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Walter stellt neue tangentiale Sonderwerkzeuge zum Aufbohren vor. Foto: Walter

Feinwerktechnik 2019-04-24T00:00:00Z Spanende Bearbeitung: Interessante Produktneuheiten

In letzter Zeit wurden einige spannende Neuheiten für die Feinwerkmechanikbranche vorgestellt, die neue Bearbeitungsmöglichkeiten und Effizienzverbesserungen bringen. Wir stellen interessante neue Produkte vor.

Kürzere Taktzeiten

Insbesondere für die hohen Anforderungen im Automotive-Bereich stellt die Walter AG neue Aufbohrwerkzeuge mit tangential angeordneten Wendeschneidplatten vor. Die üblicherweise hohen Vorschübe tangentialer Systeme werden damit vom Fräsen ins Bohren übertragen. Im Gegensatz zu radialen kommen tangentiale Werkzeuge ohne große Spanräume aus. Den dadurch sehr stabilen Werkzeugkern kombiniert Walter mit einer eigenen Wendeschneidplatten-Geometrie – und verbessert so nicht nur die Oberflächenqualität: Ein zweiter Freiwinkel reduziert die bei tangentialen Werkzeugen sonst hohen, effektiven Freiwinkel und verringert die „Ratterneigung“. Die Wendeschneidplatte mit rechteckiger Grundform kann in beliebigen Winkeln eingebaut werden. Bei 72 Grad und neunzig Grad wirkt zusätzlich eine Planfase (Wiper). Diese führt und beruhigt das Werkzeug zusätzlich. Aufbohrverhältnisse von vier mal Dc sind damit erreichbar. Auch kleine Durchmesser (ab 24 Millimeter) können mit drei Zähnen (z3) bearbeitet werden.
Das Ziel, das Schruppen und Schlichten in einer einzigen Schrupp-/Schlicht-Bearbeitung zusammenzufassen, wird durch die tangentialen Aufbohrwerkzeuge in vielen Fällen erreicht. Mehrstufigkeit und hohe Vorschübe verkürzen dabei die Bearbeitungszeit.
Ein breites Plattensortiment macht die Sonderwerkzeuge vor allem für Anwender interessant, die Bauteile aus Guss, Chrom-Nickel-Werkstoffen oder aus Stahl und Aluminium wie zum Beispiel Turbinen- oder Getriebegehäuse, Zahnräder, Zylinderbohrungen und Achsschenkel herstellen.

Für den perfekten Schnitt

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Ein Dreischneider für minimalinvasive Operationsverfahren. Foto: GFH

Der Einsatz minimalinvasiver Operationsverfahren hat in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommen und hält aktuell Einzug in den verschiedenen medizinischen Disziplinen wie Laparoskopie oder Thorakoskopie. Um diese Eingriffe, die sich im Vergleich zu herkömmlichen Methoden durch eine geringere Belastung des Organismus der Patienten auszeichnen, durchführen zu können, werden spezielle chirurgische Instrumente benötigt. Vor allem die geringe Größe der Operationsbestecke stellt die Hersteller vor die Herausforderungen, die gewünschten Abmessungen der Geräte im Mikrometer-Bereich in höchster Qualität zu realisieren. Die Lasermikrobearbeitungsexperten der Deggendorfer GFH haben daher ein Verfahren entwickelt, um mittels Laserschneiden Mikro-Dreischneider für minimalinvasive medizinische Eingriffe schnell und wirtschaftlich sinnvoll herzustellen. Das Team der GFH steht interessierten Besuchern der diesjährigen Medtec Live, die vom 21. bis 23. Mai in Nürnberg stattfindet, in Halle 9 an Stand 9-618 für Fragen und Gespräche zu den Möglichkeiten des Verfahrens zur Verfügung.

Vielseitig für große Aufgaben

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Die neue Studer S31. Hier mit der Spitzenweite 1.000 Millimeter. Foto: Studer

