Hält Werkstücke spannungs- und vibrationsarm mit maximaler Kraft fest: Die optimierte Raster-Vakuumplatte MPL. (Quelle: J. Schmalz)

Feinwerktechnik

24. June 2022 | Teilen auf:

Spanende Bearbeitung: Mehr Zähne - mehr Produktivität

(Juni 2022) Schmalz optimiert sein Vakuum-Spannsystem, GEC stellt eine Gesamtlösung für das Produktionsmanagement vor, der chinesische Hersteller Dobot hat das neueste Modell der CR Collaborative Robot Serie vorgestellt, Walter hat erstmals Vollhartmetallfräser mit sieben Zähnen im Markt platziert und Iscar bietet für sein Präzisionsstechsystem Penta Cut einen Premium-Service an.

Flexibel spannen

Muss der Fräser dünnwandige oder empfindliche Werkstücke bearbeiten, sind Vakuum-Spannsysteme gefragt. Diese fixieren flächige Bauteile schonend und zuverlässig auf dem Maschinentisch eines CNC-Bearbeitungszentrums. Komfort und Sicherheit vereint Schmalz dabei mit seiner grundlegend überarbeiteten Raster-Vakuumplatte MPL. Dank neuem Vakuum-Anschlussset, der optimierten Vakuumverteilung in der Platte sowie zusätzlicher Vakuumöffnungen kommt die komplette Saugleistung dort an, wo sie gebraucht wird. Dadurch hält das Werkstück mit maximaler Kraft. Ein Manometer zeigt den Vakuumwert direkt an der Matrixplatte an, gibt damit zuverlässig Auskunft über die vorhandene Spannkraft und erhöht so die Sicherheit beim Zerspanungsprozess. Die Grundausstattung der Matrixplatte wird durch ein Handschiebeventil zum Aktivieren und Deaktivieren des Vakuums direkt an der Spannvorrichtung komplettiert. Die patentierten Reibinseln zur besseren Querkraftaufnahme sind weiterhin erhältlich.Die Raster-Vakuumplatte ist modular konzipiert, so dass der Anwender das Spannsystem jederzeit um die ebenfalls optimierte Innospann-Steel-Plate ISST sowie Komponenten wie den Blocksauger ISBL oder die Flexmat SFM erweitern kann. Damit hat er die Möglichkeit, die Spannfläche, Reibkräfte oder die Zugänglichkeit des Werkstücks ohne teure Vorrichtungen einfach anzupassen. Optionale Magnetstopfen verschließen ungenutzte Vakuum-Öffnungen der Steel-Plate beim Einsatz der Blocksauger oder der Elastomermatte Flexmat.

Komplettes Produktionsmanagement

„Es muss darum gehen, Funktionen von MES/PCS/Scada mittels Cloud-nativer IIoT Lösungen zu erweitern“, sagt Dieter Meuser. (Quelle: German Edge Cloud)

Die Nutzung valider Daten zur Optimierung und höhere Flexibilität der Fertigung sind Kern-Ziele in einer Smart Factory. Häufige Herausforderung dabei: Industrial IoT-Anwendungen müssen mit bestehenden IT-Systemen wie PLM, ERP, MES und Scada gekoppelt werden, um agiles digitales Produktionsmanagement zu gewährleisten. German Edge Cloud (GEC) hat mit diesem Ziel seine Cloud-nativen industriellen Anwendungen mit „Best of Breed“ Partnerprodukten in der ONCITE Industrial Suite ergänzt und zum neuen Gesamtsystem ONCITE Digital Production System (DPS) erweitert. Das Ergebnis ist ein leistungsfähiges digitales Produktionssystem, das fertigenden Unternehmen die ganze Bandbreite von ersten Digitalisierungsschritten bis zu umfassendem Produktionsmanagement ermöglicht. Das neue ONCITE Digital Production System bündelt und erweitert die vielfältigen industriellen IoT-Anwendungen der ONCITE Industrial Suite. Als Option für die passende Infrastruktur sind hochskalierbare Factory Edges verfügbar. Auch der Betrieb auf Cloudinfrastrukturen ist möglich.Mit den IIoT-basierten Anwendungen der ONCITE Industrial Suite können Unternehmen die funktionale Basis für eine variantenreiche und wandlungsfähige Fertigung legen. Die Lösungen unterstützen beispielsweise die Vernetzung von Anlagen, die Visualisierung von Prozessen sowie Anwendungen von Track&Trace bis hin zum agilen, IIoT-gestützten Management der Fertigung. Dabei können die Software-Services parallel zu bestehenden IT/OT-Infrastrukturen eingesetzt und in verschiedenen Umgebungen betrieben werden. Auch eine stufenweise Migration der bereits existierenden MES/PCS/Scada auf die ONCITE Industrial Suite ist möglich.

„Die sequenzielle Optimierung der IT- Architektur im laufenden Betrieb ist der häufigste Fall. Einfach stoppen und neu aufsetzen ist meist keine Option – aus gutem Grund wollen die Betreiber größere Experimente an ihren eingespielten Systemen wie vorhandenen MES/PCS/Scada vermeiden“, erklärt Dieter Meuser, CEO Digital Industrial Solutions.

Deutliche Erweiterung

Der CR10 hat eine Reichweite von über 1,5 Meter und eine Tragkraft von zehn Kilogramm.

