Durch die professionelle Instandhaltung der Schutzkleidung bleibt diese immer sicher für die Mitarbeitenden. Das ist wichtig, denn der Arbeitgeber ist rechtliche für die kontinuierliche Bereitstellung einwandfreier Arbeitskleidung verantwortlich. (Quelle: CWS-Workwear)

Arbeitsschutz 2023-12-03T23:00:00Z Wie Oetinger-Aluminium Arbeitsunfälle verhindert

220.000 Tonnen Aluminiumgusslegierungen produziert Oetinger-Aluminium in fester und flüssiger Form pro Jahr. Das Unternehmen ist ein führender Lieferant im Bereich Fahrzeugbau und auf die Produktion von Recyclingaluminium spezialisiert. Produziert wird bei Oetinger in Süddeutschland sowie im tschechischen Velvary. Dabei tragen rund 270 Mitarbeitende Schutzkleidung. Wie in allen Gießereien und Schmelzbetrieben, ist auch bei diesem Betrieb das Thema Sicherheit von höchster Bedeutung. Die Vermeidung von Arbeitsunfällen steht dabei an erster Stelle. Eine besondere Herausforderung war in der Vergangenheit die Schutzkleidung, die teils durchlässig war und es somit regelmäßig zu Brandverletzungen bei Mitarbeitenden kam.

Steven Eidloth, Leiter Umweltmanagement und Fachkraft für Arbeitssicherheit bei Oetinger, begab sich daher 2020 auf die Suche nach einer Persönlichen Schutzausrüstung, die den bestmöglichen Schutz vor Aluminiumspritzern mit rund 800 Grad bietet. Auch unvorhersehbare Verpuffungen des Materials stellen eine Gefahrenquelle im Arbeitsalltag dar. So wurden insgesamt acht Kollektionen verschiedener Anbieter in einem Übergießtest mit flüssigem Aluminium getestet. Der Serviceanbieter CWS-Workwear/Dreieich konnte mit seiner Gießereikleidung Pure-Metal als einziger Hersteller überzeugen. „Die Kleidung weist nach einem Übergießtest mit flüssigem Aluminium keine Löcher oder sonstige Beschädigungen im Gewebe auf. Die anderen Kollektionen waren hingegen stark beschädigt, was eine Verletzung unserer Mitarbeitenden zur Folge hätte“, erklärt Eidloth.

Steven Eidloth, Leiter Umweltmanagement und Fachkraft für Arbeitssicherheit bei Oetinger, testete acht Kollektionen verschiedener Anbieter mit einem Übergießtest mit flüssigem Aluminium. (Quelle: CWS-Workwear)

Zusätzlich zum erfolgreichen Praxistests war es den Verantwortlichen bei Oetinger wichtig, dass sich die Mitarbeitenden in der neuen Schutzkleidung wohl und sicher fühlen. Daher trug ein Mitarbeiter die Kleidung mehrere Monate täglich im Arbeitseinsatz, um sie auf Herz und Nieren zu prüfen. Oetinger hatte durch regelmäßige Brandlöcher in der Kleidung einen hohen Verschleiß und musste sie oft ersetzen. An die neue PSA wurden daher hohe Qualitätsansprüche gestellt.

Die neue Schutzkleidung wiegt durch ihr doppellagiges Hightech-Gewebe 375 Gramm pro Quadratmeter. Das Innenfutter besteht aus flammfester, atmungsaktiver Viskose und lässt sich daher angenehm tragen. Die dunkelgraue Schutzkleidung wird mit Bundhose und Arbeitsjacke von 200 Mitarbeitenden bei Oetinger getragen, entspricht den Sicherheitsnormen für Hitze-Flammschutz, Schweißerschutz und schützt vor antistatischer Aufladung und Störlichtbögen.Die PSA wirkt sich auch positiv auf den Arbeitsschutz im Unternehmen aus. „Da das Metall die Kleidung nicht durchdringt, hatten wir durch die neue Arbeitskleidung seit der Umstellung keinen Arbeitsunfall mehr“, freut sich Eidloth. Kein Wunder: Das Material hält bis zu 1.300 Grad aus und bietet maximalen Schutz vor flüssigen Eisen-, Kupfer-, Aluminium- und Kryolithspritzern.

Damit die PSA auch sicher bleibt, enthält die Dienstleistung von CWS-Workwear ein umfassendes Servicepaket. Die getragene Gießerei-Kleidung wird im Unternehmen abgeholt, in der CWS-Wäscherei gewaschen, auf Schadstellen und Abnutzung geprüft und wenn nötig direkt ausgebessert – für die Sicherheit der Mitarbeitenden. Daraufhin wird sie wieder angeliefert, und zwar bis ins eigene Schrankfach. Auch das Unternehmenslogo und die Namen der jeweiligen Mitarbeitenden wurden von CWS-Workwear direkt an der Kleidung angebracht.

zuletzt editiert am 01. Dezember 2023
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