Porträt eines Mannes im Anzug (Hauptmotiv) vor einem Büro-Hintergrund mit Jalousien und Pflanzen. Der erwachsene Mann mittleren Alters trägt ein weißes Hemd und ein dunkles Sakko, wirkt professionell und freundlich und ist frontal zur Kamera ausgerichtet.
André Kohut ist beim Bundesverband Metall Bereichsleiter Presse/Öffentlichkeitsarbeit und Geschäftsführer der Metallportal GmbH. (Quelle: Bundesverband Metall (BVM))

Bundesverband Metall 2026-07-31T10:05:09.522Z Verbandskommunikation: Mehr Sichtbarkeit für eine starke Branche

Seit Juni leitet André Kohut die Kommunikation des Bundesverbandes Metall (BVM). Im Interview spricht er über seinen Wechsel zum Bundesverband Metall, moderne Verbandskommunikation und die Premiere der SpeakerCards.

Herr Kohut, wie stellen Sie sich unseren Leserinnen und Lesern vor?

Ich bringe eine unternehmerisch geprägte Perspektive mit und habe seit über zwanzig Jahren einen engen Bezug zum Metallhandwerk, Metallbau und Maschinenbau. Ich habe selbst ein Handwerk gelernt, später Unternehmen geführt und dabei an der Schnittstelle von Branche, Vertrieb, Strategie, Digitalisierung, Presse und Kommunikation gearbeitet. Heute bin ich beim Bundesverband Metall Bereichsleiter Presse/Öffentlichkeitsarbeit und Geschäftsführer der Metallportal GmbH. Diese Kombination reizt mich: die Stimme des Verbandes nach außen stärken und das Metallportal zu einem echten „Place to be“ für unsere Betriebe weiterentwickeln.

Infografik (SpeakerCard) des Bundesverbandes Metall zum Thema Arbeitszeitgesetz modernisieren, mit den Hauptmotiven Schutz der Gesundheit, Wochenbezug zur Flexibilisierung und praktikable Erfassung von Arbeitszeiten; übersichtliche Kästen mit Fakten, Argumenten und hervorgehobenen Punkten in Blau und Rot.
Mit den Speaker-Cards stellt der Bundesverband Metall seinen Mitgliedern Positionen zu Branchenthemen mit Daten, Fakten und klaren Forderungen zur Verfügung. (Quelle: Bundesverband Metall (BVM))

Warum der Wechsel zum Bundesverband Metall?

Für mich ist das kein Wechsel weg von etwas, sondern ein Schritt hin zu einer Aufgabe, die gut zu mir passt. Ich habe das Metallhandwerk über Jahrzehnte kennen, leben und lieben gelernt. Die Betriebe, die Menschen und die Mischung aus Können, Verantwortung und Unternehmergeist haben mich geprägt. Deshalb gibt es mir viel, über und mit dem Verband den Metallbauern und Feinwerkmechanikern etwas zurückzugeben. Auf dem diesjährigen Bundesverbandstag habe ich ein Wort mitgenommen: Sichtbarkeit. Das Metallhandwerk leistet enorm viel, wird öffentlich aber oft noch zu wenig gesehen. Diese Sichtbarkeit will ich mit meiner Erfahrung in Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ausbauen.

Wo sehen Sie aktuell die größten Herausforderungen?

Die Themen werden komplexer: Bürokratie, Kostenentwicklung, Nachhaltigkeit, Fachkräfte, Digitalisierung und neue Marktanforderungen. Viele Betriebe spüren diese Entwicklungen direkt, haben im Tagesgeschäft aber kaum Zeit, jedes Thema politisch, wirtschaftlich und kommunikativ einzuordnen. Genau hier muss Verbandskommunikation helfen: verständlich, schnell, praxisnah und mit klarer Haltung.

Damit sind wir bei den neuen Speaker-Cards. Was steckt dahinter?

Der Gedanke ist einfach, aber wirkungsvoll: Wir wollen unseren Mitgliedern zu Branchenthemen Positionen mit Daten, Fakten und klaren Forderungen zur Verfügung stellen. Nicht jeder soll nur denselben Text vorlesen, sondern vielmehr die Grundlage dieser Inhalte eine fundierte Interessenvertretung auf Innungs-, Landes- und Bundesebene vertreten können.
Bundesverband, Landesverbände, Innungen und Ehrenamt insbesondere, ebenso wie unsere Unternehmerinnen und Unternehmer sollen auf diesem Weg zentrale Kernbotschaften kommunizieren. Damit wird das Ziel verfolgt, von der regionalen über die Landes- bis hin zur Bundesebene zen-
trale Themen deutlich zu machen. Eine Speaker-Card erklärt ein Thema, ordnet es ein, liefert Argumente, Statements und klare Forderungen.

Infografik des Bundesverbandes Metall zur Modernisierung des Arbeitszeitgesetzes: Überschrift "Arbeitszeitgesetz modernisieren", Ziele und Kernbotschaften zur Balance zwischen Schutz und Praxistauglichkeit, Hinweise zu Wochenarbeitszeit, praktikablen Regeln für KMU sowie ein abschließendes Fazit zur Stärkung von Flexibilität und Rechtssicherheit im Metallhandwerk.
Die erste Speaker-Card zum Arbeitszeitgesetz zeigt: Viele Themen brauchen Einordnung, nicht nur Schlagzeilen – gerade, wenn es um moderne, praxistaugliche Arbeitszeitregeln geht. (Quelle: Bundesverband Metall (BVM))

Was ist das Ziel der SpeakerCards?

Wir wollen Sicherheit geben und Wirkung erzeugen. Viele Themen sind fachlich anspruchsvoll und kommunikativ sensibel. Wenn wir sie unterschiedlich erklären, verlieren wir Kraft. Wenn wir aber mit einer gemeinsamen Linie auftreten, werden wir stärker wahrgenommen. Die erste Speaker-Card zum Arbeitszeitgesetz zeigt: Viele Themen brauchen Einordnung, nicht nur Schlagzeilen – gerade, wenn es um moderne, praxistaugliche Arbeitszeitregeln geht. Dabei geht es nicht um länger arbeiten, sondern um Flexibilität mit Verantwortung: Schutz und betriebliche Realität müssen zusammen gedacht werden. Unsere Aufgabe ist es, Orientierung zu geben, Zusammenhänge verständlich zu machen und die Perspektive der Betriebe sichtbar einzubringen. Genau dafür stehen die Speaker-Cards: klare Botschaften, gemeinsame Sprache und mehr Sichtbarkeit für eine starke Branche.

zuletzt editiert am 31. Juli 2026
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