Wer nur auf die klassische Stellenanzeige in der Zeitung setzt, wird in Zeiten, in denen das Internet immer mehr die Informationswelt dominiert, keinen Erfolg haben. In diesem Beitrag geben wir Tipps, wie man heute Bewerber im Internet gewinnt, welche Kanäle funktionieren und worauf es ankommt, damit aus einem Interessenten tatsächlich ein neuer Mitarbeiter wird.
Bei der Suche nach Mitarbeitern machen im Printbereich nur noch Stellenanzeigen in den Fachpublikationen Sinn. Da diese Magazine von der Zielgruppe gelesen werden, kann man hier immer noch erfolgreich nach Nachwuchskräften suchen. Das Internet spielt bei der Suche nach neuen Mitarbeitern eine dominantere Rolle. Im Internet gibt es beliebte Stellenportale, auf denen sich die Suche nach neuen Kräften lohnt (siehe Kasten). Wenn Sie auf diesen Portalen eine Anzeige schalten wollen, sollten Sie sehr genau überlegen, was Sie in das Inserat schreiben. Bedenken Sie, dass Ihre Anzeige von Konkurrenten umzingelt ist.
Informieren Sie sich zunächst, ob das Portal auch von Interessenten genutzt wird, die Sie suchen. Kontrollieren Sie, wie viele Interessenten sich auf die Anzeige hin melden und ob aufgrund der Rückmeldungen auch Einstellungen erfolgten. Die Stellenanzeige wird nicht für das Unternehmen erstellt – sondern für den potenziellen Bewerber. Natürlich müssen Sie auch angeben, was Sie erwarten. Zum überwiegenden Teil sollte sich die Anzeige jedoch mit den Themen befassen, die den Anzeigenleser interessieren. In dem Stellenangebot sollten Sie Vorteile, die Ihr Betrieb anbietet, herausstellen.
Die sozialen Medien spielen eine besondere Rolle bei der Mitarbeiterakquise. Hier suchen Sie nicht nach neuen Kräften, sondern Ihr Unternehmen wird gefunden. Potenzielle Mitarbeiter suchen nicht aktiv nach einer neuen Aufgabe, sondern stoßen eher zufällig auf Ihre Veröffentlichungen im Internet.
Damit die Besucher der sozialen Medien auf Ihren Bereichen länger verweilen, stellen Sie Ihr Unternehmen so lebendig wie möglich dar. Geben Sie Einblicke hinter die Kulissen, bei denen auch die Mitarbeiter zu Wort kommen. Informieren Sie von Veranstaltungen, bei denen sich Ihr Unternehmen zeigt. Berichten Sie von Mitarbeitern, die Weiterbildungsmaßnahmen erfolgreich abgeschlossen haben und sich nun in einer höheren Position profilieren können. Zeigen Sie Beiträge von Ihrem sozialen Engagement. So zeichnen Sie ein informatives Unternehmensbild.
Pflegen Sie Ihre Unternehmensseite
Ob Jobportal oder Social Media – Interessenten wollen immer mehr erfahren. Darum sollte Ihre Internetseite auch über eine spezielle Seite für Jobinteressierte verfügen. Wenn möglich, sollte von der Stellenanzeige aus direkt dorthin verlinkt werden. Hier werden dann die Fragen beantwortet, die einen Bewerber auch interessieren:
- Welche Unternehmenskultur wird gelebt? Hier sollten Werte, wie Teamarbeit, Respekt, Nachhaltigkeit oder Innovation präsentiert werden.
Nutzen Sie die Möglichkeiten, Ihr Unternehmen auch visuell vorzustellen. Authentische Fotos aus dem Betrieb oder besser: kurze Videos, in denen Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz vorstellen oder über ihren Berufsalltag berichten.
Der erste Kontakt – virtuell
Gerade Führungskräfte muss man heute bundesweit suchen. Dadurch kommt es immer häufiger zu Bewerbungsgesprächen, die virtuell durchgeführt werden. Um mit dem eigenen Unternehmen bei diesen Gesprächen eine gute Figur zu machen, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass virtuelle Bewerbungsgespräche anders vorbereitet werden müssen und anders ablaufen als Präsenzunterredungen.
Natürlich ist eine qualitativ hochwertige Videokonferenzsoftware notwendig. Wenn sie ausschließlich für Einzelgespräche genutzt werden soll, sollte man insbesondere auf die folgenden Punkte achten.
- Hohe Bild- und Tonqualität. Hierzu gehören die automatische Unterdrückung von Nebengeräuschen und die Reduktion von Echo und Hall.
Natürlich benötigen Sie auch eine professionelle Hardware. Kamera, Mikrofon und Lautsprecher sollten vor dem Bewerbungsgespräch getestet werden. Bedenken Sie, dass der Bewerber nur einen Ausschnitt Ihrer Umgebung sehen kann und dieser ansprechend aussehen sollte. Die Kamera sollte nicht zu dicht vor Ihnen positioniert werden, damit Sie sich bewegen können, ohne aus dem Bild zu geraten. Außerdem muss Ihr Gesicht so ausgeleuchtet werden, dass man Sie gut erkennen kann. Nutzen Sie eine indirekte Beleuchtung – wird Ihr Gesicht von vorn angeleuchtet, werden Sie geblendet und sind gleichzeitig nicht klar zu erkennen.
Vor dem Gespräch Neben den technischen Generalproben sollten Sie auch an folgende Punkte denken, wenn Sie vor dem Beginn des Gespräches stehen:
- Sorgen Sie dafür, dass Sie während des Gespräches nicht gestört werden (auch das eigene Handy auf stumm schalten).
Inhaltlich sollte das Gespräch so verlaufen, wie es auch bei Präsenz verlaufen würde. Schaffen Sie zunächst eine persönliche, offene Atmosphäre. Hierzu gehören eine freundliche Begrüßung und ein einleitender Small Talk. Schauen Sie freundlich in die Kamera. Sie sollten einen Fahrplan für das Gespräch erstellen, der beispielsweise so aussehen könnte:
-
Begrüßung des Bewerbers
Kurzer Small Talk
Vorstellung des Unternehmens
Vorstellung der zu besetzenden Position
Fragen des Bewerbers
Fragen von Ihrer Seite
Vereinbarung des weiteren Vorgehens
Verabschiedung
Machen Sie genügend Pausen, die es dem Bewerber ermöglichen, ins Gespräch einzusteigen. Wenn der Bewerber aktiv ins Gespräch einsteigt, kann der Fahrplan auch verlassen werden.
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