Spannsystem
Für die neue Maschine wurde ein Spannsystem eingesetzt, das alle zu bearbeitenden Grifftypen ohne Rüstaufwand sicher und abdruckfrei spannen kann.

Feinwerktechnik 2017-12-18T00:00:00Z Wettbewerb: Innovatives Bohr-Biegezentrum

Zu den interessanten Bewerbungen um den Feinwerkmechanikpreis 2017 gehörte auch das Bohr-Biegezentrum BBZ 350, das die Firma Henning Müller Sondermaschinenbau aus Deensen eingereicht hatte.

Siegerin des Feinwerkmechanikpreises 2017 wurde die „Deckelhaubenmaschine“ der Firma Hermann Seibert aus Lambrecht. Die preisgekrönte Lösung automatisiert einen besonders komplizierten Verpackungsprozess.


Bohr Biegezentrum
Das Bohr-Biegezentrum BBZ 350 vereinigt vier Arbeitsschritte und ermöglicht die vollautomatische Herstellung von Industriegriffen. Fotos: Müller

Eine weitere interessante Bewerbung, die wir hier näher vorstellen wollen, war das Bohr-Biegezentrum BBZ 350. Bei der Innovation handelt es sich um eine Maschine, die die Firma Henning Müller Sondermaschinenbau aus der Problemstellung eines Kunden heraus entwickelt, konstruiert und gebaut hat. Die Maschine vereinigt vier Arbeitsschritte und läuft vollautomatisch.
Die Aufgabenstellung für die Entwicklung der Maschine war die vollautomatische Herstellung von Industriegriffen in verschiedenen Größen. Die Rüstzeiten sollten 15 Minuten nicht übersteigen. Es sollte eine maximale Bearbeitungszeit von 45 Sekunden eingehalten werden. Im Bereich der Biegungen durften keine Bearbeitungsspuren auftreten, da der Griff nicht nachbehandelt wird. Die Maschine sollte ein Rohteilmagazin aufweisen mit einer Kapazität für eine Bearbeitungszeit von etwa sechzig Minuten. Auch das Magazin musste mit wenig Rüstaufwand auf die verschiedenen Griffquerschnitte einstellbar sein.
Für die Einhaltung der Rüstzeit musste ein Spannsystem gefunden werden, das es ermöglicht, alle Griffquerschnitte sicher und ohne Beschädigungen zu spannen. Eine besondere Herausforderung war der Biegeprozess selbst. Um eine beschädigungsfreie Biegestelle zu erreichen, mussten Biegesegmente mit mehreren beweglichen Achsen auf kleinstem Raum konstruiert werden.
Die neue Maschine wurde als kompaktes Bearbeitungszentrum konzipiert. Der integrierte Späneförderer mit Kühlmitteleinrichtung gewährleistet einen stets sicheren Späneabfluss.

Spannsystem
Für die neue Maschine wurde ein Spannsystem eingesetzt, das alle zu bearbeitenden Grifftypen ohne Rüstaufwand sicher und abdruckfrei spannen kann.

Es wurde ein Spannsystem eingesetzt, das alle zu bearbeitenden Grifftypen ohne Rüstaufwand sicher und abdruckfrei spannen kann. Der tatsächliche Rüstaufwand beschränkt sich lediglich auf den Werkzeugwechsel für die verschiedenen Gewindegrößen. Um eine beschädigungsfreie Biegestelle zu realisieren, wurde ein Biegesystem eingesetzt, welches keinerlei Relativbewegung zwischen Werkstück und Werkzeug erfährt. Somit ist die Biegestelle absolut beschädigungsfrei. Die geforderte Rüstzeit von etwa 15 Minuten wurde ebenfalls eingehalten. Nach erfolgter Inbetriebnahme und anschließender kurzen Einarbeitungszeit läuft die Anlage weitestgehend störungsfrei.

Bewerben Sie sich!

Am 1. Januar 2018 begann die Bewerbungsfrist für den Feinwerkmechanikpreis 2018, die bis 31. Mai 2018 läuft. Alle entsprechenden Informationen und den Bewerbungsbogen finden Sie unter www.feinwerkmechanikpreis.de . Schicken Sie uns Ihre besten Projekte.
Der Preis wird am 26. Oktober 2018 im Rahmen des Feinwerkmechanik-Kongresses in Würzburg verliehen. Die Teilnehmer erwartet wieder ein informatives Programm in einer attraktiven Umgebung.
Weitere Informationen über Gewinnerprojekte bekommen Sie im Film in unserem Videoportal unter www.metallbauTV.de .

zuletzt editiert am 21. Mai 2021
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