel in diesem Bereich ein enormes Potential. Um den steigenden Anforderungen der B2B-Kunden gerecht zu werden, sind wir mit einem eigenen Webshop in den Markt gegangen. Wir vereinen somit Content Marketing und Verkauf auf einer zentralen Plattform“, so Frank Nolden, Geschäftsführer der Industry-Arena, Langenfeld.
Von hochwertigen Zerspanungswerkzeugen über Werkzeugaufnahmen, Bohr- und Drehfutter sowie Handwerkzeuge namhafter Hersteller wie Bosch, AEG und Kärcher bis hin zu einer großen Auswahl an Zubehör und Bürobedarf, können B2B-Kunden ab sofort ihre gewünschten Waren bequem per Mausklick auf webshop.industryarena.com bestellen. Die mehr als 200.000 Produkte von rund 1.000 Marken sind eingeteilt in 15 Warengruppen wie Arbeitsschutz, Baugeräte, Handwerkzeuge, Mess- und Oberflächentechnik, Schraubwerkzeuge sowie Schweiß- und Spanntechnik. Somit kommt das Unternehmen der flächendeckenden Versorgung von Gewerbetreibenden und deren Fachpersonal einen großen Schritt näher.

Die Einstiegslösung in der Cloud Werkzeugverwaltung für kleine zerspanende Unternehmen. Foto: TDM Systems

Cloudbasierte Werkzeugverwaltung

Registrieren und sofort loslegen! Das können Firmen ab sofort mit der Einstiegslösung von TDM Systems und zwar ohne IT-Installation. Die Cloud Werkzeugverwaltung TDM Cloud Essentials wurde speziell für kleine Unternehmen entwickelt, die den Einstieg in das digitale Werkzeugmanagement bisher scheuten.
„Unsere Lösung ist einfach und braucht kein Projektmanagement und keine IT-Installation, man muss sich nur registrieren und kann sofort loslegen“, erklärt Daniel Friedrich. Er verantwortet bei TDM Systems die Entwicklung und Umsetzung der Einstiegslösung in die Cloud Werkzeugverwaltung.
Das bietet enorme Optimierungschancen - speziell für Firmen mit einer kleinen bis mittelgroßen Produktion. Denn mit dieser cloudbasierten Software gewinnen sie den Überblick über ihre Werkzeuge zurück und treiben die Digitalisierung in ihrer Fertigung voran.
Doch die schnelle und unkomplizierte Nutzung ist nur ein Vorteil. Auch das Preismodell ist auf die Bedürfnisse der kleinen Produktionen angelegt. TDM Cloud Essentials wird als SaaS (Software-as-a-Service) angeboten. Die Anwender nutzen die Software im zeitlichen Abonnement. Mit den Monatsbeiträgen sind alle IT-Services, wie Updates und Datensicherung, abgegolten. Dadurch fällt auch das Anfangs-Investment weg. Wächst die Firma und damit der Bedarf, können problemlos neue Abonnements gebucht werden. So bleiben die Unternehmen auch im Wachstum agil und wettbewerbsfähig.
Und noch ein Punkt wird laut Friedrich die Anwender begeistern: Der Aufwand, um die relevanten Daten in das System zu bringen, ist gering. Zum einen liegt der Fokus darauf, dass nur die essentiellen Daten erfasst werden, die direkten Nutzen für die Werkzeugverwaltung bringen. Zum anderen bietet TDM Systems bequeme Möglichkeiten des Datenimports an. Dazu zählt auch der kostenlose Zugriff auf den TDM Web-Catalog mit über 250.000 Datensätzen führender Hersteller. So legen die Anwender gleich die Basis für einen späteren Datenexport in ein CAM System.