Komplexe und vielseitige Schleifaufgaben erledigt die neue S31 von Studer präzise und zuverlässig. Mit ihr fertigt man kleine bis große Werkstücke mit einer Spitzenweite von 400, 650, 1.000 und 1.600 Millimeter und einer Spitzenhöhe von 175 Millimeter in der Einzel-, Klein- und Großserienfertigung. Mit einer hochauflösenden B-Achse von 0.00005 Grad macht der schwenkbare Schleifspindelstock das effiziente Außen-, Innen- und Planschleifen in einer Aufspannung möglich.
Das Fundament der Universal-Rundschleifmaschine bildet das Maschinenbett aus massivem Granitan S103. Dieses bietet dank seinem günstigen, thermischen Verhalten eine hohe Maßhaltigkeit, kurzfristige Temperaturschwankungen gleicht der Mineralguss weitgehend aus. Studer hat die Maschinenständer-Geometrie neu ausgelegt und mit einer innovativen Ständertemperierung ergänzt. Das sorgt für eine rasche und stabile Produktion. Die Befestigung des Abrichtgerätes auf der Doppel-T-Nut des Längsschlittens reduziert den Aufwand für das Ein- und Umrichten massiv. Ein weiteres Highlight: Die Studer-Guide Führungsbahnen überzeugen bei der S31 mit ihrer dämpfenden Komponente in Bewegungsrichtung.
Die S31 basiert auf dem Konzept des T-Schlittens. Sie verfügt neu über einen verlängerten Hub der X-Achse von 370 Millimeter. Dies ermöglicht eine Vielzahl an Schleifspindelstockvarianten. Genau abgestimmt auf die Bedürfnisse der Kunden. Dabei hat man die Wahl zwischen dem Revolver-Schleifspindelstock mit stufenloser B-Achse oder B-Achse mit einem Grad Hirthverzahnung. Der Revolver-Schleifspindelstock lässt sich mit mehreren Schleifscheiben bestücken.

Flexible Steuerung präzise Positionierung

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Die Produktfamilie LSTEP express. Foto: Lang

Die Firma Lang entwickelt und vertreibt seit knapp vierzig Jahren Schrittmotorsteuerungen für die Feinpositionierung. Die neue Ausprägung LSTEP express ermöglicht es, verschiedene Motortypen wie Schritt-, Servo- und Linearmotoren sowie DC-Servomotoren einfach anzusteuern und verschiedene Anwendungen mit wenig Aufwand zu realisieren.
Mit LSTEP express bietet Lang hochauflösende Schrittmotorsteuerungen für Anwendungsgebiete wie Mikroskopie, Bildverarbeitungs- und Oberflächenanalyse, Waferinspektions- und Handlingsysteme, Mikromontage, Medizintechnik, Maschinen- und Anlagenbau und viele weitere.
Der dynamische Mikroschrittbetrieb ermöglicht sehr schnelle Positioniervorgänge mit höchster Genauigkeit. Im Servobetrieb ist eine anwenderfreundliche, automatische Reglerauslegung anhand weniger Parameter möglich. Bis zu vier Achsen können mit LSTEP express angetrieben werden und es sind für alle Achsen Motorströme von 0,2 bis zwanzig Ampere möglich. Durch einen umfangreichen Befehlssatz lassen sich unterschiedlichste Anwendungen realisieren.

Werkzeuge online anpassen

Kunden von Sandvik Coromant können ab sofort online Werkzeuge individuell erstellen und im Webshop beauftragen – ohne mit einem Vertriebsmitarbeiter des Unternehmens zu sprechen. Dies reduziert die Auftragsdauer erheblich und verkürzt die Gesamtlieferzeit für kundenspezifische Lösungen.
Bisher war der Prozess der Angebotserstellung und Bestellung kundenspezifischer Lösungen nur durch das Herunterladen, Ausfüllen und Versenden eines physischen Formulars oder mit Hilfe eines Sandvik Coromant Vertriebsmitarbeiters möglich. Seit dem 1. April 2019 kann sich jeder bei Sandvik Coromant registrierte Web-User einloggen und eine neu entwickelte Funktion im Browser kostenlos nutzen. Um ein Standardwerkzeug an spezifische Anforderungen anzupassen, klickt er sich nur noch durch wenige geführte Schritte und gibt am Ende die Bestellung direkt auf.
Ein schnellerer Prozess zur Herstellung kundenspezifischer Lösungen führt auch zu einer schnelleren Werkzeuglieferung. Weitere Vorteile sind die Online-Verfügbarkeit einer größeren Anzahl von Produkten (über Standardprodukte hinaus) und die neuen Möglichkeiten, kundenspezifische Produkte, die über den Vertriebsmitarbeiter versandt wurden, zu überprüfen.
Der neue Online-Service ist für Produkte aus den Bereichen Bohren, Drehen, Ein- und Abstechen, Gewindebearbeitung, Fräsen und Werkzeugsysteme anwendbar.

zuletzt editiert am 26. April 2021
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