Beim neuen Geschäftsmodell Pay-per-Part steuert und wartet Trumpf bei seinen Kunden die Tru-Laser-Center-7030 remote vom Standort Neukirch. (Quelle: Trumpf)

Neues Geschäftsmodell

13. December 2022 | Teilen auf:

Trumpf vertreibt mit Pay-per-Part die reine Maschinennutzung

Trumpf/Ditzingen bietet seinen Kunden das digitale Geschäftsmodell Pay-Per-Part für den Laservollautomaten Tru-Laser-Center-7030 an. Dabei stellt das Hochtechnologieunternehmen seinen Kunden die hochproduktive Maschine samt Materiallager zur Verfügung.

Im Sinne eines Equipment-as-a-Service-Modells (EAAS) können die Unternehmen die Maschine in der eigenen Fertigung einsetzen. Der Laservollautomat ist mit Kameras und Sensoren ausgestattet und über Remotetechnologien mit Trumpf vernetzt. Auf diese Weise ist es Trumpf möglich, sie vom Remote Control Center am Standort Neukirch aus zu bedienen, ohne dass der Kunden ständig anwesend sein muss.

„Bei Pay-Per-Part steht der Kunde in noch nie dagewesener Weise im Mittelpunkt. Wir helfen ihm mit dem Geschäftsmodell, dem Fachkräftemangel in der industriellen Fertigung zu begegnen und bieten ihm noch mehr Zusatzleistungen an, um seine Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern“, sagt Stephan Mayer, Vorstand Werkzeugmaschinen bei Trumpf. Bei Pay-Per-Part übernimmt der Hersteller aus der Ferne die Produktionsplanung und -steuerung für die Fertigungszelle, ebenso wie die Maschinenprogrammierung und -wartung. Kommt es zu einem Ausfall, reagiert Trumpf unmittelbar.

Der Kunde bezahlt bei Pay-Per-Part nur für die gefertigten Teile. Fällt die Maschine aus, erhält Trumpf diese Information sofort und kümmert sich sozusagen im eigenen Interesse mit maximaler Geschwindigkeit um die Lösung. Das Unternehmen hat mit dem Geschäftsmodel bei ersten Pilotkunden Produktivitätssteigerungen von fünfzig Prozent erzielt. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels profitieren Unternehmen aus der Blechfertigung von Pay-Per-Part. Viele Firmen finden kein geeignetes Personal, das ihre Maschinen programmiert und bedient. Bei Pay-Per-Part können Unternehmen ihre Maschinen rund um die Uhr durchlaufen lassen, ohne neueMitarbeiter einzustellen.

Auch kleine Stückzahlen lassen sich auf diese Weiseautomatisiert und wirtschaftlich fertigen, sofern die zuvor vereinbarteMindestauslastung nicht unterschritten wird. „Bei vollautomatisierten Systemenwie der Tru-Laser-Center-7030 ist der Bediener nicht ständig in der Nähe. Für eine hohe Wirtschaftlichkeit sollten aber gerade solche Maschinen möglichstdurchgängig produzieren. Ist ein manueller Eingriff erforderlich, kann unser Team bei Pay-per-Part besonders schnell reagieren und die Produktion innerhalbweniger Minuten wieder starten“, sagt Programmmanager Benedikt Braig von Trumpf. Sollte sich ein Fehler nicht aus der Ferne beheben lassen, wird der Anwender benachrichtigt. Darüberhinaus sind die Experten von Trumpf in der Lage, die Maschine optimal auf dieErfordernisse des Kunden einzurichten und mit Hilfe von Datenanalysen diemaximale Produktivität aus ihr herauszuholen.

zuletzt editiert am 13.01.2023