Ein interessantes Ergebnis für Metallbaubetriebe, die sich mit dem Thema Einbruchsicherheit beschäftigen, ergab einer der jüngsten Tests der Stiftung Warentest. Ob Quer- oder Vertikalriegel, Kastenzusatzschlösser oder Bandsicherungen: Neun von 15 nachrüstbaren Türsicherungen sind „mangelhaft“, in jeder Kategorie mindestens eine. Die Sicherungen kosten zwischen zwanzig und 695 Euro.
Alle drei bis vier Minuten wird in Deutschland eingebrochen – Tendenz steigend. Die Kriminalstatistik zeigt aber auch, dass Einbrecher zunehmend scheitern. Rund vierzig Prozent der Einbruchversuche bleiben mittlerweile erfolglos.
Um Einbruchsversuche erfolglos zu machen, bietet der Handel verschiedenartige nachrüstbare Türsicherungen. Querriegelschlösser, die eine Tür über die gesamte Breite absperren, Stangenschlösser zum Verriegeln von oben nach unten, Kastenzusatzschlösser als Zusatzriegel für die Schlossseite der Tür und Bandsicherungen, die das Aufhebeln auf der Scharnierseite verhindern sollen.
Auf dem Prüfstand mussten die Schlösser und Riegel zeigen, wie stabil sind, wie sie sich montieren und bedienen lassen und vor allem, ob sie Angriffen mit einfachen Einbruchwerkzeugen wie Schraubendrehern standhalten.
Belastungstest und Werkzeugattacke
Drei bis fünf Minuten, länger halten sich Einbrecher in der Regel nicht mit einer Tür auf, so die Erfahrung der Polizei. Dann wird das Risiko entdeckt zu werden, zu groß, und sie ziehen weiter. Um die Prüfung zu bestehen, musste jede Türsicherung neben einem statischen Belastungstest auch einer Werkzeugattacke von drei Minuten standhalten. Insgesamt hatte der Testeinbrecher für jedes Schloss 15 Minuten Zeit, um sich zwischendurch auszuruhen. So viel Zeit war allerdings selten nötig – die mangelhaften Modelle waren meist nach weniger als einer Minute geknackt. Das ist umso erschreckender, als einige der Bollwerke richtig ins Geld gehen: bis zu 78 Euro für Bandsicherungen, bis zu 155 Euro für Kastenzusatzschlösser und bis zu 695 Euro für Querriegel- und Stangenschlösser – teils plus Kosten für Zubehör wie Schließzylinder. Hinzu kommt der Einbau.
Alarmierende Testergebnisse
Die Ergebnisse des Tests sind alarmierend. Von den Kastenschlössern ist keins zu empfehlen, bei den anderen Sicherungen gibt es jeweils mindestens ein „mangelhaftes“ Produkt.
„Gute“ und „sehr gute“ Ergebnisse gibt es aber auch. Ein Querriegel reicht meist, um eine solide Tür nachträglich zu sichern. Empfehlenswert sind ein „sehr guter“ und zwei „gute“ Querriegel zu Preisen zwischen 200 und 695 Euro. Funktioniert ein Querriegel nicht, etwa bei Altbautüren, empfiehlt sich ein „gutes“ Stangenschloss für 595 Euro. Dann ist zusätzlich eine „sehr gute“ Bandsicherung zu Preisen von 78 beziehungsweise vierzig Euro sinnvoll. Die Stiftung Warentest rät, den Einbau von Fachleuten durchführen zu lassen.
Der ausführliche Test Türsicherungen ist unter
test.de/tuersicherungen
abrufbar.
Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift "test", für die sie geprüft hat, wie gut die Riegel und Schlösser Einbruchversuchen trotzen.