Der chinesische Experte für Roboterarme Dobot präsentierte auf der diesjährigen Hannover Messe das neueste Modell der CR Collaborative Robot Serie.Der CR10 hat eine Reichweite von über 1,5 Meter und eine Tragkraft von zehn Kilogramm.

Die komplette CR Collaborative Robot Series besticht durch einen hohen Sicherheitsstandard bei der Zusammenarbeit mit Menschen. Die Dobot Safeskin Technologie ist eine Innovation des Roboterarm-Herstellers im Bereich der Collision Detection. Die intelligente Roboterarmhülle erkennt Hindernisse frühzeitig und bringt den Cobot zum Stillstand oder lässt ihn ausweichen. Der hohe Sicherheitsstandard der Serie ist durch die Norm EN ISO 13849 sowie TS 15066 zertifiziert. Gerade für gefährliche Arbeiten wie Schweißen eignet sich die Serie besonders gut.

Die CR Collaborative Robot Series arbeitet im Sechsachs-Modus und ist in insgesamt sieben verschiedenen Ausführungen erhältlich, womit die Roboterarme im industriellen Bereich besonders vielseitig einsetzbar sind. Der CR3, die kleinste Ausführung, hat eine maximale Tragkraft von drei Kilogramm und eine maximale Reichweite von 620 Millimeter. Die stärkste Ausführung, der CR16, hebt bis zu 16 Kilogramm und hat eine Reichweite von bis zu 1.223 Millimeter. Die Cobot-Serie ermöglicht eine einfache Inbetriebnahme. Die Roboterarme sind innerhalb von zwanzig Minuten aufgestellt und können innerhalb von nur einer Stunde in Betrieb genommen werden. Sie lassen sich über die üblichen Betriebssysteme über Handy, Tablet oder Computer steuern. Darüber hinaus ist für die CR Collaborative Robot Series eine Vielzahl von unterschiedlichen Werkzeuge verfügbar, wie zum Beispiel Greifer, Saugnäpfe, Smart Cameras und FTS.

Mehr Produktivität

Der Walter VHM-Fräser MD177 & MD173 Supreme für ISO S, P und M. (Quelle: Walter)

Mit dem MD177 Supreme und dem MD173 Supreme platziert Walter erstmals Vollhartmetallfräser mit sieben Zähnen im Markt. Entwickelt für die Luft- und Raumfahrt performen diese nicht nur sehr gut in Titan, sondern auch in Stahl sowie in rostfreiem Stahl. Von gängigen VHM-Fräsern unterscheidet die beiden Supreme-Werkzeuge unter anderem ihre Geometrie: Die Ausführung mit sieben Zähnen ermöglicht eine sehr hohe Produktivität, während ihre ungleiche Zahnteilung Vibrationen reduziert und dadurch für hohe Laufruhe sorgt. Die gesamte Schneidenlänge kann genutzt werden, sodass ein Verschleiß relativ gleichmäßig erfolgt – was wiederum die Standzeit der Fräser erhöht.Dies gilt vor allem für den MD173 Supreme. Denn der Schruppfräser wurde speziell für das dynamische Fräsen ausgelegt und um Bearbeitungszeiten zu reduzieren. Seine mit Spanteilern versehenen Schneiden ermöglichen einen sehr guten Spanbruch, und damit hohe Prozesssicherheit bei großen Zeitspanvolumen wie man sie vom dynamischen Schrupp-Fräsen kennt. Interessant ist dies beispielsweise für Anwender, die in mannloser Fertigung produzieren. Der Schlichtfräser MD177 Supreme erzeugt sehr glatte Oberflächen ohne sogenannte „Wasserlinien“, weil beim Abzeilen die gesamte Schneidenlänge zum Einsatz kommt. Im Paket versprechen die Fräser somit hohe Produktivität und Prozesssicherheit, bei sehr guten Oberflächen in ISO S, ISO P und ISO M.

Schnell lieferbar

Iscar bietet für sein Präzisionsstechsystem Penta Cut einen Premium-Service an. Nach Eingang einer Anfrage erhält der Kunde innerhalb von 48 Stunden ein detailliertes Angebot. Ab Bestellung beträgt die Lieferzeit maximal vier Wochen. (Quelle: Iscar)

Iscar bietet für sein Präzisionsstechsystem Penta Cut einen Premium-Service an. Um die Flexibilität ihrer Kunden sicherzustellen, verkürzen die Ettlinger bei Bedarf die Lieferzeiten für Sonderwerkzeuge. Die Penta-Familie umfasst mittlerweile vier Reihen, die sich in einer Vielzahl von Anwendungen bewährt haben und kontinuierlich weiterentwickelt werden.In der Praxis kommen Penta-Werkzeuge häufig als Sonderlösungen zum Einsatz. „Die Anwender müssen ihren Kunden immer wieder innerhalb weniger Wochen Musterteile liefern oder auf erhöhte Abnahmemengen reagieren. Für solche Fälle bieten wir den Premium-Service an“, schildert Frederik Schmalbach, Produktmanager Non-Rotating Tools bei Iscar. Nach Eingang einer Anfrage erhält der Kunde innerhalb von 48 Stunden ein detailliertes Angebot. Ab Bestellung beträgt die Lieferzeit für geschliffene Spanleitstufen drei, inklusive gelaserter Spanformer maximal vier Wochen. Der Umfang beträgt drei beschichtete Sonderwerkzeuge der Reihen 17, 24, 27 oder 34. Falls erforderlich, gibt es zwei passende Sonderhalter hinzu.

zuletzt editiert am 24.06.2022